Formel 1

Adrian Newey unter Verdacht: Manipulationsversuch gegenüber der FIA?

Adrian Newey unter Verdacht: Manipulationsversuch gegenüber der FIA?

Adrian Newey sorgt mit Aussagen über Probleme bei Aston Martin und Honda für Wirbel.

Einige Insider sind davon überzeugt, dass der Stardesigner die Situation möglicherweise bewusst dramatischer darstellt, um eine Reaktion der FIA zu provozieren.

In der vergangenen Woche tätigte Adrian Newey einige brisante Aussagen über die Honda-Power-Unit. So warnte er davor, dass die starken Vibrationen des Motors ein Gesundheitsrisiko für die Fahrer darstellen würden.

Laut seiner Einschätzung könnten Fernando Alonso und Lance Stroll sogar bleibende Nervenschäden an den Daumen davontragen, wenn sie mehr als etwa 25 Runden am Stück absolvieren.

Beim Grand Prix von Australien erreichte keiner der beiden Piloten das Ziel, obwohl Stroll letztlich insgesamt 43 Runden zurücklegte. Zudem bezeichnete Newey den Mangel an Batterien bei Honda als geradezu „beängstigend“.

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Will Newey eine Ausnahme bei der Budgetobergrenze?

Alonso gab im Vorfeld des Rennens in China ebenfalls zu verstehen, dass das Team noch auf die Freigabe von Honda warte, bevor man versuche, eine volle Renndistanz zu fahren.

Auffallend ist, dass Newey während seiner Zeit bei Red Bull nur selten mit den Medien sprach. In seiner deutlich prominenteren Rolle bei Aston Martin äußert er sich nun weitaus offener über die Probleme.

Die ehemalige Strategin Bernie Collins zeigte sich überrascht von dieser Offenheit. Normalerweise kommunizieren Teamverantwortliche deutlich vorsichtiger.

Im Fahrerlager kursieren verschiedene Theorien darüber, warum Newey die Krise so offen thematisiert. Eine davon besagt, dass Aston Martin möglicherweise die Erlaubnis erwirken wollte, bestimmte Rennen aufgrund der technischen Probleme und der Gesundheitsrisiken für die Fahrer auszulassen.

Eine weitere Theorie besagt, dass Newey versucht, für Honda eine Ausnahme beim Budget Cap zu erwirken.

Aufgrund der zahlreichen technischen Defekte soll der japanische Hersteller bereits viele Komponenten verbraucht haben und droht nun, die Kostendeckelung zu überschreiten.

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Ein aktuelles Gerücht legt noch einen weiteren möglichen Grund nahe. Einigen Quellen zufolge versucht Newey die FIA dazu zu bewegen, Honda vorzeitig Zugang zum System der „Additional Development Upgrade Opportunities“ (ADUO) zu gewähren.

Dieses Programm wurde für das neue Motorenreglement ab 2026 eingeführt und gibt Herstellern, die deutlich im Hintertreffen liegen, zusätzliche Möglichkeiten bei der Motorenentwicklung.

Normalerweise greift dieses System erst nach den ersten sechs Saisonläufen. Sollten Rennen wie Bahrain und Saudi-Arabien tatsächlich gestrichen werden, fände dieser sechste Grand Prix erst Anfang Juni in Monaco statt.

Bis dahin müsste Honda unter denselben Beschränkungen arbeiten wie die Konkurrenz, obwohl ihr Aggregat möglicherweise deutlich schwächer ist.

Theoretisch könnte die FIA entscheiden, Honda schon früher zusätzliche Entwicklungsspielräume einzuräumen, um das Wettbewerbsniveau der Weltmeisterschaft zu heben. In der Praxis gestaltet sich dies schwierig, da die anderen Hersteller kaum ein Interesse daran haben dürften, ihrem Konkurrenten unter die Arme zu greifen.

Mehr noch: Es gibt Gerüchte, dass Mercedes das ADUO-System bereits strategisch für sich nutzt. Aktuellen Berichten zufolge versucht das Team sicherzustellen, dass Ferrari und Red Bull innerhalb eines gewissen Performance-Fensters bleiben, damit diese keine Entwicklungsvorteile erhalten.

In einem derart kompetitiven Umfeld bleibt es daher fraglich, ob die anderen Motorenhersteller bereit sind, Honda zusätzlichen Spielraum zur schnelleren Lösung ihrer Probleme einzuräumen.

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