Formel 1 Toto Wolff greift ein: George Russell verliert gegenüber Antonelli an Boden ABU DHABI, UNITED ARAB EMIRATES - NOVEMBER 23: George Russell of Great Britain and Mercedes talks with Mercedes GP Executive Director Toto Wolff at the Mercedes GP Team Photo during previews ahead of the F1 Grand Prix of Abu Dhabi at Yas Marina Circuit on November 23, 2023 in Abu Dhabi, United Arab Emirates. (Photo by Clive Rose/Getty Images) Von A. Schenk 20. Mai 2026 F1-News Formel 1 George Russell Mercedes Toto Wolff Toto Wolff reagiert auf die wachsenden Spannungen bei Mercedes. Nach vier Rennen ist der Brite mittlerweile mit zwanzig Punkten hinter seinen jungen Teamkollegen Kimi Antonelli zurückgefallen, der zuletzt drei Siege in Folge in China, Japan und Miami feierte. Toto Wolff lässt sich von der aufkommenden Spannung nicht mitreißen und wählt mit Blick auf Montreal bewusst einen sachlichen Ton. Der österreichische Teamchef möchte seine Fahrer fokussiert halten und betont, dass noch eine komplette Saison vor ihnen liegt. Vor der Sommerpause stehen sieben Grands Prix in zehn Wochen auf dem Programm, was laut Wolff genügend Möglichkeiten bietet, um Momentum aufzubauen. McLaren machte in Miami dank eines umfangreichen Upgradepakets einen deutlichen Schritt nach vorne, während auch Red Bull überraschend schnell wieder zur Stelle war. Wolff räumte offen ein, dass Mercedes in Florida nicht auf dem Niveau der Konkurrenz agierte, vertraut jedoch darauf, dass das erste große Update-Paket der Saison in Montreal den Unterschied machen wird. Ihm zufolge sind die Verbesserungen auf dem Papier vielversprechend, wenngleich er weiß, dass diese erst auf der Strecke bestätigt werden müssen. Beim Großen Preis von Kanada wird es also definitiv spannend. Lies auch: Belgien-GP: FIA veröffentlicht offizielle Startaufstellung nach Strafen Wolff nimmt Russell trotz Durststrecke in Schutz George Russell startete stark in die Saison mit einem Sieg in Melbourne sowie einem Sprintsieg in China, doch seitdem wurde der Brite vom 19-jährigen Antonelli in den Schatten gestellt. Der junge Italiener schrieb Geschichte, indem er seine ersten drei Pole-Positions allesamt in Siege ummünzte – ein Kunststück, das zuvor noch keinem Fahrer gelungen war. Wolff zeigte sich in einem Interview mit La Gazzetta dello Sport überraschend offen über die aktuelle Situation.„Was wir an diesem Sport so lieben, ist, dass die Uhr am Ende des Rennens niemals lügt. Die Uhr sagt, dass Kimi die letzten drei Grands Prix verdient gewonnen hat“, so Toto Wolff. Gleichzeitig verteidigte Wolff seinen britischen Piloten und führte dessen Schwächeperiode auf eine Kombination aus technischen Problemen, Pech und einem eigenen Fehler in Miami zurück.„Russell hat nicht so gut abgeschnitten, teils aufgrund teambezogener Probleme, teils wegen Pech und in Miami auch durch eigene Fehler. Aber wir kennen seinen Wert und erwarten, dass er in Kanada wieder sehr konkurrenzfähig zurückkehrt“, erklärte Wolff. George Russell selbst gab zu, dass er eine schwierige Phase durchmacht, bleibt aber voll von seinen eigenen Fähigkeiten überzeugt. Ex-Mercedes-Pilot Nico Rosberg fügt der Geschichte eine interessante Dimension hinzu. Der ehemalige Weltmeister, der sich selbst jahrelang teamintern mit Lewis Hamilton duellierte, sieht einen ernsthaften Titelkampf entstehen und riet Wolff dazu, rechtzeitig das Gespräch mit beiden Fahrern zu suchen.„Man muss sich zusammensetzen und die Dinge durchsprechen. Wenn auf der Strecke etwas passiert, muss man das abseits der Piste lösen. Das ist eigentlich eher ein Rat an Toto Wolff, der sich mit ihnen an einen Tisch setzen muss, um alles zu besprechen“, stellte Rosberg fest. Text geht unter dem Bild weiter. Spannende Saison bei Mercedes noch lange nicht entschieden In Kanada findet dieses Jahr zum ersten Mal in der Geschichte ein Sprintrennen auf dem Circuit Gilles Villeneuve statt, wodurch sowohl für Antonelli als auch für Russell zusätzliche Punkte zu vergeben sind. Für den Briten ist dies eine ideale Gelegenheit, seinen Rückstand schnell zu verkürzen – besonders auf einer Strecke, auf der er im Vorjahr bereits triumphierte. Antonelli fuhr am selben Ort im vergangenen Jahr sein erstes F1-Podium ein, weshalb beide Mercedes-Piloten persönliche Gründe haben, dort eine starke Performance abzuliefern. Wolff hält sein Team bewusst auf dem Boden der Tatsachen. Nach Siegen in allen vier Rennen hat Mercedes einen komfortablen Vorsprung von beachtlichen 70 Punkten auf Ferrari in der Konstrukteursweltmeisterschaft. Dennoch möchte der Teamchef seine Fahrer nicht in dem Glauben lassen, dass die Messe bereits gelesen sei. „Wir bewahren die Balance, lernen stetig dazu und rufen jedes Wochenende die bestmögliche Leistung ab. Wir verfallen bei Erfolg nicht in Euphorie und sind in schwierigen Momenten nicht zu enttäuscht – das gilt für unsere Fahrer genauso wie für den Rest des Teams“, so Wolff abschließend. Lies auch: Ferrari kassiert 10.000 Euro Geldstrafe nach Doppel-Fehler beim GP von Belgien Lies auch: FIA verhängt drastische Startplatzstrafen: Max Verstappen profitiert von Rückversetzung seiner Konkurrenten Teile den Artikel Wo möchten Sie teilen? 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