Formel 1 F1-Chef Domenicali ändert seine Meinung: Fahrer vor unliebsamer Überraschung Von A. Schenk 8. April 2026 F1-News Formel 1 Oliver Bearman Stefano Domenicali Horror-Crash in Japan: Heftige Reaktionen nach Unfall von Ollie Bearman Der Horror-Crash von Oliver Bearman beim Japan Grand Prix hat die Formel 1 Welt erschüttert. Nicht nur, weil der blutjunge Brite einen Einschlag von 50G verkraften musste, als er mit 308 km/h in den Leitplanken zum Stehen kam, sondern auch, weil es eine schmerzhafte Bestätigung dessen war, was die Fahrer seit Monaten anprangern und was bis vor kurzem noch als übertriebene Sorge abgetan wurde. F1-Journalistin Julianne Cerasoli enthüllte im Nailing the Apex-Podcast, dass sie kurz vor dem Japan-Grand-Prix noch Gespräche mit Stefano Domenicali und Vertretern der FIA führte. Das Bild, das sich daraus ergibt, ist erschütternd. „Sie sagten alle: Nein, die Rennen sind in Ordnung. Es gibt keine Probleme mit den Rennen.“ Lies auch: Porsches in Russland wollen plötzlich nicht mehr anspringen Die FIA fand die Rennen spannend „Wir werden nur das Qualifying angehen, denn das ist absolut lächerlich.“ „Was die Rennen betrifft, müssen sich die Leute erst an das Reglement gewöhnen. Warten wir bis Ungarn ab“, so Cerasoli. Diese Haltung änderte sich radikal, nachdem Bearman mit seinem Haas von der Strecke abkam. Carlos Sainz war als Direktor der GPDA nach dem Rennen stocksauer. „Hier hatten wir eine Auslaufzone“, sagt der Spanier. „Stellt euch vor, das passiert in Baku, Singapur oder Las Vegas bei diesen Geschwindigkeitsunterschieden und Crashs direkt an den Mauern.“ Artikel geht weiter unter dem Video. https://www.instagram.com/reel/DWeSETUkey7 „Wir als GPDA haben die FIA gewarnt, dass diese Unfälle passieren würden, und wir müssen schnell etwas ändern, wenn wir verhindern wollen, dass sich das häuft“, so Sainz. Er fügte hinzu, dass ihn die FIA-Spitze mit ihrem ursprünglichen Standpunkt überrascht habe. „Ich war fassungslos, als sie sagten, dass sie nur das Qualifying anpacken und die Rennen in Ruhe lassen würden, weil diese gerade so spannend seien.“ „Als Fahrer haben wir sehr deutlich gemacht, dass das Problem nicht nur das Qualifying ist, sondern auch die Rennen.“ Die FIA kündigte nach Suzuka Sitzungen für April an. Am 9. April kamen die Technischen Direktoren der Teams, die Motorenhersteller und FIA-Funktionäre zu einer ersten Besprechung zusammen. Artikel geht weiter unter der Abbildung. Eine zweite und entscheidende Sitzung ist für den 20. April geplant, bei der die Teamchefs neben FIA-Vertretern und Domenicali selbst über vorgeschlagene Änderungen abstimmen. Sechs konkrete Maßnahmen liegen auf dem Tisch. Der direkteste Ansatz ist die Erhöhung der maximalen Leistungsaufnahme per Super-Clipping von aktuell 250 Kilowatt auf 350 Kilowatt, was dem Limit bei Lift-and-Coast entspricht. Dies würde die Fahrer dazu ermutigen, Energie über Super-Clipping zurückzugewinnen, anstatt gefährliche Bremsmanöver durchzuführen. Des Weiteren wird untersucht, ob die maximale MGU-K-Leistung von 350 Kilowatt gesenkt werden kann, wodurch die Autos ihre Energie über eine längere Distanz verteilen und seltener mit leerer Batterie dastehen würden. Auch eine Senkung des Limits für die Energierückgewinnung pro Runde von 9MJ auf möglicherweise 6MJ steht auf der Agenda. Eine freiere Aktivierung der aktiven Aerodynamik, bei der die Teams selbst bestimmen können, wann sie den Luftwiderstand reduzieren, ist ebenfalls Teil der Gespräche. Die gute Nachricht ist, dass es sich bei den meisten Anpassungen um Software- und Parameteränderungen handelt und nicht um Hardware-Modifikationen. Das macht eine Einführung der Änderungen zum Grand Prix in Miami am 3. Mai realisierbar. Der Zeitdruck ist jedoch groß, da die Änderungen von der FIA genehmigt und an die Teams verteilt werden müssen, damit diese sie rechtzeitig in der Software für das Rennen in Florida implementieren können. Martin Brundle wies nach den Ereignissen in Japan auf ein zusätzliches Problem hin. Das Reglement schreibt seit Jahrzehnten vor, dass die Fahrer ihr Auto allein und ohne Hilfe steuern müssen. Dass Lando Norris Lewis Hamilton nur deshalb überholte, weil seine Batteriestatistik das entschied, ohne dass Norris selbst die Wahl traf, trifft den Kern dessen, was die Formel 1 ausmachen sollte. Die Fahrer müssen selbst die Kontrolle behalten und nicht die Algorithmen in ihrem Auto. Lies auch: Max Verstappen sagt Nürburgring-Event ab: Bittere Nachricht für die Fans Lies auch: Max Verstappen spricht deutliche Warnung vor Nürburgring-Debüt aus: „Darum bin ich hier“ Teile den Artikel Wo möchten Sie teilen? 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