Formel 1

Ein Formel-1-Auto fällt dieses Jahr komplett ab: Dieser Bolide ist schlichtweg enttäuschend

Ein Formel-1-Auto fällt dieses Jahr komplett ab: Dieser Bolide ist schlichtweg enttäuschend
George Russell of Mercedes and Lando Norris of McLaren during the Formula 1 pre-season testing at Sakhir Circuit in Sakhir, Bahrain on February 12, 2026. (Photo by Jakub Porzycki/NurPhoto)

Schwieriger Testauftakt in Bahrain: Performance-Sorgen bei Aston Martin werden an der Strecke sichtbar

Sowohl Lance Stroll als auch Fernando Alonso hatten sichtlich Mühe mit dem AMR26. Das Auto wirkte wie einer der instabilsten und schwierigsten Wagen im gesamten Feld, und das in den Händen von zwei erfahrenen Piloten.

In den besten Momenten des Tages wirkte das Auto noch träge und langsam. In den schlechtesten Momenten sah es schlichtweg problematisch aus. Bei keinem anderen Team schienen die Fahrer so häufig mit denselben Problemen zu kämpfen wie bei Aston Martin.

Besonders in Kurve 10, einem tückischen Linksknick bergab mit negativer Überhöhung, fiel auf, wie oft die Vorderräder blockierten – und das nicht zu knapp. Große Rauchwolken, verpasste Scheitelpunkte und abgebrochene Runden wurden zu einem gewohnten Bild an der Aston Martin Garage.

Es ist schwer zu sagen, wie viele dieser Probleme auf die mechanischen Eigenschaften des Autos zurückzuführen sind und wie viel mit der neuen Honda Antriebseinheit zu tun hat.

George Russell wütend nach Ferrari-Blockade: F1-Teams stellen sich bei wichtiger Regeländerung quer

Lies auch: George Russell wütend nach Ferrari-Blockade: F1-Teams stellen sich bei wichtiger Regeländerung quer

Stroll blockierte drei Mal in vier Runden

Durch das neue Reglement sind Motor und Chassis enger denn je miteinander verzahnt, vor allem durch die größere Rolle des Energierückgewinnungssystems. Dies beeinflusst nicht nur die Beschleunigung, sondern auch das Verhalten des Autos beim Bremsen.

Am ersten Vormittag blockierte Lance Stroll beim Anbremsen von Kurve 10 drei Mal innerhalb von vier Runden. Die Front des Autos wirkte extrem steif und anfällig für Bodenwellen, was auf ein mechanisches Set-up hindeutet, das noch weit vom Ideal entfernt ist.

Als Alonso am zweiten Tag übernahm, setzten sich die Probleme fort: drei Runden in Folge mit heftigen Lock-ups, wobei er einmal die Kurve sogar komplett abbrechen musste. In seinen nächsten Runden tauchte plötzlich ein anderes Problem auf: blockierende Hinterräder.

Beim Bremsen wirkte es, als ob der Motor in bestimmten Momenten plötzlich aussetzte. Eine kurze Stille, als ob der Antrieb abrupt unterbrochen würde. Es ist ein Geräusch, das eher zu einem Kart mit blockierender Hinterachse passt als zu einem modernen F1 Boliden, und es deutet auf etwas Grundsätzliches hin, das nicht stimmt.

Stroll wurde im Anschluss gefragt, wie sich das Verhalten des Autos beim Herunterschalten verändert. Seine Antwort war kurz, aber vielsagend.

„Es ist im Moment definitiv nicht berauschend“, sagte er.

Auch später am Tag kämpfte Alonso sichtlich weiter, mit erneuten Blockierern in langsamen Kurven und kleinen Rutschern in schnellen Sektionen. Das Problem beschränkt sich also nicht auf eine bestimmte Situation oder Geschwindigkeit. Das gesamte Paket wirkt unruhig, unbalanciert und weit entfernt von jeglicher Raffinesse.

Artikel geht weiter unter dem Bild.

Das bedeutet nicht, dass der AMR26 das langsamste Auto ist. Auch andere Teams haben ihre Probleme. Der Audi sah bei niedrigen Geschwindigkeiten instabil aus, wobei die Fahrer teilweise bis in den ersten Gang herunterschalten mussten.

Williams schien am Abend ebenfalls schwierig zu fahren, und Carlos Sainz erlebte keine angenehme Session. Cadillac, die als einer der wahrscheinlichsten Kandidaten für das hintere Ende des Feldes gehandelt werden, wirkten langsam und ohne Grip.

Rundenzeiten sind daher nur schwer vergleichbar. Dennoch sagte Alonso im Anschluss, dass sein Rückstand von vier Sekunden auf die Bestzeit exakt mit der Einschätzung übereinstimmt, die Stroll zuvor darüber abgegeben hatte, wo Aston Martin aktuell steht.

Jetzt knickt auch Toto Wolff ein: Formel 1 muss endlich durchgreifen

Lies auch: Jetzt knickt auch Toto Wolff ein: Formel 1 muss endlich durchgreifen

Grand Prix von China nach massiven Problemen mit der Rennstrecke abgesagt: FIA greift ein

Lies auch: Grand Prix von China nach massiven Problemen mit der Rennstrecke abgesagt: FIA greift ein

Neueste Nachrichten

Mehr Nachrichten lesen