Formel 1 Sündenregister in der Übersicht: Die 5 F1-Piloten mit den meisten Strafpunkten vor dem GP von Kanada MELBOURNE, AUSTRALIA - MARCH 08: Fifth placed Lando Norris of Great Britain and McLaren Sixth placed Max Verstappen of the Netherlands and Oracle Red Bull Racing and Seventh placed Oliver Bearman of Great Britain and Haas F1 talk in parc ferme during the F1 Grand Prix of Australia at Albert Park Grand Prix Circuit on March 08, 2026 in Melbourne, Australia. (Photo by Mark Thompson/Getty Images) Von A. Schenk 19. Mai 2026 Andrea Kimi Antonelli F1-News Formel 1 Oliver Bearman Sperre droht: Formel-1-Pilot steht beim Kanada-GP vor entscheidendem Balanceakt Das Strafpunkte-System in der Formel 1 wurde 2014 eingeführt, um gegen gefährliches Fahrverhalten konsequenter vorzugehen. Die FIA wollte damit eine strengere Kontrolle über Piloten erlangen, die regelmäßig in Zwischenfälle und Kollisionen verwickelt waren. Anlass für das System war unter anderem die Kritik am Fahrstil von Fahrern wie Romain Grosjean und Pastor Maldonado um das Jahr 2010. Viele Teams und Fans vertraten damals die Ansicht, dass herkömmliche Zeitstrafen nicht ausreichten, um aggressives Fahren wirksam einzudämmen. Seit der Einführung werden Piloten bei schweren Vergehen an Rennwochenenden Strafpunkte auf ihrer Superlizenz gutgeschrieben. Diese Punkte bleiben zwölf Monate lang bestehen, bevor sie automatisch verfallen. Sammelt ein Fahrer innerhalb dieses Zeitraums zwölf Strafpunkte, folgt automatisch eine Sperre für ein Rennen. Der erste Formel 1-Pilot, der diese Grenze tatsächlich erreichte und deshalb einen Grand Prix auslassen musste, war Kevin Magnussen, der 2024 für das Rennen in Aserbaidschan gesperrt wurde. Artikel geht weiter unter dem Diagramm. Angesichts der laufenden Saison rückt das Strafpunkte-Konto wieder verstärkt in den Fokus, da sich einige Fahrer mittlerweile gefährlich nah an einer Sperre befinden. So führt Oliver Bearman die Liste derzeit mit zehn Strafpunkten an. Dem jungen Haas-Piloten fehlen damit nur noch zwei weitere Zähler bis zu einem automatischen Rennverbot. Bearman sammelte seine Punkte durch mehrere Vorfälle in verschiedenen Rennen, darunter gefährliche Verteidigungsmanöver, Vergehen unter Roten Flaggen und Kollisionen mit anderen Fahrern. Einen Teil seiner Punkte erhielt er nach einem Defensiv-Move in Abu Dhabi, hinzu kamen Strafpunkte für Vergehen während Rote-Flagge-Phasen in Monaco und Silverstone sowie Kollisionen mit Liam Lawson und Carlos Sainz. Für Bearman gibt es immerhin einen Lichtblick: Zwei seiner Strafpunkte verfallen am 23. Mai 2026, wodurch sein Konto von zehn auf acht Punkte sinken würde. Dennoch bleibt seine Situation kritisch, da ein einziges schweres Vergehen für eine Sperre ausreichen könnte. Mit einigem Abstand folgt Lance Stroll mit sechs Strafpunkten. Der Aston Martin-Pilot sammelte diese durch mehrere Zwischenfälle im vergangenen Jahr. Einen seiner Strafpunkte kassierte er nach einer Berührung mit Esteban Ocon während des Sprints in den USA, auch eine Kollision mit Charles Leclerc in Monaco brachte ihm zusätzliche Zähler ein. Auffallend ist, dass auch der WM-Führende Andrea Kimi Antonelli relativ weit oben auf der Liste steht. Der junge Mercedes-Pilot hat aktuell fünf Strafpunkte auf seinem Konto. Antonelli sammelte diese Punkte allesamt in seiner Debütsaison in der Formel 1. Dabei spielten unter anderem Zwischenfälle mit Charles Leclerc in Zandvoort und Max Verstappen in Österreich eine Rolle. Für den Italiener verfallen Ende Juni zwei Strafpunkte, wodurch sich seine Lage etwas entspannen dürfte. Dennoch verdeutlicht sein Kontostand, wie schwierig es für Rookies sein kann, auf dem höchsten Niveau des Motorsports fehlerfrei zu bleiben. Lewis Hamilton und Alex Albon teilen sich derzeit den vierten Platz mit jeweils drei Strafpunkten. Hamilton erhielt Punkte für eine Kollision mit Franco Colapinto in Brasilien sowie für unzureichendes Abbremsen unter Gelben Flaggen in den Niederlanden. Albon kassierte seine Strafpunkte nach Zwischenfällen mit Hamilton in Las Vegas und Colapinto in Baku. Obwohl drei Punkte nach wenig klingen, kann ein Fahrer bei mehreren Vorfällen schnell in die Gefahrenzone geraten. Lies auch: Lewis Hamilton zeigt nach Monaco-Sieg von Kimi Antonelli wahres Gesicht Besonders Bearman muss vorsichtig agieren Unterdessen bleibt das Strafpunkte-System ein ständiges Diskussionsthema in der Formel 1. Sowohl Teams als auch Fahrer beklagen regelmäßig die mangelnde Konstanz der Stewards bei der Strafzumessung. Einige Piloten werden für vergleichbare Vergehen scheinbar härter bestraft als ihre Kollegen, was immer wieder Debatten über die Fairness des Systems auslöst. Die FIA sieht das Strafpunkte-Konto jedoch weiterhin als wichtiges Instrument an, um gefährliches Fahrverhalten zu begrenzen. In einer Ära, in der die Rennen immer intensiver werden, will der Weltverband die Möglichkeit behalten, bei wiederholten Verstößen hart durchzugreifen. Vor allem Bearman wird in den kommenden Rennen extrem vorsichtig sein müssen. Ein einziger Fehler könnte dazu führen, dass er nach Magnussen der zweite Pilot wird, der aufgrund des Strafpunkte-Systems eine Sperre absitzen muss. Lies auch: Lewis Hamilton attackiert Superreiche: „Das sollte nicht erlaubt sein“ Lies auch: Red Bull will Vertrag von Max Verstappen anpassen Teile den Artikel Wo möchten Sie teilen? 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