Formel 1 13.500 Euro Geldstrafe: Autofahrer blockiert Rettungswagen über sechs Kilometer Von A. Schenk 15. Oktober 2026 Formel 1 Fahrer blockiert Rettungswagen über Kilometer: Gericht verurteilt rücksichtsloses Manöver eines Autofahrers Ein deutscher Notarzt traf fünf Minuten später als nötig bei seinem Patienten ein, weil ein Autofahrer auf der B17 bei Augsburg weigerte, Platz zu machen. Diese Verzögerung kommt den 36-jährigen Fahrer nun teuer zu stehen, denn das Gericht verhängte gegen ihn eine empfindliche Geldstrafe und entzog ihm zudem für längere Zeit die Fahrerlaubnis. Der Vorfall ereignete sich im Juni 2025. Während der übrige Verkehr vorschriftsmäßig Platz für den Rettungswagen mit Blaulicht und Sirene machte, blieb der Mann etwa sechs Kilometer lang unmittelbar vor dem Fahrzeug. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft nutzte er die freigemachte Gasse sogar bewusst aus, um selbst schneller durch den Verkehr zu kommen. Beim Amtsgericht Augsburg stieß dies auf wenig Gegenliebe. Der Richter verurteilte ihn wegen Nötigung und eines verbotenen Straßenrennens – eine schwerwiegendere Qualifizierung, als viele bei einem solchen Verstoß erwarten würden. Die Strafe beläuft sich auf 180 Tagessätze zu je 75 Euro, womit der Betrag von 96.500 Dänischen Kronen aus früheren Berichten insgesamt 13.500 Euro entspricht. Zusätzlich ist der Mann seinen Führerschein für mindestens zwei Jahre los. Nach Ablauf dieser Frist erhält er das Dokument übrigens nicht automatisch zurück, sondern muss eine Neuerteilung beantragen. Ganz abgeschlossen ist der Fall noch nicht, da gegen das Urteil noch Berufung eingelegt werden kann. Lies auch: Paukenschlag bei Ferrari: Scuderia bestätigt Ausfall von Charles Leclerc Auch in den Niederlanden kommt es regelmäßig zu Zwischenfällen Auf der A28 zwischen Assen und Groningen behinderte ein Autofahrer im Januar 2019 zwei Krankenwagen, die einen Patienten unter Sondersignal transportierten. Danach raste er selbst mit hoher Geschwindigkeit Richtung Groningen, wo die Polizei den 39-jährigen Fahrer bereits erwartete. Er musste seinen Führerschein noch vor Ort abgeben. Was ihn zu dieser Aktion bewegte, wurde nie bekannt gegeben. Zwei Jahre zuvor eskalierte die Situation auf der A59 zwischen Heesch und Den Bosch noch weiter. Ein 46-jähriger Mann aus Roosendaal fuhr dort dicht hinter einem Rettungswagen mit einem lebensgefährlich erkrankten Patienten her, überholte das Fahrzeug rechts und bremste plötzlich scharf ab. Die Polizei hielt ihn an und beschlagnahmte sein Auto, auch wenn eine böswillige Absicht letztlich nicht bewiesen werden konnte. Zwei 18-Jährige kamen weniger glimpflich davon. Sie fuhren auf dem Weg nach Rotterdam in Schlangenlinien vor einem Krankenwagen mit einem Herzpatienten und bremsten dabei abrupt ab, wodurch der Herzrhythmus des Mannes sichtlich anstieg. Das Duo verlor den Führerschein und erhielt eine Anzeige wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr, Bedrohung und Behinderung von Hilfskräften. Text wird unter dem Bild fortgesetzt. Was das niederländische Gesetz sagt und welche Bußgelder hier gelten In den Niederlanden ist die Regelung in Artikel 50 des Reglement verkeersregels en verkeerstekens 1990 festgeschrieben. Verkehrsteilnehmer müssen laut diesem Artikel Einsatzfahrzeugen mit blauem Blinklicht und Sirene, wie Krankenwagen, Feuerwehr und Polizeiautos, freie Bahn gewähren. Das gilt nicht nur für Autofahrer, sondern auch für Radfahrer. Wer ein Vorrangfahrzeug aufhält, riskiert ein sattes Bußgeld. Ein einfacher Vorrangverstoß kostet im Jahr 2026 bereits 320 Euro zuzüglich Verwaltungskosten, während die Bußgelder zum 1. Januar 2027 um etwa 2,7 Prozent steigen werden. Bei vorsätzlicher Behinderung folgt oft eine Anzeige auf Basis von Artikel 5 des Wegenverkeerswet, woraufhin das Gericht auch ein Fahrverbot verhängen kann. Platz zu machen darf übrigens nicht um jeden Preis geschehen. Wer für einen Krankenwagen über eine rote Ampel fährt, kann dennoch ein Bußgeld von 320 Euro erhalten, wobei ein Einspruch Aussicht auf Erfolg hat, wenn Kamerabilder belegen, dass es keine Alternative gab. Der Rat lautet daher, ruhig nach rechts auszuweichen und ausreichend Abstand zum Vordermann zu halten. Lies auch: Abrechnung mit Max Verstappen: Ex-F1-Pilot kritisiert Ego-Einstellung des Weltmeisters Lies auch: Charles Leclerc teilt nach hitzigem Vorfall mit Hamilton ordentlich aus Teile den Artikel Wo möchten Sie teilen? Facebook LinkedIn Email Link kopieren Neueste Nachrichten Mehr Nachrichten lesen Formel 1 Paukenschlag bei Ferrari: Scuderia bestätigt Ausfall von Charles Leclerc Formel 1 Abrechnung mit Max Verstappen: Ex-F1-Pilot kritisiert Ego-Einstellung des Weltmeisters Formel 1 Charles Leclerc teilt nach hitzigem Vorfall mit Hamilton ordentlich aus Formel 1 Kimi Antonelli lehnt F1-Startnummer 1 ab Formel 1 Ex-Formel-1-Weltmeister vor dem Ruin: 66 Millionen Euro in Büffelfarm versenkt Formel 1 Sergio Perez lässt sich seinen berühmten Spitznamen markenrechtlich schützen