Formel 1 Toto Wolff lässt Bombe um Horner platzen: „Da sind Dinge passiert“ Yas Marina Circuit, Abu Dhabi, United Arab Emirates 8.December.2024; Toto Wolff of Austria and Mercedes-AMG PETRONAS F1 Team on the grid during Formula One Abu Dhabi GP Von A. Schenk 30. März 2026 Christian Horner F1-News Formel 1 Toto Wolff Rivale ohne Grenzen: Toto Wolff und Christian Horner geraten erneut aneinander. Jahrelang standen sich die beiden Teamchefs und Streithähne im Kampf um die begehrten Titel unversöhnlich gegenüber. Da Horner nicht mehr aktiv im Sport tätig ist, spricht Wolff nun erstmals offen über die Chancen auf eine Rückkehr seines Rivalen. Der Weg zurück ist für Horner alles andere als leicht, meint Wolff. „Er hat einiges an Porzellan zerschlagen, und diese Dinge haben Konsequenzen in unserem Mikrokosmos“, so der Mercedes-Teamchef gegenüber der britischen Nachrichtenagentur Press Association. Lies auch: F1-Kalender: Termin für neues Rennen steht offenbar fest – „Ich habe da etwas gehört“ Horner vor die Tür gesetzt Horner wurde im Juli 2024 nach zwanzig Jahren als Teamchef bei Red Bull entlassen. Sein Abschied folgte auf eine Phase langwieriger interner Streitigkeiten beim österreichischen Rennstall. Anfang des Jahres war ihm von einer Mitarbeiterin sexuelle Belästigung und grenzüberschreitendes Verhalten vorgeworfen worden. Er überstand zwei unabhängige Untersuchungen und wurde in beiden Fällen entlastet, doch die Anschuldigungen hinterließen Spuren. Die Atmosphäre innerhalb von Red Bull war bereits seit längerer Zeit angespannt, und die Trennung war letztlich unvermeidlich. Es war ein markantes Ende für den Mann, der Red Bull groß gemacht hat. Unter seiner Führung gewann der Rennstall acht Fahrer-Weltmeisterschaften und sechs Konstrukteurstitel. Max Verstappen sicherte sich zwischen 2021 und 2024 vier aufeinanderfolgende WM-Titel und durchbrach damit die Dominanz von Mercedes und Lewis Hamilton. Wolff erkennt die Leistungen seines ehemaligen Rivalen daher ohne Umschweife an. „Es gibt nicht viele Teamchefs, die das erreicht haben, was er erreicht hat“, so der Österreicher. Das Verhältnis zwischen Wolff und Horner war über Jahrzehnte hinweg intensiv und bisweilen regelrecht feindselig. Der Tiefpunkt wurde 2021 erreicht, als der Titelkampf zwischen Verstappen und Hamilton bis zur allerletzten Runde der Saison andauerte und in einer kontroversen Entscheidung gipfelte, die Hamilton den Titel kostete. Diese Phase hat bei Wolff tiefe Eindrücke hinterlassen. Artikel geht unter dem Bild weiter: „In jenen Jahren war es einfach zu intensiv und zu erbittert, und es sind Dinge passiert, die ich bis zum heutigen Tag nicht verstehen kann“, sagt Wolff. Dennoch entscheidet er sich bewusst dagegen, Horner als Mensch vollständig abzuschreiben. Er setzt die Rivalität in einen breiteren Kontext. „Selbst wenn ich die größte Frustration und Wut gegen ihn verspürte, musste ich mich daran erinnern, dass selbst dein schlimmster Feind einen besten Freund hat. Es muss also etwas Gutes in ihm stecken.“ Mit einer gewissen Ironie fügt er hinzu, dass die beiden unter anderen Umständen vielleicht gut miteinander hätten auskommen können. „Wenn es diese konkurrierende Rivalität nicht gegeben hätte und mehr Zeit vergangen wäre, bin ich mir sicher, dass wir zusammen hätten essen gehen und lachen können.“ Der Sport vermisst Persönlichkeiten Bezüglich einer möglichen Rückkehr von Horner ist Wolff hin- und hergerissen. Einerseits erkennt er an, dass die Formel 1 von starken und kontroversen Figuren profitiert. Andererseits ist ihm bewusst, dass der Rufschaden, den Horner erlitten hat, ihm im Weg stehen wird. „Ich bin da zwiegespalten. Dem Sport fehlen Persönlichkeiten. Und seine Persönlichkeit war eindeutig sehr kontrovers, was gut für den Sport ist.“ Dabei griff er auf ein Gespräch mit Ferrari-Teamchef Fred Vasseur zurück. „Ich sagte zu Fred Vasseur, dass man das Gute, das Schlechte und das Hässliche braucht. Jetzt sind nur noch das Gute und das Hässliche übrig. Das Schlechte ist verschwunden.“ Trotz allem betrachtet Wolff Horner als ein wertvolles Glied im Ökosystem der Formel 1. Ein Sport, der von Spannung und Konflikten lebt, braucht Menschen, die diese anheizen. Horner tat dies wie kaum ein anderer. Horner selbst ließ verlauten, dass er noch „offene Rechnungen“ in der Formel 1 habe. Sein Name tauchte Ende 2024 im Zusammenhang mit Aston Martin auf, doch diese Option zerschlug sich. Anfang 2025 meldete Alpine, dass Horner zu mehreren interessierten Parteien gehörte, die Gespräche über ein Investment in das Team geführt hatten. Bemerkenswerterweise prüft auch Wolff eine Beteiligung an Alpine über die Investmentfirma Otro Capital, die 24 Prozent der Anteile hält. Auf die Frage, ob die mögliche Präsenz von Horner bei Alpine sein Interesse beeinflusse, reagiert Wolff entschieden. „Es gibt keinerlei Verbindung zu Horner, was dieses Investment betrifft. Es wäre ziemlich traurig, wenn das eine Erwägung wäre.“ Ob Horner wirklich in die Formel 1 zurückkehrt, ist ungewiss. Wolff glaubt nicht, dass die beiden jemals Verbündete werden. „Könnte ich ihn als Verbündeten sehen oder als jemanden, der die gleichen Ziele verfolgt? Ich denke nicht.“ Doch er schließt eine Rückkehr auch nicht kategorisch aus. Die Formel 1 ist schließlich eine kleine Welt, in der Ruf und Reputation ebenso schnell aufgebaut wie zerstört werden. Horner hat bewiesen, dass er als Teamchef zur absoluten Weltspitze gehört. Ob das ausreicht, um das zerschlagene Porzellan wieder zusammenzufügen, bleibt abzuwarten. 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