Formel 1

Cadillac-Einstieg versetzt die Formel 1 schon jetzt in Aufruhr

Cadillac-Einstieg versetzt die Formel 1 schon jetzt in Aufruhr

Cadillac plant Formel-1-Einstieg 2026: Werksteam-Auftritt mit langfristiger Strategie

Gegen Ende des Jahrzehnts will das Team mit eigenen US-Motoren an den Start gehen. Kurzfristig sind die Erwartungen jedoch realistisch. Das Team ist sich bewusst, dass die Startphase schwierig wird, ist aber entschlossen, vom ersten Tag an einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen.

Diese Absicht wird durch die Art und Weise unterstrichen, wie Cadillac die Livery seines ersten F1-Boliden enthüllt: mittels eines Werbespots während des Super Bowl.

Ein gewagter Schachzug, der auf das amerikanische Mainstream-Publikum abzielt, aber auch als Signal an die Formel-1-Welt gedacht ist, die jahrelang daran zweifelte, ob Cadillac überhaupt in die Startaufstellung gehört.

Sergio Pérez und Valtteri Bottas, beide GP-Sieger und erfahrene Piloten, bilden das Line-up für den Saisonauftakt in Australien am 8. März. Cadillac setzt damit klar auf Erfahrung, um die steile Lernkurve als neues Team bestmöglich zu meistern.

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Cadillac entschied sich bewusst für Erfahrung

Colton Herta konnte bereits Erfolge in der IndyCar feiern. Der Amerikaner steht im Nachwuchsprogramm des Teams bereit und startet diese Saison in der Formel 2, um sich auf ein zukünftiges F1-Cockpit vorzubereiten.

Der Einstieg von Cadillac ist das Ergebnis eines komplexen und teils mühsamen Prozesses. Ursprünglich stand Michael Andretti an der Spitze des Projekts, doch nach heftigem Widerstand der bestehenden Teams, die um ihre Einnahmen aus dem Preisgeldtopf fürchteten, übernahm General Motors die Führung.

Sogar die US-Politik schaltete sich in die Diskussion über mögliche Wettbewerbsbeschränkungen ein. Erst nach der Zahlung einer „Anti-Dilution“ Gebühr in Höhe von 200 Millionen Dollar erhielt Cadillac grünes Licht.

Obwohl ein amerikanischer Fahrer anfangs das Ziel war, entschied sich Cadillac bewusst für die Routine von Pérez und Bottas. Der Fokus liegt darauf, eine solide Basis zu schaffen, statt auf reiner Symbolpolitik zu setzen.

Unterdessen arbeitet GM an einem eigenen Motor, der etwa 2028-2029 zum Einsatz kommen soll. Bis dahin fährt Cadillac mit Ferrari-Power. Was Cadillac von früheren US-Versuchen wie dem Team von Gene Haas unterscheidet, ist die Betonung des Nationalstolzes und der Markenidentität.

Der Launch beim Super Bowl, die Verwendung von JFKs Stimme in einer Werbekampagne und die amerikanische Symbolik bei der Bekanntgabe von Bottas machen deutlich, dass sich Cadillac als das US-Team schlechthin profilieren will.

Dennoch dämpft das Team die Erwartungen bewusst. Die Geschichte geht mit Neueinsteigern nicht zimperlich um: Viele verschwanden nach wenigen Jahren ohne Erfolg wieder von der Bildfläche. Aber die Formel 1 hat sich verändert.

Mit dem Budget Cap, einer populären globalen Strahlkraft und technologischer Unterstützung durch GM scheint Cadillac besser gerüstet zu sein. Beim ersten Shakedown spulte das Team 164 Runden ab. Nicht viel, aber genug, um zu zeigen, dass das Projekt im Zeitplan liegt.

„Wir haben noch viele Probleme zu lösen, aber wir machen mit jedem Run Fortschritte“, erklärte Bottas im Anschluss.

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