Formel 1 Kart-Wunderkind Emily (5) weltweit gesperrt: Verband entzieht Lizenz Von A. Schenk 14. Oktober 2026 F1-News Formel 1 Einjährige Weltsperre für fünfjähriges Schweizer Kart-Wunderkind Emily Der Schweizer Motorsportverband hat ihre Lizenz bis Ende 2027 entzogen, woraufhin ihr Vater dem Verband Lügen vorwirft. Die Disziplinarkommission schreibt selbst, dass Emily das Reglement noch gar nicht verstehen kann, und suspendiert die Fünfjährige dennoch weltweit bis Ende 2027. Emily aus dem Schweizer Kanton Luzern sitzt seit ihrem dritten Geburtstag im Kart und wird auf Insta derzeit von rund 288.000 Menschen verfolgt. Der Schweizer Motorsportverband hat nun ihre Lizenz entzogen, wie die Zeitung 20 Minuten berichtet. Hinzu kommen eine Geldstrafe von zweitausend Franken sowie fünfzehnhundert Franken an Verfahrenskosten. Ihr Vater Markus Brun wirft dem Verband Lügen vor. Anlass ist eine Veranstaltung im Mai auf einer Kartbahn in Norditalien. Emily verfügt lediglich über eine Trainingslizenz für die jüngste Klasse. Diese erlaubt laut Urteil Demonstrations- und Trainingsfahrten, wobei Rennen ausdrücklich ausgeschlossen sind. Lies auch: Paukenschlag bei Ferrari: Scuderia bestätigt Ausfall von Charles Leclerc Kommission wertet Veranstaltung als Rennen Die Kommission wertete das Event in Italien als Rennen. Zudem soll Emily in einem Kart gesessen haben, das deutlich leistungsstärker war, als es in ihrer Klasse zulässig ist. Darin sieht der Verband ein erhebliches Risiko für das Kind. Die Einsteigerklasse für die Kleinsten arbeitet mit Baby-Karts, die oft kaum mehr als ein PS leisten. Emily habe diese Klasse übersprungen, sagt ihr Vater, da das Fahrzeug schlicht zu langsam für sie gewesen sei. Die Hauptverantwortung legt die Kommission bei den Eltern fest, da eine Fünfjährige die Regeln nicht erfassen könne. Dennoch wird Emily gesperrt. Artikel geht unter dem Insta-Reel weiter. https://www.instagram.com/reel/DQcR5dnjIvl Die Begründung für die Sperre lautet, dass das internationale Sportreglement keine Strafmilderung für Minderjährige vorsieht. Für einen Verband, der sich auf den Kinderschutz beruft, ist das eine bemerkenswerte Argumentation. Brun hält das Urteil für falsch. Emily sei eingeladen worden und für die Veranstaltung sei ausdrücklich keine Lizenz erforderlich gewesen – ein Punkt, den die Familie vorab geprüft habe. Er verweist dabei auf die Kinder zweier Bekannter, die ebenfalls ohne Lizenz in Italien starteten und daraus keine Konsequenzen erfuhren. Der Verband erklärt dies damit, dass diese Kinder überhaupt keine Lizenz besitzen, die man entziehen könnte. Schon beim Lizenzantrag sei der Familie klargemacht worden, dass Emily keine Vorzugsbehandlung erhalte, so Brun – man wusste immerhin, wer Emily war. Berufung legt er nicht ein, da hierfür ein Vorschuss von 4500 Franken fällig wäre; weitere rechtliche Schritte behält er sich jedoch vor. Der Motorsport hat in der Familie übrigens Tradition. Emilys Grossvater ist Walter Brun, ein ehemaliger Rennfahrer aus demselben Kanton, dessen Team 1986 den Team-Titel in der Sportwagen-Weltmeisterschaft errang. Zwischen 1988 und 1990 unterhielt er zudem einen eigenen Formel-1-Rennstall, der in drei Jahren jedoch keinen einzigen Punkt in der Weltmeisterschaft einfahren konnte. Emily wurde durch ein Video ihres ersten kontrollierten Drifts bekannt. Zu ihren Followern gehören unter anderem Max Verstappen, Lando Norris und Usain Bolt. Inzwischen hat sie einen Vertrag mit einer Marketingagentur im Motorsport. Den Vorwurf, er würde seine Tochter vermarkten, weist Brun von sich, da der kostspielige Motorsport ohne soziale Medien nicht zu finanzieren sei. Aufgeben will die Familie nicht. Emily soll das Jahr nutzen, um zu trainieren, woraufhin sie laut ihrem Vater stärker und schneller zurückkehren wird. Für sie ist jede Runde sowieso ein Rennen. Lies auch: Abrechnung mit Max Verstappen: Ex-F1-Pilot kritisiert Ego-Einstellung des Weltmeisters Lies auch: Charles Leclerc teilt nach hitzigem Vorfall mit Hamilton ordentlich aus Teile den Artikel Wo möchten Sie teilen? Facebook LinkedIn Email Link kopieren Neueste Nachrichten Mehr Nachrichten lesen Formel 1 Paukenschlag bei Ferrari: Scuderia bestätigt Ausfall von Charles Leclerc Formel 1 Abrechnung mit Max Verstappen: Ex-F1-Pilot kritisiert Ego-Einstellung des Weltmeisters Formel 1 Charles Leclerc teilt nach hitzigem Vorfall mit Hamilton ordentlich aus Formel 1 Kimi Antonelli lehnt F1-Startnummer 1 ab Formel 1 Ex-Formel-1-Weltmeister vor dem Ruin: 66 Millionen Euro in Büffelfarm versenkt Formel 1 Sergio Perez lässt sich seinen berühmten Spitznamen markenrechtlich schützen