Formel 1 Nullnummer, aber Bottas schwärmt: „Besser als Mercedes“ BAHRAIN, BAHRAIN - APRIL 10: Valtteri Bottas of Finland and Mercedes AMG Petronas F1 Team gives a thumbs up in the Paddock during previews ahead of the F1 Grand Prix of Bahrain at Bahrain International Circuit on April 10, 2025 in Bahrain, Bahrain. (Photo by Mark Sutton - Formula 1/Formula 1 via Getty Images) Von A. Schenk 18. Oktober 2026 Cadillac F1-News Formel 1 Valtteri Bottas Bottas zieht überraschenden Vergleich zwischen seinem neuen Team und seinem ehemaligen Weltmeister-Rennstall Valtteri Bottas zeigt sich beeindruckt von dem, was Cadillac in kürzester Zeit in Silverstone aufgebaut hat. Der Finne bezeichnet das neue Werk des US-amerikanischen Teams als das beste, das er in seiner langen Formel-1-Karriere gesehen hat – und das, obwohl er in dieser Zeit für Williams, Mercedes und Alfa Romeo im Einsatz war. Bemerkenswert ist, dass er dabei auch Mercedes nicht ausnimmt, jenen Rennstall, mit dem er zwischen 2017 und 2021 fünf Konstrukteurstitel gewann. Auf die Frage, ob die Anlagen von Cadillac jene seines ehemaligen Arbeitgebers übertreffen, musste der 37-jährige Pilot nicht lange überlegen. „Das denke ich schon“, so Bottas. Sportlich gesehen stellt sich die Lage deutlich weniger rosig dar. Nach dem Großen Preis von Singapur ist Cadillac noch immer das einzige Team ohne Zähler, wobei der 13. Platz von Bottas in China als bestes Saisonergebnis zu Buche steht. Teamkollege Sergio Pérez schien in Monaco kurzzeitig vor dem ersten Punktgewinn zu stehen, ging am Ende jedoch leer aus. Bottas selbst betont, dass er sich bewusst auf ein schwieriges Debütjahr eingestellt habe. „Ich wusste, dass es ein hartes Jahr werden würde. Es würde viel Kraft kosten, Probleme zu lösen, Fortschritte zu machen und in allen Bereichen in Schwung zu kommen“, erklärte er gegenüber der Financial Times. Lies auch: Paukenschlag bei Ferrari: Scuderia bestätigt Ausfall von Charles Leclerc Cadillac fing komplett bei null an Während Audi sich für die Übernahme von Sauber entschied, baute Cadillac ein komplett neues Team ohne bestehende Basis auf. Ein solcher Ansatz kostet Zeit, erst recht in einem Jahr mit völlig neuem technischen Reglement. Die US-Amerikaner gehen vorerst mit Ferrari-Motoren an den Start und kämpften in dieser Saison regelmäßig mit Überhitzung und anderen Zuverlässigkeitsproblemen. Erst 2028 soll die eigene Antriebseinheit einsatzbereit sein. Trotzdem erkennt Bottas an jedem Rennwochenende Fortschritte, auch wenn sich diese noch nicht in den Resultaten widerspiegeln. „Wir sehen definitiv an jedem Wochenende irgendwo Verbesserungen. Das lässt sich zwar noch nicht zwingend an den Ergebnissen ablesen, aber daran, wie wir als Team in verschiedenen Bereichen funktionieren“, sagte er bereits Anfang des Jahres beim Großen Preis von Spanien. Historisch gesehen benötigen neue Teams oft Jahre, um den Anschluss an das Mittelfeld zu finden. Laut Berichten aus dem Paddock erwägt Cadillac zudem, für 2027 sowohl Bottas als auch Pérez zu ersetzen. Damit stünde die Chance schlecht, dass der Finne selbst noch davon profitiert, wenn die harte Arbeit in Silverstone und Indianapolis Früchte trägt. Text geht weiter unter dem Bild. Vom Seriensieger ans Ende des Feldes Bei Mercedes war das Siegen für Bottas jahrelang eine Selbstverständlichkeit, insgesamt zehn Grand-Prix-Erfolge stehen in seiner Vita. Seitdem musste er seine Erwartungen deutlich nach unten korrigieren. In seinen letzten zwei Saisons bei Alfa Romeo und Sauber sammelte er lediglich zehn Punkte, woraufhin er 2025 als Ersatzfahrer zu Mercedes zurückkehrte. Nun droht sogar eine komplette Saison ohne einen einzigen Zähler. Dennoch lässt sich der Finne davon nicht entmutigen und konzentriert sich auf das, was er selbst beeinflussen kann – trotz der Ungewissheit über seine Zukunft im Team. „Das Wichtigste ist, dass ich versuche, das Beste aus mir herauszuholen und die beste Version meiner selbst zu sein“, so Bottas. Auch für seine Kollegen legt er die Messlatte hoch. „Dasselbe gilt für die Menschen um mich herum. Ich versuche sicherzustellen, dass sie ebenfalls das Beste aus sich herausholen und alles geben, was in ihnen steckt. Letztendlich ist das alles, was wir tun können“, sagte der ehemalige Mercedes-Pilot über seine Rolle innerhalb des jungen Teams. Lies auch: Abrechnung mit Max Verstappen: Ex-F1-Pilot kritisiert Ego-Einstellung des Weltmeisters Lies auch: Charles Leclerc teilt nach hitzigem Vorfall mit Hamilton ordentlich aus Teile den Artikel Wo möchten Sie teilen? 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