Formel 1

Max Verstappen in Gesprächen mit McLaren über Red Bull-Abschied: Wechsel könnte sogar noch früher erfolgen

Max Verstappen in Gesprächen mit McLaren über Red Bull-Abschied: Wechsel könnte sogar noch früher erfolgen

Bericht aus England: Verstappen und McLaren führen Gespräche über Sensations-Transfer

Laut einem Bericht der britischen Zeitung Daily Mail prüft Max Verstappen vorsichtig seine Möglichkeiten für einen Wechsel zu McLaren. Die Gespräche befinden sich zwar noch in einem frühen Stadium, doch allein die Tatsache, dass beide Parteien miteinander kommunizieren sollen, verdeutlicht, wie stark sich das Machtgefüge in der Formel 1 verschoben hat.

Während Red Bull vor einigen Jahren noch unantastbar schien, ist das Team mittlerweile ins Mittelfeld zurückgefallen, was die Ungewissheit über die Zukunft des viermaligen Weltmeisters befeuert.

Dem Bericht zufolge wird über eine mögliche Zusammenarbeit spekuliert, bei der Verstappen Teamkollege von Lando Norris werden könnte. Dies würde eines der stärksten Fahrerduos der letzten Jahrzehnte ergeben.

Als Teil eines potenziellen Deals könnte im Gegenzug Oscar Piastri zu Red Bull wechseln. Von einer konkreten Vereinbarung ist jedoch noch nicht die Rede, und beide Teams haben die Berichte bislang nicht bestätigt.

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Verstappen soll Team mit Norris bilden

Offiziell steht Verstappen bei Red Bull noch bis Ende 2028 unter Vertrag, doch es wird bereits seit geraumer Zeit über Klauseln in seinem Kontrakt spekuliert, die es ihm ermöglichen könnten, unter bestimmten Umständen vorzeitig auszusteigen.

Die enttäuschende Performance von Red Bull ist dabei ein entscheidender Faktor: Nach sieben Rennwochenenden der Saison 2026 belegt Verstappen lediglich den siebten Platz in der Weltmeisterschaft.

Sein Rückstand auf Mercedes-Pilot Kimi Antonelli beträgt bereits 101 Punkte, womit ein weiterer WM-Titel in weite Ferne gerückt ist. Für Red Bull ist dies eine schmerzhafte Entwicklung.

Das Team dominierte zwischen 2021 und 2024 die Formel 1, und Verstappen sicherte sich in dieser Ära vier Weltmeistertitel. Seit der Einführung des neuen technischen Reglements ist die Konkurrenz jedoch herangekommen, und Red Bull hat Mühe, erneut ein Siegerauto zu konstruieren.

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McLaren gilt derweil als eines der stärksten Teams im Grid. Der britische Rennstall hat in den letzten Jahren technisch wie organisatorisch enorme Fortschritte gemacht.

Quellen aus dem Umfeld des Teams zufolge soll McLaren bereits früher Interesse an Verstappen bekundet haben, doch dieser war zu jenem Zeitpunkt schlichtweg nicht verfügbar. Eine Quelle erklärte gegenüber der Daily Mail, dass McLaren von der Idee einer Zusammenarbeit begeistert sei.

„Wenn es zustande kommt, könnte es 2028 sein, aber es könnte sogar noch früher passieren.“

Eine auffällige Entwicklung ist die Verpflichtung von Gianpiero Lambiase durch McLaren. Der erfahrene Renningenieur arbeitete jahrelang mit Verstappen bei Red Bull zusammen und bildete eine der erfolgreichsten Allianzen der modernen Formel 1.

Ihre Kommunikation über den Boxenfunk wurde zu einem Markenzeichen der Rennen. Lambiase hat Red Bull Anfang des Jahres verlassen und befindet sich derzeit in der üblichen Sperrfrist (Gardening Leave), bevor er spätestens 2028 seinen Dienst bei McLaren antritt.

Sein Wechsel befeuert naturgemäß die Spekulationen über eine mögliche Wiedervereinigung mit Verstappen. Auch an anderer Stelle hat sich die Situation für Verstappen verändert: Im vergangenen Jahr schied bereits Dr. Helmut Marko bei Red Bull aus.

Der Österreicher spielte jahrelang eine entscheidende Rolle in Verstappens Karriere und galt als einer seiner wichtigsten Vertrauensmänner innerhalb des Teams.

Da sowohl Marko als auch Lambiase nicht mehr für Red Bull tätig sind, hat sich das Umfeld, in dem Verstappen jahrelang arbeitete, grundlegend gewandelt. Dennoch bleibt ein Abschied alles andere als ein Selbstläufer.

Verstappen hat in der Vergangenheit mehrfach seine Loyalität gegenüber Red Bull betont. Das Team gab ihm in jungen Jahren die Chance in der Formel 1 und führte ihn zu vier WM-Titeln. Diese Bindung war bei seinen Zukunftsentscheidungen stets ein gewichtiger Faktor.

Zudem stellt sich die Frage, wie viele Jahre Verstappen überhaupt noch in der Formel 1 aktiv bleiben möchte. Der Niederländer ließ in den letzten Saisons mehrfach durchblicken, dass er die Richtung, in die sich der Sport entwickelt, kritisch sieht.

Vor allem das Motorenreglement für 2026 stieß bei ihm auf wenig Begeisterung. Verstappen verglich den stark gestiegenen Anteil der elektrischen Leistung früher sogar mit dem Fahren in einem Mario Kart.

Ein weiteres oft genanntes Ziel schien lange Zeit Mercedes zu sein, doch diese Option wirkt mittlerweile weniger wahrscheinlich. George Russell erklärte im Vorfeld des Großen Preises von Österreich, dass er auch 2027 für Mercedes an den Start gehen wird.

„Ich fahre nächstes Jahr hier. Ich möchte nicht zu sehr ins Detail gehen, aber ich werde 2027 bei Mercedes sein, das ist ein Fakt.“

Damit scheint ein freier Platz neben Antonelli vorerst unwahrscheinlicher, als bisher angenommen wurde.

Was passiert mit Piastri?

Für McLaren wäre die Verpflichtung von Verstappen ein gewaltiger sportlicher Coup. Eine Paarung aus Verstappen und Norris würde auf dem Papier über Speed, Erfahrung und Rennintelligenz auf höchstem Niveau verfügen.

Im Gegenzug müsste sich McLaren dafür aber wahrscheinlich von Oscar Piastri trennen. Der Australier gilt als eines der größten Talente seiner Generation und hat sich in den letzten Jahren zu einer festen Größe an der Spitze der Formel 1 entwickelt.

Vorerst bleibt es bei Spekulationen und Sondierungsgesprächen. Solange keine der beteiligten Parteien eine offizielle Erklärung abgibt, bleibt unklar, ob die Verhandlungen tatsächlich in einem Transfer münden.

Dass die Gerüchte überhaupt ernst genommen werden, zeigt jedoch, wie schnell sich die Kräfteverhältnisse in der Formel 1 verschieben können. Ein Wechsel zu McLaren schien vor kurzem noch undenkbar – heute gehört er laut britischen Medienberichten zumindest zu den Möglichkeiten.

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