Formel 1 Ist mein Kind der nächste Max Verstappen? Diese Kosten kommen beim Einstieg in den Kartsport auf Sie zu Von A. Schenk 14. Oktober 2026 F1-News Formel 1 Der Weg zum nächsten Max Verstappen: Das kostet die Motorsport-Karriere vom Leihkart-Ticket bis zum Preis eines Mittelklassewagens Es beginnt oft ganz harmlos. Ein spannender Grand Prix im Fernsehen oder ein Kindergeburtstag auf der Kartbahn, eine Runde nach der Schule – und danach spricht der Nachwuchs über nichts anderes mehr. Eltern, die nachhaken, was es kostet, daraus einen ernsthaften Sport zu machen, erhalten im Paddock stets die gleiche Antwort: Das kommt ganz darauf an. Wovon genau das abhängt und wie schnell die Rechnung in die Höhe schießt, wird erst deutlich, wenn man die einzelnen Stufen des Sports nacheinander betrachtet. Der Einstieg ist überraschend erschwinglich: Im Kartcentrum Lelystad kostet ein Kart-Event für Kinder 12,50 Euro pro Person, wobei eine Mindestgröße von 130 Zentimetern gilt. Wer herausfinden will, ob das Interesse von Dauer ist, kann sich so für wenig Geld einen ersten Eindruck verschaffen. Wer weitermachen möchte, landet bei einer Kartschule – und auch dort sind die Tarife zunächst nicht abschreckend. In Schagen bietet SkagaVenture einen Junior-Kurs mit zehn Trainigsstunden an Sonntagvormittagen, verteilt über zwölf Wochen, für 175 Euro pro Person an. Lies auch: Paukenschlag bei Ferrari: Scuderia bestätigt Ausfall von Charles Leclerc Mit dem eigenen Kart wird es schnell teurer Bei KWM Racing in Poeldijk kostet eine Trainingseinheit von etwa anderthalb Stunden 25 Euro. Die vom niederländischen Motorsportverband anerkannte Kartschool Lelystad berechnet 395 Euro für eine Ausbildung von zwölf Einheiten, wenn man ein eigenes Kart mitbringt, wobei mindestens zehn Termine wahrgenommen werden müssen. Erst mit dem Schritt zum eigenen Kart ändert sich der Charakter der Ausgaben grundlegend. Eine praxisnahe Übersicht des ehemaligen italienischen Kart-Weltmeisters Alessio Lorandi, die im Juni 2026 veröffentlicht wurde, liefert hierfür europäische Richtwerte. Ein gebrauchtes Kart kostet laut Lorandi 1500 bis 3000 Euro. Zusammen mit einem Kartwagen, einem Anhänger, Werkzeug und der Schutzausrüstung beläuft sich das Startpaket auf 2500 bis 6000 Euro. Danach folgen die jährlichen Fixkosten. Für ein Jahr Training ohne Renneinsätze muss man mit 100 bis 180 Euro für die Lizenz, 200 bis 400 Euro Streckenmiete, 400 bis 800 Euro für Verbrauchsmaterialien und 600 bis 800 Euro für Reifen rechnen – insgesamt also etwa 2000 bis 3000 Euro pro Jahr. Artikel wird unter dem Bild fortgesetzt. Diese Preise decken sich mit niederländischen Schätzungen. Auch eine niederländische Wissensdatenbank nennt 2000 bis 3000 Euro pro Jahr als Durchschnittswert für diejenigen, die Kartsport ernsthaft als Hobby betreiben wollen. Sobald Rennen hinzukommen, steigen die Kosten massiv an. Nenngelder, neue Reifen für jedes Rennwochenende und der Motorverschleiß summieren sich schnell auf. Eine Clubsport-Saison in Eigenregie, ohne gemieteten Mechaniker, schlägt laut derselben Quelle mit 5000 bis 12.000 Euro zu Buche. Darin sind noch keine Unfallschäden enthalten – ein heftiger Crash kann schnell Reparaturkosten von rund tausend Euro verursachen. Wer die Ambition hat, an der Spitze einer nationalen Meisterschaft mitzufahren, bewegt sich in einer anderen Größenordnung. Eine seriöse nationale Saison inklusive Testtagen beginnt laut der Übersicht bei mindestens 30.000 bis 40.000 Euro. Das Niveau bestimmt den Preis Auf internationalem Niveau steigen die Beträge weiter, auch wenn in diesem Jahr eine interessante Alternative hinzugekommen ist. Die FIA bietet seit diesem Jahr Meisterschaften an, bei denen Kart, Motor, Reifen und Kraftstoff vom Veranstalter gestellt werden – für 3950 Euro pro Kontinentalmeisterschaft. Die wichtigste Lektion für Eltern lautet daher: Das Niveau bestimmt den Preis, nicht der Sport an sich. Ein Kind, das ein paar Mal im Monat im Leihkart fährt, verursacht nur einen Bruchteil der Kosten eines Kindes, das jedes Wochenende um Meisterschaftspunkte kämpft. Lorandi rät daher dazu, erst einige Male ein Kart zu mieten, bevor man selbst investiert, und das gesamte Saisonbudget im Voraus zu planen – inklusive eines Puffers für zusätzliche Fahrzeit auf der Strecke. Die Gebühren für Rennlizenzen und Nenngelder in den Niederlanden variieren je nach Klasse und Organisator, und auch die Preise der Kartbahnen können sich pro Saison ändern. Prüfen Sie daher immer die aktuellen Tarife bei der jeweiligen Strecke oder dem Verband, in dem Ihr Kind starten möchte. Lies auch: Abrechnung mit Max Verstappen: Ex-F1-Pilot kritisiert Ego-Einstellung des Weltmeisters Lies auch: Charles Leclerc teilt nach hitzigem Vorfall mit Hamilton ordentlich aus Teile den Artikel Wo möchten Sie teilen? 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