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Beliebtes Urlaubsland erwägt Tempo 80 auf allen Autobahnen

Beliebtes Urlaubsland erwägt Tempo 80 auf allen Autobahnen
Speedometer, Use speeds of 80 kilometres per hour.
Von A. Schenk 29. Oktober 2026

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Die Schweizer Behörden bereiten ein Tempolimit von 80 Kilometern pro Stunde auf den Autobahnen vor.

Nach Berichten in Schweizer Medien soll diese Maßnahme bei einem gravierenden Kraftstoffmangel den Verbrauch senken, während die Versorgungslage des Landes bereits jetzt unter Druck steht.

Recherchen der Zeitung Schweiz am Wochenende zeigen, dass im vergangenen Herbst ein Vorschlag für Tempo 80 zur Prüfung innerhalb der Regierung vorgelegt wurde. Die Vorbereitungen wurden gegenüber der Zeitung bestätigt, auch wenn laut dem Blatt noch keine endgültige Entscheidung getroffen wurde.

„Die Maßnahme würde bei einem schweren Mangel die laufenden Entnahmen aus den Pflichtlagern begleiten und diese durch zusätzliche Einsparungen unterstützen“, erklärte die Behörde.

Die Schweizer Regierung kann eine solche Geschwindigkeitsreduzierung bei einer ernsthaften Mangellage eigenständig verordnen, sofern die Situation dies erfordert.

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Fast 4% der vorhandenen Dieselreserven

Die Versorgung mit Ölprodukten wird als sehr angespannt bezeichnet. Unter welchen genauen Bedingungen das niedrigere Tempo eingeführt würde, ist noch nicht bekannt, ebenso wenig wie die exakte Kraftstoffersparnis, die die Maßnahme in der Praxis auf den Schweizer Autobahnen bringen würde.

Die Behörden beschäftigen sich bereits seit Wochen mit der Kraftstoffversorgung. Die Regierung gab bereits die Freigabe, bis zu 45 Millionen Liter Diesel aus den Pflichtlagern zu entnehmen – das entspricht fast vier Prozent der vorhandenen Dieselreserven, die das Land für Notsituationen vorhält.

Anlass sind Verzögerungen in der Lieferkette nach heftigen Regenfällen in Südfrankreich. Bereits im September musste die Regierung Kraftstoffreserven freigeben, nachdem die einzige Ölraffinerie der Schweiz aufgrund eines technischen Defekts rund zwei Wochen außer Betrieb war.

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Die Kraftstoffpreise in der Schweiz hängen nicht nur vom Ölpreis und der Unsicherheit auf den internationalen Märkten ab. Auch die Transportkosten spielen eine Rolle, wobei die niedrigen Wasserstände des Rheins die Schifffahrt momentan erschweren und den Transport von Kraftstoff dadurch verteuern.

Ein geringeres Tempo ist ein bewährtes Mittel zur Kraftstoffersparnis. Der Luftwiderstand eines Fahrzeugs nimmt bei höheren Geschwindigkeiten stark zu, wodurch der Verbrauch bei 120 Kilometern pro Stunde deutlich höher liegt als bei 80 Kilometern pro Stunde auf derselben Distanz.

Auf den Schweizer Autobahnen gilt normalerweise ein Tempolimit von 120 km/h. Eine Senkung auf 80 km/h würde damit einen massiven Eingriff bedeuten, der vor allem für den Lkw-Verkehr kaum einen Unterschied macht, während Pkw spürbar langsamer fahren müssten.

Für niederländische Autofahrer, die in den kommenden Monaten in die Schweiz reisen, sind diese Nachrichten relevant. Besonders in der Wintersportsaison durchqueren viele Niederländer das Land auf dem Weg in die Alpen, wobei eine niedrigere Geschwindigkeit die Reisezeit auf langen Etappen spürbar verlängern könnte.

In den Niederlanden selbst gilt tagsüber bereits seit 2020 ein Tempolimit von 100 Kilometern pro Stunde auf den Autobahnen.

Diese Maßnahme wurde seinerzeit eingeführt, um den Stickstoffausstoß zu begrenzen, während die Geschwindigkeit am Abend und in der Nacht auf vielen Abschnitten höher liegen darf.

Auch die niedrigen Wasserstände des Rheins sind für die Niederlande kein unbekanntes Phänomen. Bei lang anhaltender Trockenheit können Binnenschiffe weniger Ladung transportieren, wodurch der Kraftstoffnachschub ins Hinterland teurer wird – mit entsprechenden Folgen für die Preise an den Tankstellen in der gesamten Region.

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