Formel 1 Abrechnung mit Max Verstappen: Ex-F1-Pilot kritisiert Ego-Einstellung des Weltmeisters MEXICO CITY, MEXICO - NOVEMBER 01: Max Verstappen of the Netherlands and Oracle Red Bull Racing looks on in the garage prior to the F1 Grand Prix of Mexico at Autodromo Hermanos Rodriguez on November 01, 2026 in Mexico City, Mexico. (Photo by Mark Thompson/Getty Images) // Getty Images / Red Bull Content Pool // SI202611010434 // Usage for editorial use only // Von A. Schenk Heute um 09:07 F1-News Formel 1 Johnny Herbert Max Verstappen Red Bull Kritik an Max Verstappen: Aussagen über Liam Lawson sorgen für Unmut Liam Lawson fuhr am Sonntag in Mexiko aus der Boxengasse noch in die Punkte. Dennoch drehten sich die Schlagzeilen nach dem Rennen kaum um diese Aufholjagd, da vor allem die Wortwahl von Max Verstappen im Mittelpunkt stand. Diese Aussagen sind inzwischen auch bei Johnny Herbert angekommen, und der ehemalige Formel 1-Pilot findet deutliche Worte der Kritik. Im Stadionsektor des Autódromo Hermanos Rodríguez setzte sich Verstappen während des zweiten Freien Trainings innen neben Lawson, der seine Position jedoch nicht kampflos aufgab. Die beiden berührten sich, und die Session wurde mit der roten Flagge unterbrochen, um die Trümmerteile zu beseitigen. Verstappen trug Schäden am Unterboden seines Autos davon, während Lawson mit einem lädierten Frontflügel weiterfahren musste. „Er ist mir buchstäblich einfach reingefahren“, so Lawson über den Teamfunk. Die Stewards wollten ein Exempel statuieren und belegten beide Fahrer mit einer Grid-Strafe von einem Platz sowie einem Strafpunkt auf ihrer Superlizenz. Doch Verstappen beließ es nicht dabei. Er war der Meinung, dass der Neuseeländer klüger hätte agieren müssen, gerade weil dessen Zukunft bei Racing Bulls nach wie vor nicht gesichert ist. „Vielleicht war es nicht besonders schlau, was er da versucht hat. An seiner Stelle würde ich etwas cleverer handeln. Erst recht, wenn man um sein Cockpit kämpft“, so Verstappen. Lies auch: Paukenschlag bei Ferrari: Scuderia bestätigt Ausfall von Charles Leclerc Herbert muss seinen Senf dazugeben Genau diese Bemerkung über das Cockpit von Lawson stieß Herbert sauer auf. „Max ist mit diesen Drohungen in Richtung Liam Lawson völlig zu weit gegangen. Das war die ‚Jekyll-und-Hyde‘-Seite von Max. Aber muss man darüber überrascht sein? Das ist genau die Art von Dingen, die Max tut. Und das Schlimmste an diesem Vorfall war, dass er im Freien Training passierte“, erklärte Herbert gegenüber Vision4Sport. Artikel geht weiter unter dem Bild. Das Kuriose ist, dass Verstappen zwei Tage später das Rennen einfach gewann. Von Startplatz fünf aus holte er in Mexiko seinen insgesamt sechsten Sieg, während er Lewis Hamilton in der Schlussphase mit weniger als einer Sekunde Vorsprung auf Distanz hielt. Herbert sieht an diesem Wochenende beide Seiten des Niederländers. „Es war lächerlich. Und dann hast du gleichzeitig auch noch diese Drohungen. Aber dann sieht man die andere Seite von Max und seinen verblüffenden Fahrstil, mit dem er das Rennen gewonnen hat. Das ist es, was wir immer bei ihm gesehen haben“, so der Brite. „Geh aus dem Weg, das ist meine Runde“ Was Herbert vielleicht am meisten stört, ist die Andeutung, dass Verstappen ein Mitspracherecht bei der Zukunft von Lawson hätte. Racing Bulls hat das Line-up für 2027 noch nicht bekannt gegeben, und im Paddock fällt regelmäßig der Name Nikola Tsolov. Dieser Red Bull-Junior saß in Mexiko während des ersten Trainings ausgerechnet im Auto von Lawson. Laut Herbert sollte sich ein Kollege da schlichtweg heraushalten. „Absolut. Es sollte nicht an einem Fahrerkollegen liegen, über das Schicksal eines anderen zu entscheiden“, so Herbert. Er sieht in Verstappens Verhalten vor allem eine Form von Hochmut. „Wenn es eine Rennsituation gewesen wäre, wäre es vielleicht etwas anderes. Aber nicht in diesem verdammten Freien Training. Aber das ist vielleicht diese Arroganz von Max. Es dreht sich alles darum: ‚Ich komme hier an. Ich bin es. Es ist mein Schwesterauto. Geh aus dem Weg, denn das ist meine Runde.‘ Aber so läuft das nicht“, so Herbert. Laut dem Ex-Piloten legte Verstappen danach ebenso schnell wieder den Schalter um. „Ich finde es unangebracht. Es kam bei mir, und auch bei meiner Frau, die zusah, wie eine Drohung rüber. So arbeitet man im Rennsport nicht. Es war völlig unangemessen, aber dann sieht man, wie dieser Schalter umgelegt wird und er sich wieder in den lieben Max verwandelt, den wir alle kennen. „Aber er hat sich völlig daneben benommen, besonders gegenüber Lawson, der um seine Karriere kämpft und es verdammt gut macht“, so Herbert. Nach dem Qualifying wurde er aus der Wertung gestrichen, da Lawsons Bolide nicht den Anforderungen für den Einsatz der elektrischen Energie entsprach, wodurch er letztlich aus der Boxengasse starten musste. Dennoch kämpfte er sich im Rennen zurück in die Punkte. Herbert sieht in dem Neuseeländer, der in dieser Saison den Großteil der Punkte für Racing Bulls eingefahren hat, einen Fahrer, der deutlich gereift ist. „Er war sehr stark. Er ist in den letzten Saisons definitiv gewachsen. Hoffentlich ist dies gerade eine Erfahrung, von der er profitieren wird. Ich denke, er ist letztendlich wahrscheinlich sehr, sehr gut damit umgegangen“, so Herbert. Lies auch: Charles Leclerc teilt nach hitzigem Vorfall mit Hamilton ordentlich aus Lies auch: Kimi Antonelli lehnt F1-Startnummer 1 ab Teile den Artikel Wo möchten Sie teilen? 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