Formel 1

Deutliche Worte von Oscar Piastri nach Oliver Bearmans heftigem 50G-Crash

Deutliche Worte von Oscar Piastri nach Oliver Bearmans heftigem 50G-Crash

Nach schwerem Bearman-Crash in Japan: Diskussion über Sicherheit des neuen Formel-1-Reglements verschärft sich

Der junge Brite musste einen Einschlag von sage und schreibe 50G verkraften, nachdem er die Kontrolle über seinen Haas verloren hatte – ein Zwischenfall, den viele Piloten seit der Einführung des 2026er-Reglements bereits befürchtet hatten.

Der Unfall ereignete sich, als Oliver Bearman mit einem Geschwindigkeitsüberschuss von etwa 80 km/h auf Franco Colapinto in Richtung Kurve 13 auflief. Diese Differenz resultierte aus dem sogenannten „Super-Clipping-Effekt“, bei dem Autos während des Ladevorgangs der Batterie plötzlich massiv an Geschwindigkeit verlieren.

Bearman musste ausweichen, um eine direkte Kollision zu vermeiden, geriet dabei auf das Gras, drehte sich weg und schlug hart in die Barrieren ein.

Der Aufprall war so heftig, dass umgehend das Safety-Car zum Einsatz kam und große Sorge um seinen Zustand herrschte. Bearman konnte das Auto schließlich aus eigener Kraft verlassen, humpelte jedoch sichtlich. Medizinische Untersuchungen bestätigten später, dass keine Knochenbrüche vorlagen, woraufhin er selbst Entwarnung gab.

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Unfallgefahr durch Geschwindigkeitsunterschiede verschärft

Im Cooldown-Room reagierten die Top Drei des Rennens sichtlich geschockt, als sie die Bilder zum ersten Mal sahen. Oscar Piastri brachte das Gefühl treffend auf den Punkt.

„Jetzt verstehe ich endlich, was du mit dem Pilz meinst.“

Damit spielte er auf den Vergleich der Fahrer mit Mario Kart an, wo plötzliche Geschwindigkeitsschübe eine zentrale Rolle spielen. Auch andere Piloten äußerten deutliche Kritik, darunter Fernando Alonso.

„Überholen ist heutzutage reine Glückssache. Man hat plötzlich mehr Batterie-Leistung als das Auto vor einem und dann kracht es entweder oder man zieht vorbei.“

Auch Carlos Sainz machte nach dem Rennen aus seinem Herzen keine Mördergrube und äußerte sich zum Crash von Bearman.

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„Der Unfall von Bearman war nur eine Frage der Zeit. Ich hoffe, dass die FIA dies noch einmal überdenkt.“

Die Kritik richtet sich vor allem gegen den unvorhersehbaren Charakter des neuen Reglements, bei dem das Energiemanagement eine zu große Rolle im Renngeschehen spielt. Die Fahrer geraten dadurch in Situationen, in denen die Geschwindigkeitsunterschiede extrem groß werden, was das Risiko für schwere Unfälle erhöht.

Die FIA hat mittlerweile angekündigt, dass im April Sitzungen stattfinden werden, um die Auswirkungen des neuen Reglements zu evaluieren. Dabei soll geprüft werden, ob Anpassungen notwendig sind, insbesondere im Bereich des Energiemanagements.

„Jegliche Spekulation über mögliche Änderungen ist zum jetzigen Zeitpunkt verfrüht.“

Der Crash von Bearman scheint damit einen Wendepunkt in der Debatte zu markieren. Während die neuen Regeln zuvor vor allem Gegenstand sportlicher Diskussionen waren, ist nun deutlich geworden, dass sie auch konkrete Sicherheitsrisiken bergen.

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