Formel 1 Horrende 49.000 Euro Strafe: Racing Bulls nach kuriosen Vorfällen zur Kasse gebeten Liam Lawson and Arvid Lindblad pose for a portrait with VCARB 03 during Miami Special livery for 2026, in Miami, Florida, USA on April 29, 2026. // Chris Tedesco / Red Bull Content Pool // SI202604300010 // Usage for editorial use only // Von A. Schenk 23. Mai 2026 F1-News Formel 1 Großer Preis von Kanada Liam Lawson Racing Bulls Geldstrafe für Racing Bulls nach dem ersten Freien Training. Racing Bulls wurde von der FIA mit einer Geldstrafe in Höhe von 30.000 Euro belegt, nachdem es im ersten Freien Training zum Grand Prix von Canada Probleme am Fahrzeug von Liam Lawson gegeben hatte. Der Vorfall löste früh eine Rote Flagge aus und störte damit die einzige Trainingseinheit des Sprint-Wochenendes. Lawson war in den Anfangsminuten auf dem Circuit Gilles Villeneuve ausgerollt, nachdem ein Hydraulikdefekt an seinem Wagen aufgetreten war. Derartige technische Defekte kommen in der Formel 1 häufiger vor, doch in diesem Fall entstand ein größeres Problem, da ein wichtiges Sicherheitssystem nicht wie vorgesehen funktionierte. Es handelte sich um das sogenannte Clutch Disengagement System, kurz CDS. Dieses System sorgt dafür, dass Sportwarte ein liegengebliebenes Formel 1-Auto in den Leerlauf schalten können, damit der Wagen schnell von der Strecke geschoben werden kann. Selbst wenn hydraulische oder elektronische Systeme ausgefallen sind, muss dieser Mechanismus im Normalfall weiterhin funktionieren. Lies auch: FIA verhängt kuriose Geldstrafen gegen zwei F1-Fahrer noch vor dem Rennstart Racing Bulls muss nur 10.000 Euro der Strafe sofort zahlen Bei Lawsons Auto war dies nicht der Fall. Laut FIA-Bericht wurde das Hydraulikproblem durch eine gerissene Verbindung verursacht, woraufhin das CDS-System nicht mehr reagierte. Dadurch konnten die Marshals das Auto nicht sofort bergen, und die Session musste vorübergehend mit der Roten Flagge unterbrochen werden. Gerade in Kanada hatte die Rote Flagge besonders weitreichende Folgen, da das Wochenende im Sprint-Format ausgetragen wird. Das bedeutet, dass den Teams nur ein einziges Freies Training zur Verfügung steht, bevor das Qualifying und die Sprint-Sessions beginnen. Jede verlorene Minute ist daher von großem Wert für Fahrer und Ingenieure, die ihre Abstimmung noch verfeinern müssen. Die FIA bewertete den Vorfall streng, da Racing Bulls bereits zuvor auf das Problem hingewiesen worden war. Laut den Stewards hatte das Team schon im Jahr 2025 Warnungen bezüglich des Designs und der Funktionsweise des CDS-Systems erhalten. Artikel geht unter dem Bild weiter. Dass dieselbe Situation nun erneut eintrat, wird von der FIA als schwerwiegender Verstoß gegen Artikel C9.3 des Technischen Reglements eingestuft. Von der Gesamtsumme in Höhe von 30.000 Euro muss Racing Bulls vorerst nur 10.000 Euro direkt bezahlen, die restlichen 20.000 Euro wurden zur Bewährung ausgesetzt. Dieser Betrag wird nur fällig, falls das Team erneut den gleichen Verstoß begeht. Neben der Kritik an Racing Bulls äußerten die Stewards auch Anmerkungen zur Schulung der Sportwarte an der Strecke. So versuchte einer der Marshals während des Vorfalls, einen Knopf an der Onboard-Kamera des Autos zu drücken, in dem Glauben, es handele sich um die CDS-Bedienung. Laut FIA zeigt dies, dass theoretische Anweisungen allein nicht ausreichen. Die Organisation verteilt zwar ausführliche Dokumente über das sichere Bergen von liegengebliebenen Formel 1-Autos, doch in der Praxis erweist sich ein zusätzliches Training als notwendig. Lawson-Vorfall kennt mehrere Verlierer „Obwohl die FIA ein sehr detailliertes Dokument über dieses Verfahren verteilt, ist es für die Stewards offensichtlich, dass die Weitergabe dieses Dokuments wahrscheinlich durch praktisches Training ergänzt werden muss“, heißt es im offiziellen Bericht. Für Liam Lawson kam der Vorfall zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Der Neuseeländer verlor wertvolle Runden auf einer Strecke, auf der Vertrauen und Rhythmus entscheidend sind. Da das Training bereits früh unterbrochen wurde, konnten auch andere Teams weniger Testarbeit als geplant absolvieren. Für Racing Bulls ist die finanzielle Strafe wahrscheinlich noch der am wenigsten schmerzhafte Teil der Angelegenheit. Wichtiger ist, dass das Team nun im Bereich der Sicherheitssysteme erneut unter besonderer Beobachtung steht. Die FIA macht mit dieser Strafe deutlich, dass frühere Warnungen ernst genommen werden müssen und dass Fehler bei Sicherheitsmechanismen streng geahndet werden. 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