Formel 1

Jack Doohan findet Cockpit bei neuem Formel-1-Team

Jack Doohan findet Cockpit bei neuem Formel-1-Team
Jack Doohan / Gettyimages

Nach turbulentem und enttäuschendem Formel-1-Debüt: Jack Doohan erhält offenbar eine neue Chance.

Der australische Rennfahrer wurde 2025 bereits nach sechs Rennen bei Alpine vor die Tür gesetzt, nachdem er Schwierigkeiten hatte, das Tempo von Pierre Gasly mitzugehen und in mehrere schwere Unfälle verwickelt war.

Flavio Briatore griff schnell ein und ersetzte Doohan durch seinen Schützling Franco Colapinto, was laut vielen Beobachtern von Anfang an sein Plan war. Mit diesem Aus schien Doohans F1-Traum beendet. Ein Wechsel in die japanische Super Formula lag nahe.

Er testete mit Kondo Racing in Suzuka und alles schien in trockenen Tüchern, bis ein Missverständnis über die Vertragsbedingungen das Aus bedeutete. Doohan ging davon aus, dass er ohne Mitgift fahren könne, was jedoch nicht der Fall war. Der Deal platzte und Ukyo Sasahara wurde an seiner Stelle verpflichtet.

Gerade als es danach aussah, dass Jack Doohan im Jahr 2026 ohne Cockpit dastehen würde, kam die Rettung. Haas bestätigt nun, dass der 23-jährige Pilot als Ersatzfahrer unterschreibt. Es ist eine Wendung, die seiner Karriere neues Leben einhauchen könnte.

Die Entscheidung für Haas ist alles andere als eine Zwischenstation. Mit Oliver Bearman und Esteban Ocon als Stammfahrer verfügt das Team für 2026 auf dem Papier über ein solides Line-up. Bearman überraschte in seinem Debütjahr Freund und Feind, indem er Ocon schlug und in Mexiko sogar kurz vor einem Podestplatz stand.

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Er wird als Hamilton-Nachfolger gehandelt

Diese Leistungen haben ihn auf das Radar der Topteams gebracht, und er wird als potenzieller Nachfolger von Lewis Hamilton bei Ferrari gehandelt, sollte der Brite 2027 aufhören. Auch ein Abschied von Charles Leclerc ist nicht ausgeschlossen, da sein Vertrag eine Exit-Klausel enthalten soll.

Auf der anderen Seite scheint die Position von Ocon wackelig zu sein. Seine Leistungen im Jahr 2025 waren unterdurchschnittlich und sein Vertrag läuft Ende 2026 aus. Sollte er in dieser Saison nicht die Kurve kriegen, ist ein Abschied wahrscheinlich. Damit eröffnet sich für Doohan eine goldene Chance.

Wenn sich der Australier hinter den Kulissen bei Haas beweisen kann, erhöht er seine Chancen deutlich, 2027 wieder ein Stammcockpit zu ergattern. In dieser Hinsicht ist dieser Schritt nicht weniger als ein strategischer Schachzug und vielleicht die Rettung seiner Formel-1-Karriere.

Dennoch ist ein Comeback im Jahr 2027 alles andere als garantiert. Haas verfügt über mehrere Optionen und Doohan wird sich abheben müssen.

Einer seiner wichtigsten Konkurrenten ist Ryo Hirakawa, der enge Verbindungen zu Toyota pflegt. Der japanische Autogigant verstärkt seine Zusammenarbeit mit Haas und würde Hirakawa gerne als Werksfahrer in der Startaufstellung sehen.

Zudem gibt es den bemerkenswerten Wechsel von Kalle Rovanperä. Der Rallye-Weltmeister verlagert seinen Fokus auf die Super Formula mit dem klaren Ziel eines F1-Sitzes. Obwohl 2027 vielleicht noch zu früh kommt, könnte ihn eine starke Saison in Japan plötzlich bei Teams wie Haas ins Gespräch bringen.

Und dann ist da noch der Einfluss von Ferrari, die Haas als Kundenteam nutzen, um ihre Talente aufzubauen. Oliver Bearman stammt aus ihrer Akademie. Sollte er das Team verlassen, ist es nicht undenkbar, dass Ferrari einen anderen Junior nach vorne schiebt.

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