Formel 1

George Russell droht Ärger: FIA leitet nach dem GP von Mexiko neue Untersuchung ein

George Russell droht Ärger: FIA leitet nach dem GP von Mexiko neue Untersuchung ein
MEXICO CITY, MEXICO - NOVEMBER 01: George Russell of Great Britain and Mercedes AMG Petronas F1 Team smells a marigold as he arrives in the Paddock prior to the F1 Grand Prix of Mexico at Autodromo Hermanos Rodriguez on November 01, 2026 in Mexico City, Mexico. (Photo by Clive Mason/Getty Images)

Nach Grand Prix von Mexiko: George Russell muss bei den FIA-Stewards vorsprechen

Der Mercedes-Pilot kam seinen Verpflichtungen nach dem Rennen nicht nach, da er nicht an den üblichen Medienterminen für die Fahrer teilnahm.

George Russell startete in das Rennen auf dem Autódromo Hermanos Rodríguez in dem Wissen, dass seine Titelchancen nur noch an einem seidenen Faden hingen.

Teamkollege Kimi Antonelli reichte ein neunter Platz zum Titelgewinn, am Ende fuhr der Italiener sogar auf das Podium und krönte sich zum jüngsten Weltmeister in der Geschichte der Formel 1.

Russell selbst überquerte die Ziellinie als Sechster und fiel in der Meisterschaft auf den vierten Rang hinter Max Verstappen und Lewis Hamilton zurück. Nach dem Rennen wurde er zu den Kommissaren zitiert, da er mutmaßlich seine Medienverpflichtungen verletzt hatte.

Nach dem Rennen müssen alle Fahrer in der sogenannten Media-Pen erscheinen, um den TV-Sendern und der schreibenden Presse Rede und Antwort zu stehen. Einzig die drei erstplatzierten Piloten sind davon ausgenommen, da sie stattdessen an der offiziellen FIA-Pressekonferenz teilnehmen.

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Russell hatte keine Freistellung erhalten

Mercedes teilte den Medien jedoch mit, dass Russell nicht in der Media-Pen erscheinen würde, ohne dafür einen Grund zu nennen. Auf Anfrage der britischen Seite PlanetF1 bestätigte die FIA, dass Russell keine Freistellung erhalten hatte, weshalb der Vorfall nun untersucht wird.

Bereits während des Rennens geriet der Brite in den Fokus der Rennleitung, nachdem er den Red Bull von Isack Hadjar in einen Dreher geschickt hatte. Dafür kassierte Russell eine Zehn-Sekunden-Strafe, da die Kommissare ihn als Hauptschuldigen für die Kollision ausmachten.

„Die Kommissare sichteten die Daten des Positionierungs- und Marshalsystems, Videomaterial sowie Onboard-Aufnahmen“, hieß es im Urteilsspruch.

„Beim Anbremsen von Kurve 6 lag Auto 6 vorne, während Auto 63 versuchte zu überholen“, hielten die Kommissare zum Duell zwischen Hadjar und Russell fest.

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„Die Kommissare betrachten die Kurven 5 und 6 nicht als Teil einer Schikane, weshalb der Vorfall ausschließlich basierend auf der Situation bei der Anfahrt und am Ausgang von Kurve 6 bewertet wird“, so die Begründung.

Diese Festlegung war entscheidend für die Bewertung des Zweikampfs.

„Auto 63 befand sich auf der Innenseite, erfüllte jedoch nicht die Voraussetzungen, um Anspruch auf die Kurve zu haben, da die Vorderachse nicht auf Höhe des Spiegels von Auto 6 war“, stellten die Stewards fest.

„Da keine mildernden Umstände vorliegen, wird die Standardstrafe verhängt“, schloss das Urteil.

Russell droht durch Abwesenheit eine Geldstrafe

Nachdem er seine Strafe beim Wechsel von Soft- auf Medium-Reifen abgesessen hatte, kehrte Russell als Achter hinter Arvid Lindblad und Franco Colapinto auf die Strecke zurück. Beide Piloten steuerten kurz darauf selbst die Box an, wodurch Russell auf den sechsten Platz vorrückte, auf dem er das Rennen schließlich beendete.

Sein endgültiges Ergebnis hängt nun vom Ausgang der Untersuchung durch die Kommissare ab. Für Russell, der bereits beim Start mit Energieproblemen zu kämpfen hatte, endet ein ohnehin schwieriger Abend in Mexiko damit mit weiterer Ungewissheit.

Fahrer, die ihre Medienpflichten verletzen, riskieren im Regelfall eine Geldstrafe. Ob die Kommissare eine Sanktion gegen Russell verhängen und welchen Grund Mercedes für sein Fernbleiben nachreicht, wird sich nach der Anhörung in Mexiko-Stadt zeigen.

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