Formel 1 Carlos Sainz und Williams unter Druck nach enttäuschendem Saisonauftakt Carlos Sainz / Gettyimages Von A. Schenk 6. Februar 2026 Carlos Sainz F1-News Formel 1 Williams Williams schien wie Phönix aus der Asche auferstanden: Jetzt steht das Team aus Grove vor einer Mammutaufgabe, weil das Auto für die Barcelona-Tests nicht rechtzeitig fertig wurde. Noch bevor Williams den ersten Kilometer mit dem neuen Boliden zurückgelegt hat, liegt das Team bereits mit 2:0 im Hintertreffen. Carlos Sainz startete voller Enthusiasmus in sein neues Abenteuer bei Williams, doch die Vorbereitung auf die Formel-1-Saison 2026 verlief alles andere als reibungslos. Während sich Williams als einer der ersten Rennställe voll auf das neue Reglement konzentrierte und hohe Erwartungen schürte, enttäuschte das Team bislang auf ganzer Linie. Williams entschied bereits früh im Jahr 2025, die Entwicklung des damaligen Autos einzustellen, um sich komplett auf 2026 zu fokussieren. Mit der Ankunft von Sainz an der Seite von Alex Albon und James Vowles am Kommandostand schien die Basis für eine vielversprechende Zukunft gelegt. Dennoch begann die Saison katastrophal: Das Team verpasste den offiziellen Shakedown in Barcelona, da der FW48 die obligatorischen FIA-Crashtests nicht rechtzeitig bestand. Die Probleme mit dem Auto waren derart schwerwiegend, dass Sainz seine Sitzprobe erst nach dem verpassten Testwochenende absolvieren konnte ein ungewöhnlich später Zeitpunkt in der Vorbereitung. Lies auch: Geleakter Funkspruch enthüllt Verzweiflung bei Max Verstappen und Red Bull Sainz wäre lieber noch mit der vorherigen Fahrzeuggeneration gefahren Fans und Experten reagierten erstaunt und besorgt auf die Vorgänge beim Team aus Grove. Der Kontrast zwischen den ambitionierten Plänen und der Realität ist schmerzhaft sichtbar. Sainz gab selbst zu, dass er lieber noch etwas mehr Zeit mit der vorherigen Fahrzeuggeneration verbracht hätte. In der zweiten Hälfte des Jahres 2025 begann er nämlich gerade, sich bei Williams einzufinden, was er mit starken Podestplätzen in Baku und Qatar unterstrich. Er fühlte sich zunehmend heimisch im Team und hätte sein Wissen über das alte Reglement gerne weiter eingebracht, um Williams beim Wachstum zu helfen. „Dennoch ist genau das der Grund, warum ich mich für Williams entschieden habe“, so Sainz. „Ein neues Reglement bedeutet für alle einen Neuanfang. Und ich glaube an das Projekt und die Richtung, die wir gemeinsam einschlagen.“ Trotz der Rückschläge bleibt Sainz entschlossen. Nachdem er Barcelona verpasst hatte, erkundigte er sich umgehend beim Team, wie er helfen könne. Ein deutliches Zeichen für seine Einsatzbereitschaft und Hingabe für das Projekt. Inzwischen hat Williams die ersten Meter mit dem FW48 bei einem Shakedown in Silverstone zurückgelegt. Laut Teamchef Vowles war dies ein wichtiger Meilenstein, und Albon dankte der Mannschaft für die harte Arbeit. Dennoch fiel auch hier auf, dass das Auto Teile aufwies, die unter dem vorherigen Reglement verboten waren, wie etwa spezielle Strakes am Frontflügel. Ein auffälliges Detail, das die FIA genau beobachten wird. Es ist noch unklar, wo Williams im Vergleich zur Konkurrenz steht. Da sie in Barcelona fehlten, mangelt es an wertvollen Daten, und die gegnerischen Teams haben keine Vorstellung vom Leistungsniveau des FW48. Erst bei den Tests in Bahrain Ende des Monats wird sich zeigen, ob Williams den Rückstand aufholen kann und ob Sainz sein Vertrauen in das Projekt belohnt sieht. Lies auch: FIA untersucht Grid-Strafe gegen Mercedes: Urteil gefallen Lies auch: FIA trifft Entscheidung über neues Startprozedere Teile den Artikel Wo möchten Sie teilen? Facebook LinkedIn Email Link kopieren Neueste Nachrichten Mehr Nachrichten lesen Formel 1 Geleakter Funkspruch enthüllt Verzweiflung bei Max Verstappen und Red Bull Formel 1 FIA untersucht Grid-Strafe gegen Mercedes: Urteil gefallen Formel 1 FIA trifft Entscheidung über neues Startprozedere Formel 1 Mysteriöses Problem bei Red Bull: Droht beim China-GP ein Debakel? Formel 1 Adrian Newey unter Verdacht: Manipulationsversuch gegenüber der FIA? Formel 1 Red Bull liefert beunruhigende Diagnose nach Hadjar-Ausfall