Formel 1

F1-Pilot in Panik nach Morddrohungen: „Es macht den Crash nicht ungeschehen“

F1-Pilot in Panik nach Morddrohungen: „Es macht den Crash nicht ungeschehen“

Erstes WM-Punkteresultat für Franco Colapinto beim China-GP: Ein Meilenstein mit bitterem Beigeschmack

Das Management von Franco Colapinto fordert die Fans auf, keine Hassnachrichten oder gar Morddrohungen mehr an Esteban Ocon zu senden, nachdem es beim Grand Prix von China zu einem Zwischenfall gekommen war. Die Kollision ereignete sich in Runde 32 in Kurve 2.

Ocon versuchte den Williams-Piloten im Kampf um den zehnten Platz und damit den letzten Punkt zu überholen. Doch der Franzose verbremste sich und traf Colapinto, der gerade aus der Boxengasse kam. Durch den Kontakt drehte sich der Argentinier, während Ocon ebenfalls von der Strecke kreiselte.

Die Stewards belegten Ocon für den Vorfall mit einer Zehn-Sekunden-Strafe. Letztlich beendete er das Rennen als 14. Für Colapinto ging der Vorfall glimpflicher aus, als es zunächst den Anschein hatte.

Der argentinische Fahrer konnte sein Rennen fortsetzen und sicherte sich doch noch den zehnten Platz, womit er seinen ersten Saisonpunkt einfuhr. Nach dem Rennen übernahm Ocon umgehend die Verantwortung für die Kollision.

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Colapinto und Ocon hatten sich längst ausgesprochen

„In erster Linie: Entschuldigung an Franco. Ich übernehme hierfür die volle Verantwortung.“

„Ich bin froh, dass er trotzdem noch Punkte sammeln konnte, denn er ist ein starkes Rennen gefahren.“

Auch später im Paddock entschuldigte sich Ocon erneut. Colapinto reagierte sportlich via Instagram.

„Alles gut, Kumpel. Danke für die Entschuldigung. Bis bald.“

Trotz dieser Versöhnung schwappte online eine Welle des Hasses seitens eines Teils der Colapinto-Fangemeinde in Richtung Ocon. Daher veröffentlichte sein Management, Bullet Sports Management, eine offizielle Erklärung.

„Öffentliche Mitteilung: Bitte senden Sie keine Hassnachrichten oder Morddrohungen an Esteban, seine Familie oder das Haas F1-Team.“

Artikel geht weiter unter dem Social-Media-Post.

„Das macht den Vorfall nicht ungeschehen und wirft nur ein schlechtes Licht auf Francos Fans. Danke, dass ihr die Unterstützung positiv und respektvoll haltet.“

Colapinto hat seine Anhänger in der Vergangenheit schon öfter dazu aufgerufen, respektvoll zu bleiben. Nach einem Crash mit Yuki Tsunoda in der letzten Saison sagte der Argentinier:

„Ich weiß, dass unsere Fans sehr leidenschaftlich sind, aber sie müssen Respekt zeigen. Das wollen wir alle. Es gibt schon genug Hass in den sozialen Medien.“

Der Argentinier war bereits zuvor mit einer ähnlichen Situation konfrontiert, als er 2025 Ersatzfahrer bei Alpine war. Einige Fans griffen damals Jack Doohan online an, weil dieser das Stammcockpit erhalten hatte.

Die Formel 1 verfolgt inzwischen eine Null-Toleranz-Politik gegenüber Online-Missbrauch, und die Teams verurteilen jede Form von Einschüchterung in den sozialen Medien öffentlich.

Den Grand Prix von China gewann unterdessen Mercedes-Rookie Kimi Antonelli vor George Russell, während Lewis Hamilton sein erstes Podium für Ferrari einfuhr.

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