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Warum man aufpassen sollte, wenn ein Motorradfahrer an seinen Helm tippt (auch als Autofahrer)

Warum man aufpassen sollte, wenn ein Motorradfahrer an seinen Helm tippt (auch als Autofahrer)

Unter Motorradfahrern herrscht eine lautlose Kommunikation, die für Außenstehende oft unsichtbar bleibt. Verzicht auf Worte oder Hupen: Ein Repertoire an subtilen Handzeichen ermöglicht den blitzschnellen Informationsaustausch zwischen Bikern, die sich zuvor noch nie begegnet sind.

In der Motorradwelt existiert ein ungeschriebener Kodex, den nahezu jeder Fahranfänger automatisch aufschnappt.

Wer regelmäßig auf zwei Rädern unterwegs ist, merkt schnell, dass die Kommunikation unter Bikern über festgelegte Signale abläuft.

Eine erhobene Hand, zwei Finger zur Seite, ein nach hinten ausgestreckter Fuß: Allesamt Bestandteile einer Sprache, die exklusiv auf dem Asphalt gesprochen wird.

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Das Tippen auf den Helm: Was bedeutet es?

Das vielleicht bekannteste Zeichen ist das Tippen auf die Oberseite des eigenen Helms. Autofahrer, die dies auf der Autobahn beobachten, runzeln manchmal die Stirn, da die Geste auf den ersten Blick etwas merkwürdig wirkt.

Dabei steckt dahinter keinerlei Verärgerung oder Missbilligung. Ein Fahrer, der mit der linken Hand kurz oben gegen seinen Helm klopft, gibt vielmehr eine Warnung an jeden Motorradfahrer weiter, der ihm in diesem Moment entgegenkommt.

Die Botschaft ist simpel: Vorsicht, die Polizei ist in der Nähe. Das kann eine Radarkontrolle sein, ein Motorradpolizist hinter der Leitplanke oder ein ziviles Einsatzfahrzeug, das weiter vorne patrouilliert.

Im Jargon wird diese Bewegung auch als „Cop Tap“ bezeichnet. Sie dient rein dazu, sich gegenseitig aufmerksam zu machen. Der Gedanke dahinter bleibt unverändert: Jeder soll unbeschadet nach Hause kommen.

Warum gerade ein Tippen und kein gewöhnliches Winken? Bei höheren Geschwindigkeiten sind ausladende Bewegungen riskant. Eine kurze Berührung des Helms erfordert kaum Konzentration und ist aus der Ferne dennoch gut sichtbar.

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Innerhalb einer Sekunde weiß ein entgegenkommender Fahrer, was ihn erwartet, ohne dass jemand die Hände länger als nötig vom Lenker nehmen muss.

Ein zweites, häufig genutztes Signal taucht vor allem im stehenden oder zähfließenden Verkehr auf. Wenn ein Autofahrer Platz macht, damit ein Motorrad zwischen den Spuren durchfahren kann, bedanken sich Biker in der Regel mit einem kurzen Ausstrecken des rechten Fußes.

Der Grund ist rein praktischer Natur. Beim Durchschlängeln im Stau bleiben aus Sicherheitsgründen beide Hände am Lenker, wodurch der Fuß das einzige verfügbare Mittel bleibt, um Anerkennung auszudrücken. Dieses kurze Ausstrecken des Stiefels bedeutet dann so viel wie ein direkt ausgesprochenes Dankeschön.

Die dritte Geste ist zweifellos die bekannteste. Wer zwei Motorradfahrer beobachtet, die sich auf einer Landstraße begegnen, sieht meist den typischen Bikergruß. Einige halten die Hand schräg nach unten, andere strecken zwei Finger in Form eines V in die Luft.

Sei gegrüßt

Viele Motorradfahrer fühlen sich miteinander verbunden, weil sie dieselben Risiken eingehen, denselben Wetterbedingungen trotzen und dieselbe Freiheit suchen. Das flüchtige Grüßen unter völlig Fremden bestätigt dieses Gemeinschaftsgefühl.

Neueinsteiger in der Motorradwelt gewöhnen sich meist schnell an diese Gewohnheiten. In der Regel geschieht dies durch erfahrenere Fahrer im Freundeskreis, in der Fahrschule oder bei gemeinsamen Ausfahrten.

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