Formel 1

Williams erklärt die Hintergründe: Darum musste Albon fünfmal zum Boxenstopp

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Alex Albon steuerte in de letzten Runden fünfmal hintereinander die Boxengasse an, wobei das Team jedes Mal den Anstellwinkel des Frontflügels veränderte. Dies war kein strategischer Fehler, sondern ein gezieltes Experiment.

Williams kämpft in diesem Jahr mit Übergewicht. Der FW47 ist Schätzungen zufolge mehr als 20 Kilogramm zu schwer, was die Entwicklung an mehreren Fronten verzögert. Solange substanzielle Updates ausbleiben, sucht das Team nach aerodynamischen Gewinnen innerhalb des aktuellen Pakets.

Ein hartnäckiger Mangel an Grip an der Vorderachse zieht sich bereits seit dem vorherigen technischen Zyklus hin und stellt eines der Kernprobleme dar, an denen die Ingenieure in Grove arbeiten. Albon hatte bereits vor dem Wochenende angedeutet, dass Experimente auf dem Programm standen.

„Was wir gelernt haben, reichte aus, um das Experiment zu validieren.“

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Williams suchte bewusst nach extremeren Setups

„Es sah positiv aus, und gleichzeitig dachten wir, dass es möglicherweise seit China etwas am Heck des Autos gab.“

„Und als wir das Getriebe wechselten, schien das das Problem zu lösen“, so Albon.

Als sich herausstellte, dass Punkte in Suzuka außer Reichweite waren, schaltete das Team in den Testmodus um. Nach Runde 45 holte Williams Albon für weiche Reifen und einen angepassten Frontflügel-Winkel an die Box. Nach nur einer Runde wurde er erneut reingerufen, um eine weitere Anpassung von 4,5 Klicks vorzunehmen.

Derselbe Vorgang wiederholte sich noch drei Male, wobei der Flügelwinkel jedes Mal neu justiert wurde, teils um mehr als vier Klicks. Beim fünften und letzten Stopp wurden zudem die Reifen gegen einen Satz Mediums gewechselt.

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Das Ausmaß dieser Anpassungen ist beträchtlich und macht deutlich, dass Williams bewusst extremere Setups suchte, um ein möglichst breites aerodynamisches Bild zu erstellen.

Das Auto ist mit Sensoren bestückt, die den Druck über die aerodynamischen Oberflächen messen, womit die Ingenieure den Abtrieb berechnen und das Fahrverhalten analysieren können.

Flügelanpassungen haben nämlich einen Ketteneffekt auf den Luftstrom in Richtung des Fahrzeughecks. Die gesammelten Daten sind nützlich während der erzwungenen einmonatigen Pause, die durch den Wegfall der Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien entstanden ist.

In diesem Zeitraum können die Ingenieure alles, was die ersten drei Rennen ergeben haben, gründlich analysieren und mit den Simulationen vergleichen. Für Williams ist jede brauchbare Korrelation zwischen Strecke und Simulator wertvoll, um die Entwicklung in Richtung Miami und die darauf folgenden Rennen präziser steuern zu können.

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