Formel 1

Formel-1-Rennen versinken im Chaos: Nur Ferrari behält den Durchblick

Formel-1-Rennen versinken im Chaos: Nur Ferrari behält den Durchblick
Group photo of the F1 drivers ahead of race, the 2025 ETIHAD Airways Abu Dhabi F1 Grand Prix at Yas Marina Circuit, United Arab Emirates on December 7, 2025 (Photo by Nicolas Economou/NurPhoto via Getty Images)

Nach den ersten F1-Testfahrten in Bahrain: Wachsende Sicherheitsbedenken wegen des neuen 2026er-Reglements bei Rennstarts.

Während viele Teams Schwierigkeiten haben, ihren Turbolader rechtzeitig auf Touren zu bringen, scheint Ferrari einen cleveren Ausweg gefunden zu haben. Ihr kleinerer Turbo könnte für einen erheblichen Vorteil sorgen. Vor allem beim Rennstart.

Am Abschlusstag der Testwoche verlor Alpine-Rookie Franco Colapinto bei den Burn-outs fast die Kontrolle. McLaren-Teamchef Andrea Stella reagierte besorgt. Er betonte, dass es hierbei nicht nur um sportliche Interessen, sondern auch um die Sicherheit gehe.

„Wir müssen sicherstellen, dass alle Autos bereit für den Start sind. Dieses Problem wiegt schwerer als das Wettbewerbsinteresse,“ so Stella.

Laut The Race war das Problem schon länger bekannt. Ferrari-Teamchef Fred Vasseur soll es bereits vor über einem Jahr bei einer Sitzung der F1 Commission zur Sprache gebracht haben. Wie Reporter Jon Noble im The Race F1 Podcast erklärte, war Vasseur seinen Konkurrenten einen Schritt voraus.

George Russell wütend nach Ferrari-Blockade: F1-Teams stellen sich bei wichtiger Regeländerung quer

Lies auch: George Russell wütend nach Ferrari-Blockade: F1-Teams stellen sich bei wichtiger Regeländerung quer

Ferrari-Turbo ist deutlich kleiner

„Vor zwölf Monaten sagte er während einer Kommissions-Sitzung: ‚Wir werden 2026 ein Problem bekommen, wir müssen jetzt etwas unternehmen.‘“

„Der Rest reagierte: ‚Ach was, das wird schon passen, macht euch keine Sorgen.‘“

Vasseur liess es dabei nicht bewenden. Er wies seine Ingenieure in Maranello an, das Problem strukturell anzugehen.

Ferrari entschied sich letztlich für einen kleineren Turbolader, der schneller hochdreht und somit weniger Aufwärmzeit vor dem Start benötigt. Damit umgehen sie das grösste Startproblem, mit dem andere Hersteller derzeit kämpfen.

Mercedes-Pilot George Russell sagte bereits vergangene Woche, dass Ferrari „eindeutig einen anderen Ansatz“ gewählt habe. Laut Insidern ist dieser kleinere Turbo mittlerweile das offene Geheimnis in der Boxengasse.

Artikel geht weiter unter dem Bild.

Nachdem die meisten Teams das Problem erst spät ernst genommen haben, drängt man bei der FIA nun auf eine Anpassung der Startprozedur, etwa durch mehr Zeit nach der Einführungsrunde, um das Auto vorzubereiten. Ferrari stimmte dagegen. Und das ist logisch, sagt Noble.

„Wenn man dieses Problem sechs Monate früher angesprochen und sein Design dementsprechend angepasst hat.“

„Warum sollte man dann jetzt für eine Änderung stimmen, die dem Rest hilft und den eigenen Vorteil zunichtemacht?“

Auch die Ferrari-Kundenteams Haas und Cadillac würden von der Turbo-Anpassung profitieren.

Sollte die FIA dennoch entscheiden, das Reglement anzupassen, könnte dies für zusätzliche Spannungen im Paddock sorgen.

Jetzt knickt auch Toto Wolff ein: Formel 1 muss endlich durchgreifen

Lies auch: Jetzt knickt auch Toto Wolff ein: Formel 1 muss endlich durchgreifen

Grand Prix von China nach massiven Problemen mit der Rennstrecke abgesagt: FIA greift ein

Lies auch: Grand Prix von China nach massiven Problemen mit der Rennstrecke abgesagt: FIA greift ein

Neueste Nachrichten

Mehr Nachrichten lesen