Formel 1

Eiszeit in der Formel 1: Zwei Piloten verweigern seit 18 Jahren jedes Wort miteinander

Eiszeit in der Formel 1: Zwei Piloten verweigern seit 18 Jahren jedes Wort miteinander

Eiszeit in der Formel 1: Zwei Piloten meiden sich seit fast zwei Jahrzehnten

Der sportliche Disput nahm seinen Anfang im Kartsport. Die beiden Jungs wuchsen in den Nachwuchsklassen als Freunde auf, bis eine Disqualifikation alles veränderte.

Einer überholte den anderen in der Schlussrunde und wurde daraufhin zurückgestuft. Seitdem galt die Freundschaft als irreparabel.

Jahrelang schwelte der Konflikt im Hintergrund, doch erst richtig sichtbar wurde er, als die beiden als Teamkollegen bei Alpine aufeinandertrafen.

Zwei Saisons lang arbeiteten sie ohne große Herzlichkeit nebeneinander. Eine Kollision beim Grand Prix von Australien verschärfte die Situation zusätzlich: Beide Fahrer mussten ihre Autos vorzeitig abstellen.

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Französisches Duell

Es geht um Pierre Gasly und Esteban Ocon. Kurzzeitig sah es so aus, als ob ihr Verhältnis etwas aufgetaut wäre. Als sie gemeinsam beim Champions-League-Viertelfinale zwischen Paris Saint-Germain und Liverpool gesichtet wurden, gab es viele Spekulationen, ob sie endlich Frieden geschlossen hätten.

Laut Sport Bild wurden jedoch beide von PSG eingeladen und suchten im Parc des Princes bewusst keinen Kontakt zueinander. Sie saßen folglich auch nicht zusammen.

Die Situation ist mittlerweile so festgefahren, dass von einer Versöhnung keine Rede sein kann. Beide Fahrer sprechen nicht miteinander, und das schon seit Jahren. Ironischerweise landeten sie beim Grand Prix von Japan im vergangenen Monat nur drei Plätze auseinander.

Gasly thematisierte dies in Drive to Survive: „Ich habe Esteban sehr viele Chancen gegeben, damit diese Beziehung funktioniert, aber wenn jemand kein Freund sein will, ist das für mich in Ordnung“, so Gasly.

Erinnerungen

Ocon zeigte sich seinerseits vor seinem Abschied von Alpine im Jahr 2024 offenherzig: „Wir hatten unsere Vorgeschichte, aber es war unglaublich, diese letzte Formationsrunde zusammen zu fahren. Da kamen viele Erinnerungen zurück. An die Kartrennen im Regen, als wir jung waren, und sogar im Schnee auf Slicks. Wir fuhren zusammen und warteten auf das Podium oder den Sieg.“

Ocon fügte hinzu, dass ihre gemeinsame Vergangenheit für immer bei ihm bleiben werde. „Und heute fühlt es sich ein bisschen so an. Eine wunderschöne Geschichte, wenn man bedenkt, woher wir kommen, und das wird für immer in Erinnerung bleiben“, sagte Ocon.

Gasly fährt aktuell für Alpine. Ocon wechselte für 2025 zu Haas. Die beiden werden vorerst durch zwei verschiedene Teams auf Distanz gehalten, doch Begegnungen bleiben unvermeidlich.

Gasly belegt derzeit mit fünfzehn Punkten den achten Platz in der Meisterschaft. Ocon konnte bei Haas bisher nur einen Punkt einfahren, worüber Teamchef Ayao Komatsu bereits öffentlich seinen Unmut geäußert hat.

Damit steigt der Druck auf Ocon in einem Moment, in dem er ohnehin nur wenig Kredit verspielt hat. Gasly hingegen profitiert vom neuen Reglement und fährt derzeit deutlich solider.

Was ebenfalls eine Rolle spielt: Beide werden im Jahr 2026 öfter aufeinandertreffen als in den Vorjahren. Das neue Reglement hat das Mittelfeld nämlich enger zusammenrücken lassen. Weitere Rad-an-Rad-Duelle zwischen Gasly und Ocon sind damit vorprogrammiert.

Gasly gab selbst einmal zu, dass ihre Rivalität sie beide weitergebracht hat: „Wir wissen beide, dass es eigentlich gut war, dass wir diese Rivalität hatten, um uns über unser Potenzial hinaus zu pushen“, so Gasly.

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