Formel 1

„Fernando Alonso fährt künftig für den Papst“

„Fernando Alonso fährt künftig für den Papst“

Wenn man seit über 25 Jahren beruflich am Steuer sitzt: Warum nicht auch den Papst chauffieren?

Fernando Alonso hat in seiner Karriere schon viele besondere Fahrzeuge pilotiert, doch das Papamobil gehörte bislang nicht dazu. Das könnte sich im kommenden Sommer ändern, wenn Papst Franziskus vom 6. bis 12. Juni Spanien besucht.

Die Idee ist dabei nicht neu. Bereits 2011 versuchte Reisekoordinator Yago de la Cierva Ähnliches zu arrangieren, als Papst Benedikt XVI. anlässlich des Weltjugendtages Spanien besuchte.

In einem Meeting fragte er explizit an, ob Alonso das Papamobil steuern dürfe. Die Reaktion aus dem Vatikan ließ damals wenig Spielraum für Zweifel.

„Sie waren empört. Sie sagten: Absolut nicht“, erzählte de la Cierva in einem Interview mit La Radio Canaria.

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Papst Leo ist der erste amerikanische Papst

„Ich habe die Idee verteidigt und gesagt: Ich glaube, Fernando weiß, wie man fährt, und der Papst ist nicht in Gefahr.“

„Aber sie erklärten mir, dass sie einen Beamten der Nationalpolizei am Steuer haben wollten.“

Alonso war in jenem Jahr bei der Veranstaltung dabei, jedoch nur als Zuschauer. Fünfzehn Jahre später ergibt sich nun eine erneute Chance. Papst Leo XIV. – der erste amerikanische Papst der Geschichte – besucht Spanien für eine Woche voller öffentlicher Termine.

Der Besuch umfasst Stationen in Madrid, auf den Kanarischen Inseln und in Barcelona, wo der Papst die Fertigstellung des höchsten Turms der Sagrada Família anlässlich des 100. Todestages des Architekten Antoni Gaudí feiert.

Die Organisatoren schätzen, dass mehr als 50 Großbildleinwände, 5.000 Toiletten und kilometerlange Absperrungen benötigt werden und die wirtschaftliche Bedeutung bei über 100 Millionen Euro liegt. De la Cierva ist auch dieses Mal wieder als Koordinator involviert und deutete an, dass Überraschungen geplant seien.

„Wir werden viele Dinge ausprobieren, weil sie dem Besuch mehr Würze verleihen und absolut sinnvoll sind.“

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„Der Papstbesuch hat feste Eckpunkte, über die der Heilige Vater entscheiden muss, aber innerhalb dieser Blöcke wird es Überraschungen geben“, so de la Cierva gegenüber Marca.

Das Timing ist bemerkenswert, da der Papstbesuch genau zwischen zwei Formel-1-Rennen fällt. Der Große Preis von Monaco findet am 25. Mai statt, während der Große Preis von Spanien in Barcelona für den 21. Juni terminiert ist.

Alonso hat in diesem Zeitraum also keine Rennverpflichtungen, was das Szenario theoretisch machbar macht. 2011 gab es ebenfalls eine Lücke im Kalender, wodurch Alonso verfügbar war.

Ob der Vatikan dieses Mal milder gestimmt ist, bleibt abzuwarten. Offizielle Reaktionen gibt es noch nicht, und die Organisatoren äußern sich vorsichtig. Alonso selbst hat sich bislang nicht öffentlich zu der Idee geäußert.

Seine Formel-1-Saison 2026 verläuft zudem alles andere als reibungslos. Anhaltende Vibrationsprobleme am Honda-Motor seines Aston Martin sorgten dafür, dass er in den ersten drei Saisonrennen kaum zum Fahren kam.

Der 44-jährige Asturier ist mit zwei Weltmeistertiteln und 32 Grand-Prix-Siegen nach wie vor der erfolgreichste spanische Formel-1-Fahrer aller Zeiten. Sein Bekanntheitsgrad in Spanien ist gigantisch, und die Vorstellung, ihn am Steuer des Papamobils zu sehen, hätte eine enorme öffentliche Strahlkraft.

Dies macht verständlich, warum die Organisatoren einen erneuten Vorstoß wagen, auch wenn der Vatikan bei derartigen symbolischen Gesten historisch gesehen zurückhaltend reagiert.

Ob es letztlich dazu kommt, bleibt ungewiss. Doch allein die Idee unterstreicht den Status, den Alonso in seiner Heimat genießt. Selbst als Chauffeur für den Papst bleibt er die erste Wahl.

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