Formel 1

Deutliche Worte: Toto Wolff kritisiert George Russell scharf

Deutliche Worte: Toto Wolff kritisiert George Russell scharf
BAHRAIN, BAHRAIN - APRIL 13: George Russell of Great Britain and Mercedes is congratulated by Mercedes CEO and Team Principal Toto Wolff in parc ferme during the F1 Grand Prix of Bahrain at Bahrain International Circuit on April 13, 2025 in Bahrain, Bahrain. (Photo by Kym Illman/Getty Images)

George Russell gerät gegenüber Teamkollege Antonelli immer weiter ins Hintertreffen – Toto Wolff sieht dennoch Chancen für den Briten.

George Russell liegt nach vier Rennen zwanzig Punkte hinter seinem Teamkollegen Andrea Kimi Antonelli zurück, doch Mercedes-Teamchef Toto Wolff ist fest davon überzeugt, dass der Brite zurückschlagen wird.

Nach dem Grand Prix von Miami, den Russell als Vierter beendete, während Antonelli seinen dritten Sieg in Folge feierte, sprach Wolff unmissverständlich über die Qualitäten des 28-jährigen Engländers.

„Ich habe immer gesagt, dass George kein Grand Prix-Sieger wäre, wenn er kein Killer wäre“, so Wolff.

Diese Aussage unterstreicht, wie der Mercedes-Teamchef das teaminterne Duell bewertet. Antonelli agiert derzeit auf einem Niveau, das viele überrascht hat, aber Wolff lässt keinen Zweifel daran, dass Russell die Fähigkeiten besitzt, ihm ordentlich Druck zu machen.

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Miami liegt Russell ohnehin nicht besonders

Vorerst richtet Wolff den Blick bereits auf Kanada. Der Grand Prix von Montreal steht vom 22. bis 24. Mai auf dem Programm und bietet Russell die direkte Chance, das Blatt zu wenden.

„Es sind noch achtzehn Rennen zu fahren und viele Punkte zu vergeben.“

„Ich denke nicht, dass es für ihn wichtig ist, darüber nachzudenken, was am Ende des Jahres sein könnte“, sagte der Österreicher.

Russell selbst gibt sich nicht geschlagen. Er gewann den Saisonauftakt in Melbourne und steht damit im direkten Vergleich bei einem Sieg gegenüber den drei Erfolgen von Antonelli in diesem Jahr. Auf die Frage, ob er seinen neunzehnjährigen Teamkollegen unterschätzt habe, reagierte er mit einem deutlichen Dementi.

„Nein, nein und nochmals nein. Man kann ihn überhaupt nicht unterschätzen. Er ist ein fantastischer Fahrer und vom ersten Tag an unglaublich schnell.“

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„Man gewinnt als junger Fahrer nicht alle Meisterschaften, wenn man nicht den nötigen Speed dafür hat.“

Gleichzeitig vertraut Russell auf sein eigenes Gefühl.

„Ich bin weiterhin optimistisch. Es war einfach ein schwieriges Wochenende, aber wir haben erst vier Rennen hinter uns.“

„Es liegt noch viel vor uns und wir werden sicherstellen, dass wir in den kommenden Wochen zurückkommen.“

Miami war ohnehin eine Strecke, die Russell von Natur aus nicht besonders liegt. Er gab bereits vor dem Wochenende an, dass der geringe Grip und die Charakteristik des Kurses nicht optimal zu seinem Fahrstil passen.

Dass er dennoch als Vierter ins Ziel kam und in der Schlussphase nach Setup-Anpassungen sogar Boden auf Antonelli gutmachen konnte, gibt ihm Anlass zu vorsichtigem Optimismus.

Das interne Mercedes-Duell entwickelt sich damit zu einer der interessantesten Storylines der Saison. Auf der einen Seite steht Antonelli, der mit der Unbekümmertheit eines Teenagers Rekorde bricht und jede Woche stärker zu werden scheint.

Auf der anderen Seite steht Russell, ein erfahrener Pilot, der weiß, wie man Meisterschaften angeht, und der seine besten Rennen noch vor sich hat.

Wolff moderiert die Spannungen mit Bedacht. Er lobt Antonelli offen, lässt aber gleichzeitig keinen Zweifel an Russells Format. Beide Fahrer starten für dasselbe Team, agieren jedoch in einem Umfeld, in dem die interne Konkurrenz genauso real ist wie der Kampf auf der Strecke.

Mit noch siebzehn ausstehenden Rennen nach Kanada ist die Meisterschaft völlig offen. Ein Rückstand von zwanzig Punkten ist für einen Fahrer mit der Erfahrung und dem Grundspeed eines Russell absolut aufholbar. Wolff zählt darauf, dass Russell das selbst am besten weiß.

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