Formel 1

Mercedes reagiert auf Verstappen-Ausfall: „Haben mit Max gesprochen“

Mercedes reagiert auf Verstappen-Ausfall: „Haben mit Max gesprochen“
Max Verstappen seen during the 24H Nürburgring in Nürburg, Germany on May 16, 2026. // Joerg Mitter / Red Bull Content Pool // SI202605160742 // Usage for editorial use only //

Mercedes repariert beschädigten Verstappen-Wagen: Letzter Einsatz in der Schlussphase der 24h am Nürburgring geplant

Das hat Stefan Wendl, Leiter des Mercedes-AMG-Kundensportprogramms, bestätigt.

Der Mercedes mit der Startnummer 3 verlor wertvolle Zeit, nachdem Pilot Dani Juncadella während seines Stints ungewöhnliche Geräusche und Vibrationen bemerkte und gezwungen war, in langsamer Fahrt die Box anzusteuern.

Das Team ging zunächst von einem Defekt an der Elektrik aus.

„Direkt nach dem Boxenstopp, beim Wechsel von Max auf Dani, bekamen wir einen ABS-Alarm“, so Wendl.

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Seltsame Geräusche

„Deshalb dachten wir im ersten Moment an einen elektrischen Defekt. Wir haben versucht, das System zu resetten, und Dani gab in seiner ersten Runde die Rückmeldung, dass er eigentlich gut damit zurechtkomme. Aber dann kamen zusätzliche Geräusche und Vibrationen hinzu, sodass er nach zwei Runden doch langsam an die Box zurückkehren musste.“

In der Garage stellte sich heraus, dass der Schaden größer war als befürchtet. Es wurde eine beschädigte Antriebswelle diagnostiziert, die auch Folgeschäden an anderen Komponenten wie dem Getriebe verursacht hat. „Es ist also eine längere Reparatur nötig, um das Auto wieder fahrbereit zu machen“, erklärte Wendl.

Das Auto von Verstappen, Jules Gounon, Juncadella und Lucas Auer lag lange Zeit auf Siegkurs und lieferte sich einen permanenten Schlagabtausch mit dem Ravenol-Mercedes mit der Nummer 80. Das macht den Rückschlag für das Team besonders bitter.

Dennoch entschied sich Mercedes bewusst für eine Reparatur des Fahrzeugs. „Wir haben mit Max gesprochen, wir haben mit den anderen Fahrern gesprochen und natürlich sind alle extrem enttäuscht, vor allem weil sie so lange mit der Nummer 80 um die Führung gekämpft haben.

„Aber wir haben beschlossen, das Auto zu reparieren, damit wir in der Schlussphase des Rennens noch einmal rausfahren können, um es den Fans zu zeigen“, sagte Wendl.

Das Ziel ist somit nicht mehr der Sieg, sondern eine Ehrenrunde für das Publikum an der Nordschleife.

Verstappen auf Kurs Richtung Sieg

Verstappen hatte kurz vor den Problemen noch betont, wie zufrieden er mit seinen Stints am Morgen war. „Es war gut. Wir haben wieder Tageslicht. Ich versuche vorsichtig zu agieren und gleichzeitig ein ordentliches Tempo zu halten. Es fühlte sich gut an, das Auto funktioniert bestens“, so Verstappen.

Er fügte hinzu, dass er und das Team sich bis zu diesem Zeitpunkt „kein besseres Rennen hätten wünschen können“.

Der Defekt an der Hinterachse trifft damit einen Wagen, der mit größter Sorgfalt vorbereitet wurde. Die Motoren des Mercedes mit der Nummer 3 wurden nämlich von HWA vorbereitet, jenem Unternehmen, das jahrelang die Werkseinsätze von Mercedes-AMG in der GT3-Klasse betreute. Das ist bemerkenswert, da HWA seit Ende 2025 offiziell nicht mehr für diese GT3-Aktivitäten zuständig ist.

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