Formel 1

Drastische Maßnahmen nach schwerem Crash: Kontrollverlust bei 308 km/h

Drastische Maßnahmen nach schwerem Crash: Kontrollverlust bei 308 km/h
SUZUKA, JAPAN - MARCH 29: The damage to the Haas VF-26 of Oliver Bearman of Great Britain and Haas F1 Team following his crash during the F1 Grand Prix of Japan at Suzuka Circuit on March 29, 2026 in Suzuka, Japan. (Photo by Kym Illman/Getty Images)

Die Bilder vom Horror-Crash, den Bearman in Japan erlebte, werden den Formel-1-Fans noch lange im Gedächtnis bleiben.

Der Crash von Oliver Bearman am Sonntag in Japan sorgte für einen großen Schreck in der Formel-1-Welt. Das britische Toptalent wurde mit 308 km/h in die Mauer katapultiert, blieb aber wie durch ein Wunder ohne schwere Verletzungen. Nun hat die Aufarbeitung begonnen.

Bearman verlor während des Rennens auf dem Suzuka Circuit die Kontrolle über seinen Haas, nachdem er bei enormer Geschwindigkeit beinahe mit dem langsam fahrenden Alpine von Franco Colapinto kollidiert wäre. Dem Argentinier konnte er zwar noch knapp ausweichen, doch der Brite verlor die Kontrolle über sein Auto vollständig.

Der Tacho sprang in weniger als einem Sekundenbruchteil von 308 Kilometern pro Stunde auf Null. Der Aufprall hatte eine Wucht von 50G. Bearman humpelte zwar aus dem Auto, erlitt jedoch keine schweren Verletzungen, Prellungen oder Schlimmeres.

„Ein heftiger Crash bei so einer enormen Geschwindigkeit. Jetzt müssen wir untersuchen und verstehen, was passiert ist“, so Bearman in einer Stellungnahme gegenüber seinem Team.

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Colapinto konnte Bearman nicht kommen sehen

Die Ursache liegt im neuen Reglement. In dieser Saison stammt die Hälfte der Motorleistung aus elektrischen Quellen, was bedeutet, dass die Fahrer pro Runde eine bestimmte Menge an Energie zurückgewinnen müssen. Dies führt zu großen Geschwindigkeitsunterschieden zwischen den Autos auf demselben Streckenabschnitt.

Colapinto fuhr langsam, da er seine Batterie auflud. Bearman versuchte ihn zu überholen und aktivierte dafür seinen Deployment-Modus, wodurch die Geschwindigkeitsdifferenz zwischen den beiden Autos auf 50 Kilometer pro Stunde anstieg. In diesem Moment verlor Bearman die Kontrolle.

„Er erzeugte einen Geschwindigkeitsunterschied von 50 Kilometern pro Stunde“, erklärte Haas-Teamchef Ayao Komatsu.

Colapinto, der zwar in den Spiegel schaute, den herannahenden Haas aber unmöglich hätte kommen sehen können, fordert eine Anpassung des Reglements.

„Ich denke, dass diese Dinge in Zukunft überprüft werden müssen. Es ist manchmal gefährlich.“

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„Vor allem, wenn man nicht genau weiß, wie viel schneller der andere fährt und es keine Möglichkeit gibt, das zu erfahren.“

„Man schaut in den Spiegel und plötzlich ist das andere Auto schon vorbei“, so der Argentinier.

Die FIA hat unterdessen bestätigt, dass für April Sitzungen geplant sind.

„Wir haben für April mehrere Meetings angesetzt, in denen wir prüfen werden, wie das neue Reglement funktioniert und ob Verbesserungen notwendig sind“, teilte die FIA in einer Erklärung mit.

Der Verband fügte hinzu, dass Spekulationen über konkrete Regeländerungen verfrüht seien und Updates kommuniziert werden, sobald Klarheit herrscht. Williams-Pilot Carlos Sainz hofft, dass diese Treffen Ergebnisse liefern.

„Hoffentlich gibt es eine bessere Lösung, die das Racing sicherer macht“, so Sainz.

Das nächste Rennen ist der Grand Prix von Miami am 3. Mai.

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