Formel 1 Audi präsentiert radikal neuen Heckflügel BAHRAIN, BAHRAIN - FEBRUARY 11: Gabriel Bortoleto of Brazil driving the (5) Audi F1 Team R26 locks a wheel under braking during day one of F1 Testing at Bahrain International Circuit on February 11, 2026 in Bahrain, Bahrain. (Photo by Joe Portlock/Getty Images) Von A. Schenk 14. Februar 2026 Alpine F1-News Formel 1 Alpine und Audi setzen bei aktiven Heckflügeln auf neue Wege: Innovative Mechanismen fernab des traditionellen DRS-Konzepts im Fokus. Mit dem neuen Formel-1-Reglement für 2026 ist die aktive Aerodynamik eine der tiefgreifendsten Veränderungen im Sport. Sowohl der Front- als auch der Heckflügel dürfen nun während der Fahrt verstellt werden, und den Teams steht es frei, wie sie dies technisch umsetzen. Während die meisten Rennställe auf Variationen des vertrauten DRS-Systems setzen, gehen Alpine und Audi bemerkenswert andere Wege. Bei Alpine fiel bereits während des Shakedowns in Barcelona eine ungewöhnliche Konstruktion am A526 auf. Im Gegensatz zum klassischen DRS-System, bei dem das obere Element des Heckflügels vorne hochklappt, bewegt sich das Alpine-Element hinten nach unten. Der Drehpunkt befindet sich an der Vorderseite des Elements, wodurch sich das Hauptprofil beim Öffnen gewissermaßen verlängert. Dieser Ansatz sorgt für einen anderen aerodynamischen Effekt. Der Luftstrom wird weniger abrupt gestört als bei traditionellen DRS-Systemen, während der Luftwiderstand dennoch erheblich reduziert wird. Das System scheint auf eine höhere Effizienz beim Aktivieren der Low-Downforce-Konfiguration ausgelegt zu sein. Lies auch: Geleakter Funkspruch enthüllt Verzweiflung bei Max Verstappen und Red Bull Der Drehpunkt liegt bei Audi in der Mitte Audi macht es noch einmal anders. Beim R26 befindet sich der Drehpunkt der beweglichen Elemente weder vorne noch hinten, sondern genau in der Mitte der oberen Heckflügelprofile. Dies führt dazu, dass beide Flügelelemente bei Aktivierung symmetrisch rotieren, anstatt wie bei Alpine oder anderen Teams zu kippen. Die Folge ist, dass der Flügel im geöffneten Zustand in einem deutlich schrägen Winkel zur Fahrtrichtung steht. Dadurch entsteht weniger Raum zwischen den Flügelelementen als bei herkömmlichen DRS-Systemen, was nicht nur den Luftwiderstand verringert, sondern auch die Richtung des Luftstroms beeinflusst. Die Luft wird stärker nach unten abgelenkt, was potenziell eine andere aerodynamische Balance des Fahrzeugs erzeugt. Der Artikel wird unter dem Bild fortgesetzt. Auch der Antriebsmechanismus des Flügels bei Audi weicht ab. Die meisten Teams setzen auf zwei separate Aktuatoren. Audi arbeitet mit einem einzelnen direkten Aktuator. Nur das erste Flügelelement wird aktiv angesteuert. Das zweite Element wird passiv über Verbindungsstangen mitbewegt. Diese Konstruktion ist mechanisch einfacher, erfordert jedoch eine äußerst präzise Abstimmung, um den richtigen Winkel und das Timing des zweiten Elements zu gewährleisten. Audi scheint damit ein leichtes und effizientes System entwickelt zu haben, möglicherweise auf Kosten einer etwas weniger direkten Kontrolle. Was diese Beispiele unterstreichen: Das neue Reglement bietet viel Spielraum für kreative Lösungen. Nicht nur bei der Form und Geometrie der Flügel, sondern auch bei der Anzahl der Elemente, den Öffnungsmechanismen und der Art der Bedienung. Während das DRS-System in der vorangegangenen Ära relativ uniform war, lässt das 2026er-Reglement eine vielfältige Interpretation dessen zu, was aktive Aerodynamik sein kann. Alpine und Audi entscheiden sich bewusst für abweichende Konzepte. Ob diese Lösungen auch konkurrenzfähig sein werden, wird sich zeigen, wenn sich das Feld demnächst für den Saisonauftakt in Australien bereit macht. Fest steht jedoch, dass das aerodynamische Spiel neu eröffnet ist. Lies auch: FIA untersucht Grid-Strafe gegen Mercedes: Urteil gefallen Lies auch: FIA trifft Entscheidung über neues Startprozedere Teile den Artikel Wo möchten Sie teilen? Facebook LinkedIn Email Link kopieren Neueste Nachrichten Mehr Nachrichten lesen Formel 1 Geleakter Funkspruch enthüllt Verzweiflung bei Max Verstappen und Red Bull Formel 1 FIA untersucht Grid-Strafe gegen Mercedes: Urteil gefallen Formel 1 FIA trifft Entscheidung über neues Startprozedere Formel 1 Mysteriöses Problem bei Red Bull: Droht beim China-GP ein Debakel? Formel 1 Adrian Newey unter Verdacht: Manipulationsversuch gegenüber der FIA? Formel 1 Red Bull liefert beunruhigende Diagnose nach Hadjar-Ausfall