Formel 1

FIA gibt offizielles Ergebnis des Singapur-GP nach Strafen bekannt

FIA gibt offizielles Ergebnis des Singapur-GP nach Strafen bekannt
SINGAPORE - OCTOBER 11: Red Bull Racing driver Max Verstappen leads the field at the start of the Formula 1 Singapore Grand Prix at the Marina Bay Street Circuit in Singapore on October 11, 2026. The race consists of 62 laps, with drivers facing intense tropical heat and high humidity on a demanding street circuit featuring 19 corners and few long straights. (Photo by Daniel Ceng/Anadolu via Getty Images)

Max Verstappen knackt endlich die letzte harte Nuss von Marina Bay

Zweiundsiebzig Grand-Prix-Siege auf sechsundzwanzig verschiedenen Rennstrecken standen bereits für Max Verstappen zu Buche, als er an diesem Wochenende in Singapore aufschlug.

Dennoch gab es einen Kurs, auf dem es ihm nie gelingen wollte, und das war ausgerechnet der holprige Stadtkurs im Stadtstaat.

Selbst 2023, in der Saison, in der Red Bull alle anderen Rennen im Kalender gewann, gingen die Österreicher hier leer aus.

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Verstappen kam, um eine Rechnung zu begleichen

Verstappen kam direkt aus Maleisië, wo er eine Woche zuvor seinen ersten Saisonsieg eingefahren hatte, und ließ im Vorfeld keine Zweifel an seinen Ambitionen aufkommen.

„Ich habe hier noch eine Rechnung offen“, so der Limburger. Er sicherte sich daraufhin die Pole für das allererste Sprintrennen in der Geschichte von Singapore, gewann diesen Sprint und setzte auch im Qualifying für das Hauptrennen die Bestzeit. Dabei bestritt er am Sonntag zusätzlich seinen 250. Grand Prix.

Jeder im Paddock kannte jedoch den Schwachpunkt in dieser beeindruckenden Serie, und das war der Start.

Der RB22 hat Verstappen in dieser Saison beim Losfahren regelmäßig im Stich gelassen. Auch im Sprint am Samstag musste er die Führung nach dem Start kurzzeitig an George Russell abgeben, der eine Runde später in der Mauer landete.

Russell stellte am Sonntag übrigens keine Bedrohung dar, da eine Gridstrafe von vierzig Plätzen für vier zusätzliche Motorenkomponenten den Briten zwang, vom Ende des Feldes zu starten.

Neben Verstappen stand diesmal Charles Leclerc, und der Monegasse kam in der Tat besser weg.

Verstappen hielt den Ferrari dennoch hinter sich und konnte danach in aller Ruhe sein eigenes Tempo bestimmen, in einer Stadt, die durch den Rauch von Waldbränden in Indonesië in einen dichten Dunst gehüllt war.

Artikel wird unter dem Bild fortgesetzt.

Ferrari manövriert sich erneut ins Abseits

Die Italiener entschieden sich dafür, ihre Fahrer auf unterschiedlichen Reifen starten zu lassen, mit Leclerc auf den Softs und Lewis Hamilton auf den Mediums.

Dieser Plan ging nicht auf, da Hamilton sein Auto einfach nicht auf Touren brachte und deshalb früher als sein Teamkollege die Box ansteuerte.

Leclerc stoppte erst später und wurde dadurch nur knapp nicht von seinem eigenen Teamkollegen ge-undercuttet, wenngleich er auf der langsameren Mischung weniger Speed ging. Über den Boxenfunk beider Autos wurde darüber heftig diskutiert.

Zur Halbzeit fiel Franco Colapinto mit Motorproblemen an seinem Alpine aus, woraufhin die Rennleitung ein Virtual Safety Car aktivierte.

Ferrari nutzte die Chance, um Leclerc noch einmal reinzuholen, während Hamilton, der noch einen Stopp gut hatte, zur Überraschung vieler einfach draußen blieb.

Auf verschlissenen Reifen wurde der siebenmalige Weltmeister schnell zur leichten Beute für Lando Norris und Andrea Kimi Antonelli.

Norris versuchte als Erster, an Hamilton vorbeizukommen, doch während die beiden miteinander beschäftigt waren, schlüpfte Antonelli kurzerhand innen durch.

Für den Meisterschaftsführenden war das besonders willkommen nach einem schwierigen Wochenende mit dem neuen Mercedes-Paket, mit dem er im Sprint-Qualifying nicht über die siebtschnellste Zeit hinausgekommen war.

Der Italiener startete mit einem Vorsprung von 84 Punkten auf Russell in das Wochenende und konnte mit seinem dritten Platz den Schaden für seine Titeljagd somit mehr als begrenzen.

Ein nervöser Schlussspurt

Lange Zeit sah es so aus, als würde Verstappen ohne jegliche Probleme dem Ziel entgegenrollen, doch in der Schlussphase bauten seine Reifen schließlich doch ab. Leclerc witterte seine Chance und knabberte Runde um Runde Teile des Rückstands weg.

Nun ja, zu einem echten Kampf um den Sieg kam es letztlich nicht, da der Red Bull-Pilot einen kühlen Kopf bewahrte und als Erster über die Ziellinie fuhr.

Damit ist der Singapore-Fluch nach all den Jahren endgültig besiegt. Der 29-jährige Limburger holt in der brütenden Hitze von Marina Bay seinen zweiten Sieg in Folge und scheint mit Red Bull endlich den richtigen Weg gefunden zu haben.

Im aktuellen Kalender fehlt nun nur noch der Madring auf seiner Ehrenliste, der neue Kurs in Madrid, der in diesem Jahr sein Debüt feierte.

In zwei Wochen folgt in Austin die nächste Chance, seine Aufholjagd fortzusetzen.

Vollständiges Ergebnis des F1 Grand Prix von Singapore 2026

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