Formel 1 Lawson hatte recht: Racing Bulls hätte ihm keinen Platzwechsel mit Verstappen befehlen dürfen SHANGHAI, CHINA - MARCH 22: Twentieth placed qualifier Liam Lawson of New Zealand and Oracle Red Bull Racing is interviewed during qualifying ahead of the F1 Grand Prix of China at Shanghai International Circuit on March 22, 2025 in Shanghai, China. (Photo by Mark Sutton - Formula 1/Formula 1 via Getty Images) Von A. Schenk 6. Mai 2026 F1-News Formel 1 Liam Lawson Bittere Pille für Liam Lawson: Neuseeländer musste Position an Max Verstappen zu Unrecht zurückgeben Liam Lawson gab in der zweiten Runde des Großen Preises von Miami seine Position auf Anweisung seines Teams an Max Verstappen zurück. Dies tat er sichtlich gegen seinen Willen. Doch die Frage, die im Paddock seither die Runde macht, ist, ob Racing Bulls diesen Befehl überhaupt hätte geben dürfen. Der Vorfall nahm in der ersten Runde seinen Lauf. Verstappen drehte seinen Red Bull und fiel hinter Lawson zurück. In der zweiten Runde versuchte er, seinen ehemaligen Schwesterteam-Kollegen in Kurve 11 durch einen Angriff auf der Innenseite zu überholen. Das Problem war, dass er zu keinem Zeitpunkt weit genug neben Lawson fuhr, um ein Anrecht auf diesen Platz zu haben. Dennoch drückte er Lawson weit, sodass beide von der Strecke abkamen. Lawson kehrte vor Verstappen auf die Piste zurück. Über den Boxenfunk machte Lawson seinem Unmut Luft. „Ich weiß nicht, was Max da gemacht hat.“ Lies auch: Mark Webber ist überzeugt: TV-Zuschauer schalten wegen Max Verstappen ein Lawson hatte seine Position völlig rechtmäßig behauptet Kurz darauf reagierte sein Renningenieur Alexandre Iliopoulos. Nicht mit einer Analyse der Situation, sondern mit einer direkten Anweisung. „Liam, wir müssen die Position an Max zurückgeben. So schnell wie möglich. Albon liegt 1.3 hinter dir.“ Lawson gehorchte, drückte aber sein Unverständnis aus. „Er ist mir in die Seite gefahren. Ich verstehe das nicht.“ Er bremste am nächsten Messpunkt ab und ließ Verstappen passieren. Wenn ein Fahrer auf der Innenseite angreift, muss seine Vorderachse vor und am Scheitelpunkt mindestens auf der Höhe des Spiegels des anderen Autos sein. Artikel geht weiter unter dem Bild. Zudem muss das Manöver ab dem Kurveneingang voll unter Kontrolle sein. Die Onboard-Aufnahmen von Verstappen zeigten, dass keine der beiden Bedingungen erfüllt war. Lawson hatte seine Position völlig rechtmäßig behauptet. Die Entscheidung, ihn dennoch zurückfallen zu lassen, lag bei Racing Bulls. Die Teams können selbst entscheiden, ob sie eine Position zurückgeben, doch diese Freiheit impliziert auch die Verantwortung für die Richtigkeit dieser Entscheidung. In diesem Fall scheint Racing Bulls eine falsche Schlussfolgerung gezogen und diese zudem mit großem Nachdruck durchgesetzt zu haben. Dieser Kontrast wird noch deutlicher, wenn man die Situation mit einem ähnlichen Vorfall am Vortag im Sprint vergleicht. Dort stach Verstappen ebenfalls in derselben Kurve innen hinein und drängte Hamilton weit ab. In jenem Fall riet ihm sein Renningenieur Gianpiero Lambiase lediglich dazu, die Position in Ruhe an Hamilton zurückzugeben. Ein Vorschlag, kein Befehl. Verstappen behielt seine Position zunächst bei, während Lambiase ihn schlicht auf die möglichen Konsequenzen hinwies. Der Unterschied im Vorgehen ist markant. Lawson erhielt eine strikte Anweisung. Verstappen eine weiche Empfehlung. Und im Fall von Lawson war sein Anspruch auf die Position regelseitig stärker als der von Verstappen. Dies wirft eine umfassendere Frage auf. Ist Racing Bulls ein echtes unabhängiges Team oder agiert es als verlängerter Arm von Red Bull Racing, wenn es gerade passt? Es ist nicht das erste Mal, dass diese Frage gestellt wird. Schon zuvor griff Racing Bulls auf eine Weise ein, die Red Bull zu begünstigen schien. Ob dies bewusste Teamstrategie, eine Fehlbeurteilung des Reglements oder etwas dazwischen ist, lässt sich schwer beweisen. Fest steht jedoch, dass Lawson seine Position in einem Moment verlor, in dem er sie verdient hatte. Verstappen bezeichnete ihn über Funk als Idiot. Diese Qualifizierung lag weit daneben. Lies auch: Porsches in Russland wollen plötzlich nicht mehr anspringen Lies auch: Max Verstappen sagt Nürburgring-Event ab: Bittere Nachricht für die Fans Teile den Artikel Wo möchten Sie teilen? Facebook LinkedIn Email Link kopieren Neueste Nachrichten Mehr Nachrichten lesen Formel 1 Mark Webber ist überzeugt: TV-Zuschauer schalten wegen Max Verstappen ein Formel 1 Porsches in Russland wollen plötzlich nicht mehr anspringen Formel 1 Max Verstappen sagt Nürburgring-Event ab: Bittere Nachricht für die Fans Formel 1 Max Verstappen spricht deutliche Warnung vor Nürburgring-Debüt aus: „Darum bin ich hier“ Formel 1 Harley-Davidson kündigt Einsteiger-Modell Sprint für 2027 an: US-Kultmarke plant Bike für unter 8.500 Euro Formel 1 F1-Pilot mit brisanter Prognose über Max Verstappen: „Er macht alle fertig“
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