Formel 1

„Verstappen versucht immer noch so zu fahren wie in der guten alten Zeit in Australien“

„Verstappen versucht immer noch so zu fahren wie in der guten alten Zeit in Australien“
Max Verstappen of Red Bull Racing ahead of the Formula 1 Abu Dhabi Grand Prix at Yas Marina Circuit in Abu Dhabi, United Arab Emirates on December 7, 2025. (Photo by Jakub Porzycki/NurPhoto)

Max Verstappen sorgt für Schreckmoment im zweiten freien Training zum Australien-GP

Der Red Bull-Pilot schoss mit hoher Geschwindigkeit in der Schikane der Kurven neun und zehn durch das Kiesbett. Laut Sky Sports-Analyst Anthony Davidson war dies möglicherweise auf eine Fehleinschätzung des Grip-Niveaus der neuen 2026er-Autos zurückzuführen.

Es war ohnehin keine einfache Session für Verstappen. Zu Beginn des Trainings blieb er bereits am Ende der Boxengasse stehen, als er auf die Strecke fahren wollte. Nachdem das Problem behoben worden war, konnte er die Fahrt fortsetzen, doch am Ende blieb sein Zähler bei lediglich dreizehn Runden stehen.

Seine Bestzeit von 1:20.366 Minuten war gut sechs Zehntelsekunden langsamer als die Topzeit von Oscar Piastri im McLaren. Dies deckt sich mit den Erwartungen nach den Wintertests, wonach Red Bull vorerst hinter Mercedes, Ferrari und McLaren rangiert.

In der Schlussphase der Session kam es beinahe zum Eklat, als Verstappen am Ausgang der schnellen Schikane die Kontrolle verlor. Er rutschte durch das Kiesbett, wobei Teile des Unterbodens und der Karosserie beschädigt wurden. Der Niederländer konnte das Auto jedoch vor einem Einschlag in die Mauer bewahren und seine Fahrt fortsetzen.

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Verständnis des neuen Reglements erfordert akademisches Niveau

Laut Davidson könnte der Zwischenfall damit zusammenhängen, dass sich die Fahrer erst an den geringeren Abtrieb der 2026er-Boliden gewöhnen müssen. Durch das neue Reglement liegt das Downforce-Niveau etwa dreißig Prozent niedriger als im Vorjahr.

Dadurch müssen selbst erfahrene Piloten ihre Bremspunkte und Referenzen neu finden. Davidson vermutet, dass Verstappen für einen Moment noch den Speed der alten Autos im Kopf hatte.

Er mutmaßte, dass Verstappen möglicherweise einen kurzen Konzentrationsfehler beging und die Kurve so ansteuerte, als wäre er noch im 2025er-Auto unterwegs, das deutlich mehr Grip bot. Infolgedessen war er am Scheitelpunkt schlichtweg zu schnell, woraufhin das Heck ausbrach.

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Unterdessen äußert sich Verstappen weiterhin kritisch zum neuen Reglement. Genau wie Lewis Hamilton ist er der Meinung, dass die neuen Systeme rund um das Energiemanagement und die aktive Aerodynamik extrem komplex sind.

Laut dem Red Bull-Piloten brauche man fast ein „Universitätsstudium“, um alle Details des neuen Regelwerks vollständig zu durchdringen.

Letztlich wird jedoch vor allem das Spektakel auf der Strecke darüber entscheiden, wie die Fans über die neuen Regeln denken. Wenn die neue Fahrzeuggeneration für mehr Überholmanöver und spannendere Rennen sorgt, werden viele Supporter die komplizierte technische Seite wohl in Kauf nehmen.

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