Formel 1

Audi überrascht mit radikalen Sidepods bei Formel 1-Tests in Bahrain

Audi überrascht mit radikalen Sidepods bei Formel 1-Tests in Bahrain
BAHRAIN, BAHRAIN - FEBRUARY 11: Gabriel Bortoleto of Brazil driving the (5) Audi F1 Team R26 locks a wheel under braking during day one of F1 Testing at Bahrain International Circuit on February 11, 2026 in Bahrain, Bahrain. (Photo by Joe Portlock/Getty Images)

Audi bringt radikales B-Spec-Auto zu den Formel-1-Wintertests in Bahrain.

Audi hat beim Formel-1-Test in Bahrein heute für offene Münder gesorgt und eine neue Version des R26 präsentiert.

Das neue Auto ist im Vergleich zu der Version, die zuvor in Barcelona zum Einsatz kam, kaum wiederzuerkennen.

Auffälligste Änderung sind die drastisch modifizierten Seitenkästen des Boliden. Anstelle der bauchiger geformten Lufteinlässe der ersten Variante sehen wir nun extrem schlanke vertikale Öffnungen, die stark an das „Zeropod-Konzept“ erinnern, das Mercedes vor einigen Jahren einführte.

Projektleiter Mattia Binotto bestätigte gegenüber Auto, Motor und Sport, dass es sich hierbei um ein grundlegend anderes Auto handelt.

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B-Version

„Ich denke, es ist gerechtfertigt, hier von einer B-Version zu sprechen“, sagte er mit einem Grinsen. „Fragen Sie nicht, was alles neu ist. Alles ist neu.“

Audis Designer haben sich für eine äußerst kompakte Karosserie entschieden, mit einem schmalen Knick auf Höhe des Cockpitbereichs.

Dort wird nämlich die vorgeschriebene seitliche Crashstruktur sichtbar. Auf den ersten Blick ist das Design weniger extrem als der seinerzeit gescheiterte Versuch von Mercedes mit dem Zeropod, aber der Einfluss ist deutlich spürbar. Die schmale Form soll für eine verbesserte aerodynamische Effizienz sorgen.

Hier unten ist der Unterschied zur Vorgängerversion deutlich zu erkennen:

Zudem wurden auch die Kühlschlitze erneuert. Diese sind nun vertikal in die Motorabdeckung integriert und sorgen dafür, dass überschüssige Wärme schnell aus dem eng anliegenden Kohlefaserkleid entweichen kann.

Von oben betrachtet ist eine dezente Luftrinne zu erkennen, welche die Luft über die Seitenkästen zum Diffusor leitet.

Nicht nur die Flanken des Audi R26 wurden überarbeitet. Auch an der Front gibt es deutliche Anpassungen. Die Nase und der Frontflügel wurden modifiziert, wobei besonders der nun sichtbare Mechanismus ins Auge sticht, der die oberen Flaps bei hohen Geschwindigkeiten flachstellt.

Diese Neuerung fehlte noch an der A-Version, die beim Shakedown in Barcelona eingesetzt wurde.

Wer sich Sorgen um Audis Budget für die Saison 2026 macht, kann beruhigt sein. Laut Binotto wurden alle Teile der ursprünglichen Version noch im Jahr 2025 produziert und somit bereits in der Bilanz des Vorjahres verbucht.

Das bedeutet, dass Audi noch ausreichend finanziellen Spielraum für weitere Updates im Laufe der Saison hat.

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