Formel 1

FIA-Wirbel: Mercedes-Bolide laut Expertenberichten illegal

FIA-Wirbel: Mercedes-Bolide laut Expertenberichten illegal

Unruhe im Fahrerlager nach Berichten über potenzielles Innovations-System am Mercedes W17

Laut F1Technical soll das Team an einem zweistufigen Mechanismus für den Frontflügel arbeiten, der möglicherweise gegen die FIA-Regeln bezüglich aktiver Aerodynamik verstößt.

Die Unruhe entstand, nachdem auf Videoaufnahmen ein auffälliges Verhalten des Frontflügels beobachtet wurde. Dabei scheint Mercedes das Timing beim Schließen des Flügels anzupassen.

Dies könnte einen aerodynamischen Vorteil bringen, ohne dass die Sensoren der FIA direkt anschlagen.

Ferrari hat mittlerweile um Aufklärung beim Weltverband gebeten, da man vermutet, dass Mercedes eine Grauzone im Reglement ausnutzt.

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Mercedes ertappt

Es gibt Aufnahmen, auf denen zu sehen ist, dass der Frontflügel nicht in einer einzigen Bewegung schließt. Stattdessen geschieht dies in zwei Schritten.

Auf den untenstehenden Aufnahmen ist zu sehen, dass der Mercedes-Flügel in einigen Fällen langsamer schließt, was einen aerodynamischen Vorteil bietet.

Zunächst gibt es eine schnelle Bewegung von etwa 400 Millisekunden, die vom Kontrollsystem als vollständige Schließung gewertet wird. Darauf folgt eine langsamere mechanische Phase, die den Flügel in die Endposition bringt, aber außerhalb des Messzeitraums der FIA liegt.

Während des Grand Prix von China war dies zu beobachten. Der Flügel bewegte sich erst in eine Zwischenstellung und erst danach in die endgültige Position.

Ferrari ist der Ansicht, dass dieser Ansatz dazu führt, dass Mercedes zwar den Wortlaut der Regeln erfüllt, nicht aber deren Sinn und Zweck.

Dies macht die Angelegenheit brisant, da die FIA in den letzten Jahren die Überwachung aktiver Aerodynamik verschärft hat, um Kosten und Komplexität zu begrenzen.

Der mögliche Grund für dieses System liegt in der Bremsstabilität. Bei hartem Anbremsen verlagert sich die Balance des Autos nach vorne, was das Heck entlastet.

Mercedes mit raffiniertem Kniff

Mercedes scheint diesen Effekt kontrollieren zu wollen. Wie beschrieben schaltet die Aerodynamik am Heck, wie vorgeschrieben, sofort ab.

Gleichzeitig begibt sich der Frontflügel zunächst in eine Zwischenposition, damit der Abtrieb nicht abrupt abreißt. Erst später folgt die vollständige Schließung.

Dies sorgt für einen flüssigeren Übergang der Balance – das Auto bleibt beim Einlenken in die Kurven stabiler.

Analysen zufolge kann dies zu geringerem Reifenverschleiß und einem berechenbareren Fahrverhalten bei hohen Geschwindigkeiten führen.

Die Frage ist nun, ob diese Lösung legal ist. Die FIA wird entscheiden müssen, ob Mercedes schlichtweg clever innerhalb des Reglements operiert oder ob es sich um eine Konstruktion handelt, die dem Geist des Reglements widerspricht.

Mercedes reagiert bislang nicht auf die Vorwürfe, präsentiert jedoch ein neues Design für den GP von Japan:

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