Formel 1

Ferrari attackiert Mercedes beim China-GP mit neuem Update

Ferrari attackiert Mercedes beim China-GP mit neuem Update

In Bahrain zog Ferrari mit dem Heckflügel bereits alle Blicke auf sich: In China könnte dieser nun zum entscheidenden Faktor werden.

Ferrari könnte beim Grand Prix von China möglicherweise einen entscheidenden Vorteil erlangen, sollte sich das Team dazu entscheiden, seinen auffälligen neuen Heckflügel einzusetzen. Es handelt sich dabei um das innovative Konzept, das im Paddock mittlerweile den Spitznamen „Macarena“ erhalten hat.

Bereits während der Wintertests in Bahrein zog das Design von Ferrari viel Aufmerksamkeit auf sich. Der Heckflügel funktioniert anders als herkömmliche Systeme. Das Hauptblatt des Flügels kann um seine Achse rotieren, wodurch sich der Anstellwinkel zum Luftstrom verändert. Dadurch lässt sich der Luftwiderstand auf den Geraden signifikant reduzieren.

Nach Informationen aus dem Fahrerlager bringt Ferrari mehrere Varianten dieses Flügels an den Shanghai International Circuit mit. Dem Team sollen während des Rennwochenendes drei verschiedene Spezifikationen zur Verfügung stehen. Damit kann Ferrari von Session zu Session entscheiden, welche Konfiguration am besten funktioniert.

Die Strecke in Shanghai könnte für dieses Konzept besonders prädestiniert sein. Der Kurs verfügt über eine der längsten Geraden im gesamten Formel 1-Kalender. Ein geringerer Luftwiderstand kann dort für höhere Topspeeds sorgen.

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Noch nicht sicher, ob Ferrari das System tatsächlich einsetzt

Ein weiterer Vorteil des Systems besteht darin, dass das Auto weniger stark auf elektrische Energie angewiesen ist, um hohe Geschwindigkeiten zu erreichen. Wenn der Luftwiderstand geringer ausfällt, muss die Power Unit weniger Batterieleistung aufwenden, um dasselbe Tempo zu erzielen. So steht die Energie aus der Batterie länger zur Verfügung.

Dies könnte vor allem am Ende langer Geraden einen Vorteil bieten. Bei der aktuellen Generation von Formule 1-Autos verlieren die Fahrer dort oft an Speed, weil die Batterie leer ist, das sogenannte Clipping. Dank einer effizienteren Aerodynamik könnte Ferrari dieses Problem zumindest teilweise entschärfen.

Während der Tests in Bahrein soll der Topspeed mit dem neuen Flügelkonzept Schätzungen zufolge etwa 8 bis 10 Kilometer pro Stunde höher gelegen haben als mit der vorherigen Konfiguration. Das kann auf Strecken mit langen Geraden einen erheblichen Zeitgewinn bedeuten.

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Dennoch steht noch nicht fest, ob Ferrari das System tatsächlich im Rennen einsetzen wird. Das Team hat auch die ältere Flügelversion vor Ort und kann sich während des Wochenendes dazu entscheiden, bei der herkömmlichen Konfiguration zu bleiben.

Unterdessen warnt Mercedes-Teamchef Toto Wolff davor, dass die Meisterschaft wahrscheinlich sehr umkämpft sein wird. Obwohl Mercedes das Auftaktrennen in Australien mit einem Doppelsieg dominierte, erwartet er, dass Ferrari und möglicherweise auch andere Teams schnell aufschließen können.

Laut Wolff hat sein Team viel aus dem Wochenende in Melbourne gelernt, er glaubt jedoch, dass mehrere Teams noch über ungenutztes Potenzial verfügen. Dadurch könnte der Kampf an der Spitze beim Grand Prix von China ein ganzes Stück spannender werden.

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