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Sensation an der Zapfsäule: Hier tanken Sie für nur 1,11 Euro pro Liter

Sensation an der Zapfsäule: Hier tanken Sie für nur 1,11 Euro pro Liter

Spritpreise in den Niederlanden: Tanken muss nicht immer extrem teuer sein

In Groningen hatte man kürzlich ein komplettes Drehbuch für die Eröffnung der neuen FC Groningen Tankstelle vorbereitet.

Verkehrshelfer standen bereit, die Straße war abgesperrt und ein Promotion-Team verteilte Flyer, um den erwarteten Ansturm in geordnete Bahnen zu lenken.

Als um zehn vor elf die Zapfsäulen für einen Preis von 1,11 Euro pro Liter freigegeben wurden, zählten die Mitarbeiter an der besagten Tinq-Station exakt elf wartende Autos.

Die ersten 111 Fans durften nämlich zu diesem Spottpreis Benzin oder Diesel tanken, was deutlich mehr als die Hälfte unter dem regulären Zapfsäulenpreis lag. Lkw, Reisebusse und Traktoren waren ausgeschlossen, Reservekanister ebenfalls.

Ein Mitarbeiter hatte eine nüchterne Erklärung für die schwache Resonanz. „Die Groninger sind für eine solche Aktion vielleicht zu bodenständig. Die stellen sich nicht massenhaft eine Stunde lang für ein bisschen Rabatt an,“ so der Mitarbeiter.

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Tinq hat eine reiche Geschichte an bizarren Rabatt-Stunts

Der ruhige Samstag in Groningen war für Tinq-Verhältnisse eine Ausnahme. Die Tankstellenkette hat sich in den letzten Jahren nämlich einen Ruf für Rabattaktionen erarbeitet, die immer wieder für komplettes Verkehrschaos sorgten.

Während des 20-jährigen Jubiläums im März 2022 rollte Tinq eine Woche lang den sogenannten Preis von vor 20 Jahren aus, wobei Kunden an wechselnden Standorten eine Stunde lang für 1,171 Euro pro Liter Benzin und gerade einmal 86 Cent pro Liter Diesel tanken konnten.

Der durchschnittliche Spritpreis lag damals, auch bedingt durch den Krieg in der Ukraine, bei etwa 2,36 Euro. Das Ergebnis war absehbar: In Berkel und Rodenrijs kam laut ANWB die gesamte Gemeinde zum Erliegen und in Veenendaal entstand ein Verkehrsinfarkt auf dem Ostring.

Viel Andrang (und Chaos)

Tinq musste das Konzept Mitte der Woche anpassen und sogar Personen am Ende der Warteschlange wegen Aggressionen und Vordrängeln wegschicken.

Die Kette räumte selbst ein, dass der Andrang „um ein Vielfaches größer“ war als erwartet und dass die Emotionen an einigen Orten zu unschönen Szenen führten.

Ein Jahr später griff Tinq auf dasselbe Konzept mit dem „Preis von vor 22 Jahren“ zurück. In Maassluis bildete sich im Juli 2023 zwischen 09.46 und 10.08 Uhr ein langer Stau vor der Zapfsäule, als der Preis für 22 Minuten lang auf 1,15 Euro für Benzin und 85 Cent für Diesel sank.

Aktionen rund um die Formel 1

In Eindhoven standen im vergangenen Herbst fünfzig Autos in der Hurksestraat bereit, einige Autofahrer hatten sich den Wecker auf halb sechs gestellt. Es ging derart schnell zur Sache, dass die Leute mit offenem Tankdeckel vorfuhren und im Dauerlauf zur Bezahlsäule hasteten.

Zusätzlich gibt es monatliche Glückstage mit sechs Cent Extra-Rabatt pro Liter, die TinQ MAX.KORTING-Saison und eine Formel 1 Aktion, bei der jeder Rennsonntag von Max Verstappen einen zusätzlichen Rabatt einbringt.

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Im Mai 2025 tauchte erneut ein 1,11-Euro-Preis auf, allerdings abends zwischen sieben und halb neun. Ein andermal durften Autofahrer an zwölf Standorten 33 Minuten lang für 1,33 Euro pro Liter tanken, wobei die exakten Zeitpunkte erst eine halbe Stunde vorher über die App bekannt gegeben wurden.

Fossile Zapfsäule kostet Club einen Sponsor

Für den Club bringt die Sache jedoch einen schmerzhaften Nebeneffekt mit sich. Der ehemalige Hauptsponsor OG Clean Fuels (Anbieter von Biogas) hat die Zusammenarbeit mit dem FC Groningen mit sofortiger Wirkung beendet.

Geschäftsführer Marcel Borger ließ gegenüber RTV Noord verlauten, dass die direkte Verknüpfung zwischen dem Clublogo und der fossilen Zapfsäule vorab nicht mit ihm abgestimmt worden sei.

„Das wurde nicht mit uns besprochen, als der Verein über die Verbindung mit dem Unternehmen sprach,“ erklärte Borger.

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