Formel 1

FIA bestätigt offizielles Ergebnis des Mexiko-Grand-Prix nach Zeitstrafen und Sanktionen

FIA bestätigt offizielles Ergebnis des Mexiko-Grand-Prix nach Zeitstrafen und Sanktionen
MEXICO CITY, MEXICO - NOVEMBER 01: Max Verstappen of the Netherlands driving the (3) Oracle Red Bull Racing RB22 Red Bull Ford Powertrains leads Lewis Hamilton of Great Britain driving the (44) Scuderia Ferrari SF-26 Charles Leclerc of Monaco driving the (16) Scuderia Ferrari SF-26 Andrea Kimi Antonelli of Italy driving the (12) Mercedes AMG Petronas F1 Team W17 and the rest of the field at the restart during the F1 Grand Prix of Mexico at Autodromo Hermanos Rodriguez on November 01, 2026 in Mexico City, Mexico. (Photo by Chris Graythen/Getty Images)

Und wir haben einen neuen Weltmeister.

Ferrari hatte am Sonntag in Mexiko-Stadt alle Trümpfe für einen denkwürdigen Nachmittag in der Hand. Lewis Hamilton startete zum ersten Mal in Rot von der Pole Position und Charles Leclerc gehörte das gesamte Wochenende über zu den Schnellsten. Innerhalb von vier Kurven war dieser Vorteil jedoch verpufft.

Leclerc setzte sein Auto beim Start zwei Mal neben das von Hamilton, woraufhin beide Ferraris in Kurve 4 weit gingen.

Der Monegasse ging als Führender aus dem Chaos hervor, während Hamilton auch Max Verstappen an sich vorbeiziehen lassen musste. Der 41-jährige Brite hielt sich am Boxenfunk nicht zurück.

„Ich bin von meinem eigenen Teamkollegen von der Strecke gedrückt worden. Wir haben darüber beim Briefing gesprochen!“ so Hamilton.

In Runde 13 belegten die Stewards Leclerc mit einer Fünf-Sekunden-Zeitstrafe. Hamilton fand das viel zu mild und schimpfte, dass die Rennleitung seinem Teamkollegen den Sieg damit quasi schenke.

Auch Verstappen hatte dazu etwas zu sagen. „Ha! Ich dachte, alle neuen Strafen wären zehn Sekunden,“ so der Red Bull-Pilot.

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Verstappen wittert seine Chance in der Boxengasse

Diese fünf Strafsekunden wurden letztlich für jemand anderen Gold wert. Verstappen war vom fünften Startplatz auf Mediums losgefahren und bog in Runde 27 zeitgleich mit Leclerc in die Box ab.

Der Ferrari musste erst seine Strafe absitzen, bevor die Mechaniker an die Arbeit gehen durften, sodass der Niederländer als Führender wieder auf die Strecke zurückkehrte. Entschieden war das Rennen damit noch lange nicht, denn mit frischen Soft-Reifen musste er noch mehr als dreißig Runden überstehen.

Ein schwerer Crash von Valtteri Bottas nahm ihm diese Sorge. Am Cadillac des Finnen brach die Vorderradaufhängung vorne links, woraufhin er hart in den Reifenstapeln von Kurve 1 landete.

Bottas stieg selbst aus und wurde im Medical Center für fit erklärt. Der Schaden an der Barriere war jedoch so groß, dass eine Rote Flagge unvermeidlich war, wodurch das gesamte Feld gratis einen neuen Satz Reifen erhielt.

Beim stehenden Neustart behauptete Verstappen die Führung, obwohl seine Räder ganz kurz die von Hamilton berührten.

Die Stewards untersuchten zudem seine Position in der Startaufstellung, sahen aber keinen Grund für weitere Maßnahmen. Hamilton schoss unterdessen an Leclerc vorbei und kurz darauf knöpfte sich Kimi Antonelli den Monegassen auf der Innenseite von Kurve 1 vor. Für Leclerc war das Podium damit außer Sichtweite.

Zwei Weltmeister als Ehrengarde für Antonelli

Eine Kollision zwischen Oscar Piastri und Arvid Lindblad rief in Runde 59 noch einmal das Safety-Car auf den Plan.

Der Brite von Racing Bulls landete in der Mauer von Kurve 2, blieb aber unverletzt. Nach dem Restart jagte Verstappen seinen RB22 mit voller Überzeugung durch das Stadion-Geschiebe, sodass Hamilton nie nah genug für einen Angriff herankam.

Mit 0,799 Sekunden Vorsprung holte der Niederländer seinen dritten Saisonsieg und seinen sechsten in Mexiko – ein Rekord auf dieser Strecke. In der WM-Wertung kletterte er damit auf den zweiten Platz.

Dennoch gehörte der Nachmittag einem anderen. Antonelli benötigte lediglich zwei Punkte und kam als Dritter mit gut vier Sekunden Rückstand auf den Sieger ins Ziel.

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Der zwanzigjährige Italiener ist damit bei noch vier ausstehenden Rennen Weltmeister, nach neun Siegen und sechzehn Podestplätzen in neunzehn Grands Prix.

„Vielen Dank, wir haben es geschafft,“ so ein emotionaler Antonelli am Boxenfunk. Sein Renningenieur Peter Bonnington blickte bereits weiter voraus. „Es ist ein Vergnügen, diese Reise mit dir zu gehen, aber das ist erst das erste Kapitel,“ sagte Bonnington.

Italien wartete seit Alberto Ascari im Jahr 1953 auf einen neuen Champion in der Königsklasse.

Antonelli ist mit 20 Jahren und 68 Tagen zudem der jüngste Weltmeister in der Geschichte des Sports.

Sebastian Vettel hielt diesen Rekord seit 2010 mit 23 Jahren und 134 Tagen, der Unterschied beträgt also mehr als drei Jahre.

Auf dem Podium stand er zwischen Verstappen und Hamilton, die zusammen elf Weltmeistertitel halten. Nach dem Ziel gehörten sie gemeinsam mit Vater Marco auch zu den Ersten, die ihn umarmten.

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