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Adrian Newey: Sorgen um die Formel-1-Designlegende

Adrian Newey: Sorgen um die Formel-1-Designlegende
MELBOURNE, AUSTRALIA - MARCH 08: Adrian Newey, Team Principal of Aston Martin F1 Team looks on in the Paddock prior to the F1 Grand Prix of Australia at Albert Park Grand Prix Circuit on March 08, 2026 in Melbourne, Australia. (Photo by Mark Sutton - Formula 1/Formula 1 via Getty Images)

Aston-Martin-Technikchef Adrian Newey sucht bereits intensiv nach seinem eigenen Nachfolger

Aston Martin hat nach dem Großen Preis von Japan eine ernüchternde Bilanz gezogen. Nicht nur Honda trägt die Schuld am schwachen Saisonstart, auch das eigene Auto weist in mehreren Bereichen Defizite auf. Das räumte Mike Krack, Teamchef von Aston Martin, in einem Gespräch mit der spanischen Zeitung AS ein.

Die Zahlen aus Suzuka sprachen Bände. Fernando Alonso kam mit einer Runde Rückstand auf das restliche Feld ins Ziel, und das in einem Rennen, das zudem eine Safety-Car-Phase aufwies. Teamkollege Lance Stroll erreichte das Ziel gar nicht erst und schied nach 30 Runden aus.

Im Qualifying belegte Aston Martin die letzten beiden Startpositionen. Alonso war drei Zehntel langsamer als die Cadillac-Piloten und verpasste den Einzug in Q2 um deutliche 1,7 Sekunden.

Dass Honda bislang weder einen konkurrenzfähigen Verbrennungsmotor noch ein zuverlässiges Batteriepaket geliefert hat, ist mittlerweile allgemein bekannt.

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Alonso umarmte Watanabe vor dem Rennen

Die ersten drei Rennwochenenden standen für Aston Martin größtenteils im Zeichen der Ursachenforschung bei Vibrationen, die Alonso dazu zwangen, die Hände vom Lenkrad zu nehmen. Doch Krack stellte klar, dass die Probleme über die Antriebseinheit hinausgehen.

Das Chassis von Adrian Newey ist nämlich zu schwer und performt in schnellen Kurven unterdurchschnittlich. Letzteres ist teilweise ein aerodynamisches Problem. Verbesserungen sollen nicht schrittweise, sondern in großen Sprüngen erfolgen.

„Wir sehen, dass wir große Schritte machen müssen. Es sind keine kleinen, wie wir sie im Bereich der Zuverlässigkeit gemacht haben.“

„Wir nutzen diese Pause, um den ersten Schritt zu machen, aber wir haben einen Berg vor uns,“ so Krack.

„Wir sind in schnellen Kurven nicht gut und liegen nicht am Mindestgewicht.“

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„Daran müssen wir hart arbeiten, um voranzukommen. Wenn wir das gelöst haben, gilt gleichzeitig, dass Honda auch noch nicht da ist, wo sie sein wollen.“

Auffallend war, dass Alonso ausgerechnet in Japan eine versöhnliche Geste in Richtung Honda wählte. Der 44-jährige Spanier umarmte Honda-Motorsportchef Koji Watanabe in der Startaufstellung von Suzuka.

Es war auf derselben Strecke, auf der Alonso vor gut zehn Jahren das Honda-Triebwerk von McLaren als „GP2-Motor“ bezeichnet hatte. Sein Tonfall ist in diesem Jahr ein ganz anderer.

Während Aussagen von Newey und Stroll Honda möglicherweise in Verlegenheit gebracht haben, entschied sich Alonso gegenüber den Medien bewusst für Zurückhaltung.

Insidern zufolge ist er sich bewusst, dass die Ingenieure von Honda seit Wochen hart arbeiten, und möchte ihre Position nicht durch zusätzlichen Druck über die Presse erschweren. In dieser Hinsicht scheint er Lehren aus seiner Zeit bei McLaren gezogen zu haben.

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