Formel 1

Kimi Antonelli könnte Max Verstappen und Sebastian Vettel mit historischem F1-Titel überflügeln

Kimi Antonelli könnte Max Verstappen und Sebastian Vettel mit historischem F1-Titel überflügeln
MONZA, ITALY - SEPTEMBER 06: Race winner Andrea Kimi Antonelli of Italy and Mercedes AMG Petronas F1 Team celebrates on the podium with his national flag during the F1 Grand Prix of Italy at Autodromo Nazionale Monza on September 06, 2026 in Monza, Italy. (Photo by Clive Rose/Getty Images)

Ein Titel würde Kimi Antonelli zum jüngsten Weltmeister der Geschichte und zum ersten italienischen Champion seit Alberto Ascari machen.

Sollte Andrea Kimi Antonelli im weiteren Verlauf dieses Monats beim Grand Prix der USA Weltmeister werden, würde er den Rekord von Sebastian Vettel als jüngster Champion in der Geschichte der Formel 1 unterbieten.

Zudem würde er eine 73-jährige italienische Durststrecke beenden. Beide Bestmarken würde er in seiner erst zweiten Saison und im Alter von nur zwanzig Jahren knacken. Der Italiener führt die Meisterschaft aktuell mit 340 Punkten an.

Teamkollege George Russell folgt mit 238 Zählern, während Ferrari-Pilot Lewis Hamilton bei 229 Punkten steht. Rein rechnerisch ist der Titelkampf zwar noch offen, doch Antonelli kann die Trophäe auf dem Circuit of the Americas bereits vorzeitig perfekt machen, wenn alles zu seinen Gunsten läuft.

Dafür müsste er gewinnen, während Russell nicht über Rang neun und Hamilton nicht über den fünften Platz hinauskommen dürfte. Da Russell seine Grid-Strafe wegen einer neuen Power Unit voraussichtlich nicht in Austin, sondern erst in Las Vegas absitzen wird, ist es zwar möglich, aber wenig wahrscheinlich, dass er so weit zurückfällt.

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Rein rechnerisch ist der Titelkampf noch offen

Am Rennsonntag in Austin wird Antonelli zwanzig Jahre und 61 Tage alt sein. Damit würde er den Rekord von Vettel um mehr als drei Jahre verbessern. Der Deutsche sicherte sich seinen ersten Titel im Jahr 2010 in Abu Dhabi im Alter von 23 Jahren und 134 Tagen.

Antonelli wäre zudem der erste Weltmeister, der nach dem Jahr 2000 geboren wurde, da der amtierende Champion Lando Norris dem Jahrgang 1999 entstammt.

Gleichzeitig wäre er der erste italienische Weltmeister seit Ascari, der vor 73 Jahren den Titel holte. Er würde damit zum erst dritten Italiener mit einem WM-Titel aufsteigen, nach Nino Farina im Jahr 1950 und Ascari in den Jahren 1952 und 1953.

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Darüber hinaus wäre er der erste italienische Champion, der nicht für ein italienisches Team an den Start geht. Ein Sieg in Austin würde sein Konto auf insgesamt neun Grand-Prix-Erfolge schrauben – vier weniger als die italienische Bestmarke von Ascari.

Ein Titelgewinn in der zweiten Saison ist im Übrigen nicht beispiellos: Hamilton gelang dies 2008 und Jacques Villeneuve im Jahr 1997. Farina gewann den Titel sogar in seiner Debütsaison, wenngleich dies im Jahr 1950 auch die allererste Weltmeisterschaft überhaupt war.

Antonelli sammelte in diesem Jahr bereits mehrere Rekorde. In China avancierte er zum jüngsten Piloten aller Zeiten auf der Pole-Position, womit er bereits damals eine Bestmarke von Vettel übernahm.

Beim Grand Prix von Japan wurde er mit 19 Jahren und 216 Tagen zum jüngsten WM-Spitzenreiter der Geschichte. Mit seinem Sieg in Monza wurde er zudem der erste Italiener seit sechzig Jahren, der dort triumphieren konnte. Vettel zeigt sich trotz des drohenden Verlusts seines Rekords begeistert.

„Ich würde mich sehr für ihn freuen. Er hat ein unglaubliches Jahr hinter sich und es gibt das alte Sprichwort, dass Rekorde dazu da sind, gebrochen zu werden.“

Als Zuschauer ist der Sport sehr spannend

„Er hat noch viele Jahre vor sich, um das zu erreichen. Ich liebe den Sport, daher ist es als Zuschauer sehr spannend“, sagte Vettel.

„Ich würde mir wünschen, dass die anderen zurückschlagen und wieder mehr mitmischen, aber ich bin da ein Stück weit unabhängig und freue mich für sie.“

„Ich weiß, wie viel Arbeit dahintersteckt, um das zu erreichen. Wer auch immer gewinnt, hat es verdient“, so Vettel abschließend.

Ein Titel in Austin würde für Mercedes zudem den ersten Fahrertitel seit 2020 bedeuten. Auch in der Konstrukteurswertung steht das Team gut da, wenngleich der jüngste Aufwärtstrend von Red Bull gezeigt hat, dass die Konkurrenz näherkommt. Für Antonelli kommt es nun vor allem darauf an, in Austin das zu tun, was er den Großteil der Saison über getan hat: gewinnen.

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