Formel 1

Toto Wolff teilt gegen Rivalen aus: „Sie müssen ihr Niveau steigern“

Toto Wolff teilt gegen Rivalen aus: „Sie müssen ihr Niveau steigern“
Mercedes team principal Toto Wolff following the Emilia Romagna Grand Prix at the Autodromo Internazionale Enzo e Dino Ferrari circuit in Italy. Picture date: Sunday May 19, 2024. (Photo by David Davies/PA Images via Getty Images)

Mercedes-Motor unter Beschuss: Toto Wolff reagiert deutlich auf Vorwürfe von Audi, Honda und Ferrari

Mercedes-Teamchef Toto Wolff holt zum Rundumschlag gegen die rivalisierenden Motorenhersteller Audi, Honda und Ferrari aus, welche die Legalität des neuen Mercedes-Antriebs infrage stellen.

Hintergrund ist die vermeintliche Überschreitung des zulässigen Verdichtungsverhältnisses von 16:1 im Mercedes-Motor, das im F1-Reglement für 2026 festgeschrieben ist. Die Anschuldigungen basieren offenbar auf Daten, die darauf hindeuten, dass der Motor dieses Limit im Betrieb möglicherweise überschreitet.

Bei der Präsentation des neuen Mercedes W17 liess Wolff keine Zweifel aufkommen.

„Unsere Power Unit ist legal und steht in völligem Einklang mit dem Technischen Reglement sowie den von der FIA vorgeschriebenen Kontrollverfahren.“

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Keine Rede von einer Grauzone

„Wir haben von Anfang an transparent mit der FIA kommuniziert. Nicht nur über das Verdichtungsverhältnis, sondern auch über andere Aspekte.“

Damit spielt Wolff auf den technischen Austausch zwischen der Mercedes-Motorenabteilung in Brixworth und der FIA an. Seiner Meinung nach gibt es keine Grauzonen.

„In diesem Bereich ist alles klar. Was die Regeln besagen und was die Standardverfahren sind, die auch ausserhalb der Formel 1 gelten.“

„Deshalb sage ich unseren Rivalen: Konzentriert euch lieber auf euren eigenen Scheiss und seht zu, dass ihr vorankommt.“

Die Unstimmigkeiten zwischen Mercedes und Motorenlieferanten wie Ferrari, Honda und Audi scheinen vor allem aus unterschiedlichen Interpretationen der Regeln und der Angst zu resultieren, dass Mercedes einen Vorsprung aufgebaut hat.

„Manche beschäftigen sich offenbar mehr mit dem Gegner als mit der eigenen Performance.“

„Es werden Geheimtreffen abgehalten, Briefe verschickt und Testmethoden erfunden, die es gar nicht gibt“, so Wolff.

Er deutet an, dass diese Vorwürfe möglicherweise ein Weg sind, um bereits vorab eine Ausrede parat zu haben, falls es auf der Strecke nicht läuft:

„Vielleicht versucht jemand schon jetzt, die Schuld woanders zu suchen für den Fall, dass die Leistungen nicht den Erwartungen entsprechen.“

„Wenn ihr euch mit Ablenkungsmanövern beschäftigen wollt, bitteschön – wir konzentrieren uns auf unsere Arbeit.“

Die Angelegenheit liegt nun bei der FIA. Der internationale Automobilverband will die Polemik vor dem Saisonstart in Melbourne beilegen, um zum Beginn einer völlig neuen Ära einen Imageschaden für den Sport zu verhindern. Dazu der Technische Direktor der FIA, Nikolas Tombazis:

„Wir wollen Kontroversen vermeiden und sicherstellen, dass alle Parteien bei der Interpretation des Reglements auf demselben Stand sind.“

Die Hersteller, die Beschwerde eingereicht haben, fordern von der FIA die Entwicklung neuer Verfahren, um das Verdichtungsverhältnis im betriebswarmen Zustand zu messen. Angesichts der kurzen Zeit bis zum ersten Grand Prix im März scheint eine kurzfristige Lösung jedoch unwahrscheinlich.

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