Formel 1 Vasseur kritisiert Hamilton und Leclerc nach Mexiko: „Sie haben den Respekt vor ihren Mitarbeitern vermissen lassen“ Von A. Schenk 3. November 2026 Charles Leclerc F1-News Ferrari Formel 1 Frédéric Vasseur Lewis Hamilton Max Verstappen Ferrari-Teamchef Frédéric Vasseur übt bei Canal+ deutliche Kritik am Verhalten von Charles Leclerc und Lewis Hamilton in Mexiko. Seiner Meinung nach schenkten die beiden Piloten Max Verstappen einen möglichen Sieg, da sie mehr auf ihre eigenen Interessen als auf die des Teams fixiert waren. Jetzt, wo Ferrari endlich wieder ein Auto hat, mit dem man um Siege kämpfen kann, sorgten die Fahrer selbst dafür, dass es schiefging. Das Duell zwischen Charles Leclerc und Hamilton in Kurve vier kostete das Team aus Maranello den dritten Saisonsieg und öffnete gleichzeitig die Tür für den 74. Karrieresieg von Verstappen. Vasseur verbarg seinen Unmut nach dem zweiten Platz des siebenfachen Weltmeisters nicht. „Das ist nicht das Ergebnis, das wir erwartet haben, erst recht nicht, nachdem wir nach der ersten Kurve auf den Plätzen eins und zwei lagen“, sagte der Franzose gegenüber Canal+. „In Mexiko-Stadt kann ich mich an kein Überholmanöver erinnern, das den Sieg wert war, weshalb es mir schwerfällt zu akzeptieren, dass wir das Rennen als Zweiter und Vierter beendet haben“, fuhr Vasseur fort. Lies auch: Paukenschlag bei Ferrari: Scuderia bestätigt Ausfall von Charles Leclerc Vasseur hielt sich nach dem Rennen nicht zurück Seiner Meinung nach befand sich das Team nach der ersten Kurve in einer idealen Position, um den Sieg einzufahren. „Ich denke, es ist ein Mangel an Respekt gegenüber der Marke und all den Menschen, die hier arbeiten, wenn man bedenkt, welche Anstrengungen wir unternehmen“, sagte der Teamchef. „Wir haben bei der Performance einen echten Schritt nach vorne gemacht, daher ist es schwer zu akzeptieren, dass wir einen Sieg auf diese Weise wegwerfen“, fügte er hinzu. Artikel geht unter dem Bild weiter. Danach holte Fred Vasseur zum Rundumschlag gegen seine Fahrer aus, obwohl viele Kritiker in dem Zwischenfall vor allem eine mangelnde Führung seitens des Teams sehen. „Ich habe noch nicht mit ihnen gesprochen und wir werden Zeit haben, uns persönlich zu sehen, aber im Moment bin ich wirklich wütend“, sagte er. „Ich mache niemandem im Speziellen einen Vorwurf, aber ich denke, dass uns die Situation entgleitet“, so Vasseur. „Wir dürfen nicht vergessen, dass wir eine Marke und Sponsoren repräsentieren, während zweitausend Menschen hinter uns stehen, für die die Fahrer fahren sollten, anstatt für sich selbst“, fügte er hinzu. Kritiker werfen Vasseur vor, erst einzugreifen, nachdem das Kind bereits in den Brunnen gefallen ist. „Morgen können wir alles aussprechen, danach geht es direkt nach Brasilien. Das ist das Beste, was uns passieren konnte, da wir in Interlagos sofort wieder auf die Strecke gehen können“, sagte der Franzose. Klare Absprachen werden unvermeidlich Der Vorfall zeigte laut der spanischsprachigen Ausgabe von Motorsport.com, dass Vasseur das Team nicht vollständig unter Kontrolle hat. Die Fahrer achteten mehr auf ihre eigenen Interessen als auf die des Teams, wodurch der Eindruck entstand, dass vor dem Rennen keine klaren Absprachen getroffen worden waren. Leclerc griff seinen Teamkollegen an, während sich Lewis Hamilton in Kurve vier mit Händen und Füßen verteidigte, was es dem Red Bull von Verstappen ermöglichte, zuzuschlagen. Damit wurde deutlich, dass Ferrari keine klaren Regeln dafür hatte, wie die beiden Piloten gegeneinander kämpfen dürfen. Das Team aus Maranello zeigt damit Risse, die nicht zu einem reifen Top-Team passen. Das Auto wird immer besser, aber um zu gewinnen, ist ein geschlossenes Team nötig, während die Rivalität zwischen beiden Fahrern das Team in der Schlussphase der Saison eher spaltet. Am kommenden Wochenende steht der Grand Prix von Brasilien auf dem Programm. Ferrari muss zeigen, dass die Lehren aus Mexiko gezogen wurden. Klare Absprachen zwischen Hamilton und Leclerc scheinen dabei unvermeidlich, wenn die Fahrer das starke Auto in die Siege ummünzen wollen, die das Team so dringend benötigt. Lies auch: Abrechnung mit Max Verstappen: Ex-F1-Pilot kritisiert Ego-Einstellung des Weltmeisters Lies auch: Charles Leclerc teilt nach hitzigem Vorfall mit Hamilton ordentlich aus Teile den Artikel Wo möchten Sie teilen? Facebook LinkedIn Email Link kopieren Neueste Nachrichten Mehr Nachrichten lesen Formel 1 Paukenschlag bei Ferrari: Scuderia bestätigt Ausfall von Charles Leclerc Formel 1 Abrechnung mit Max Verstappen: Ex-F1-Pilot kritisiert Ego-Einstellung des Weltmeisters Formel 1 Charles Leclerc teilt nach hitzigem Vorfall mit Hamilton ordentlich aus Formel 1 Kimi Antonelli lehnt F1-Startnummer 1 ab Formel 1 Ex-Formel-1-Weltmeister vor dem Ruin: 66 Millionen Euro in Büffelfarm versenkt Formel 1 Sergio Perez lässt sich seinen berühmten Spitznamen markenrechtlich schützen