Formel 1 Safety-Car-Fauxpas beim Ungarn-GP: Bernd Mayländer fährt über Formel-1-Piloten hinweg Von A. Schenk 2. August 2026 F1-News Formel 1 Großer Preis von Ungarn Vorschau auf den Ungarn-GP: Der Hungaroring bittet zum geschichtsträchtigen Traditionsduell Viele Formel-1-Experten schütteln es aus dem Ärmel: Der erste Grand Prix von Ungarn fand 1986 statt, also vor vierzig Jahren. Doch das ist nicht ganz korrekt. Streng genommen ist dieser Grand Prix fünfzig Jahre älter und wurde zudem nicht ausschließlich auf dem Hungaroring ausgetragen. Der erste Große Preis von Ungarn wurde bereits 1936 im Népliget-Park von Budapest veranstaltet. Damals traten Mercedes-Benz und die Auto Union gegen die Scuderia von Enzo Ferrari an, die mit Alfa Romeo-Rennwagen startete. Tazio Nuvolari siegte seinerzeit für die Italiener. Im Jahr 1986 gastierte die Formel 1 zum ersten Mal auf dem Hungaroring hinter dem damaligen Eisernen Vorhang. Mehr als 220.000 Fans aus ganz Osteuropa strömten herbei und sorgten für eine überwältigende Kulisse. Sky-Analyst Martin Brundle stand damals im Zakspeed-Boliden am Start. „Das war sehr eigentümlich, es lag eine gewisse Spannung in der Luft. Aber ich konnte nicht genau ausmachen, was es war.“ Lies auch: Max Verstappen äußert sich zu emotionalem Abschied Doppelgänger gab sich als Szisz aus „Erst nach einiger Zeit bemerkte ich, warum die Atmosphäre so merkwürdig war: Es war die Stille.“ „Die Zuschauer kannten den Motorsport und die Formel 1 kaum und schauten einfach gespannt zu, was passierte. Es war sehr seltsam, aber auch faszinierend.“ Eine Metallskulptur am Eingang des Hungarorings erinnert noch heute an Ferenc Szisz. Der ungarische Pilot gewann 1906 in Le Mans auf Renault das erste Autorennen, das die Bezeichnung Grand Prix trug. Bis in die siebziger Jahre gab sich in Ungarn ein Doppelgänger als Ferenc Szisz aus und ließ sich seine Auftritte fürstlich bezahlen. 1995 versuchte der Japaner Taki Inoue, einen Brand an seinem gestrandeten Arrows-Renner zu löschen. Dabei wurde der Pilot vom heraneilenden Safety-Car erfasst und auf die Motorhaube aufgeladen. Inoue war kurz benommen, kam aber mit leichten Prellungen an den Beinen davon. Inoue hatte bereits zuvor eine unangenehme Begegnung mit einem Safety-Car. Als sein Auto mit einem Defekt zurück an die Box geschleppt werden sollte, kam ein vom Rallye-Ass Jean Ragnotti gesteuerter Streckenwagen um die Kurve und krachte frontal in das Heck von Inoues Footwork. Durch den Aufprall wurde der Überrollbügel abgerissen und der Wagen überschlug sich gegen die Leitplanken. Trotz eines zertrümmerten Helms wurde Inoue für das Rennwochenende fahrtauglich geschrieben. Nur in Monza wird schon länger ununterbrochen Formel 1 gefahren als auf dem Hungaroring; das Rennen 2026 markiert die 41. Edition in Folge. Auf dem Hungaroring wird seit 1986 ohne Unterbrechung gefahren, in Monza seit 1981. Es dauerte von 1986 bis 2006, bis es bei einem Großen Preis von Ungarn zum ersten Mal regnete. Jenson Button glänzte unter diesen Mischbedingungen und feierte von Startplatz 14 aus seinen ersten Grand-Prix-Sieg. Er ist nicht der einzige, der hier seinen Premierensieg feierte. Das Gleiche gilt für Damon Hill im Jahr 1993 und Fernando Alonso 2003, der damals zum jüngsten Grand-Prix-Sieger avancierte. 2021 gewann der Franzose Esteban Ocon auf dem Hungaroring sensationell für Alpine. Lediglich ein ungarischer Fahrer durfte bei seinem Heimrennen an den Start gehen: Zsolt Baumgartner, 2003 als Ersatzfahrer bei Jordan und 2004 als Stammfahrer für Minardi. Der Große Preis von Ungarn sah seit 1988 zehn verschiedene Hauptsponsoren, von der Jeansmarke Pop 84 über Marlboro bis hin zu Rolex und zuletzt dem Cloud-Anbieter AWS. Lies auch: Abschied in der Formel 1: Willem-Alexander, Máxima und Alexia stehen Prinz Bernhard bei Lies auch: 32 Bergsteiger ignorieren Warnungen am Mont Blanc und fordern anschließend kostenlosen Rettungsflug Teile den Artikel Wo möchten Sie teilen? Facebook LinkedIn Email Link kopieren Neueste Nachrichten Mehr Nachrichten lesen Formel 1 Max Verstappen äußert sich zu emotionalem Abschied Formel 1 Abschied in der Formel 1: Willem-Alexander, Máxima und Alexia stehen Prinz Bernhard bei Formel 1 32 Bergsteiger ignorieren Warnungen am Mont Blanc und fordern anschließend kostenlosen Rettungsflug Formel 1 Letztes F1-Rennen in Zandvoort: Das kostet ein Ticket, um Verstappen noch einmal glänzen zu sehen Formel 1 „Lewis Hamilton wollte mehrfach zu Red Bull wechseln“ Formel 1 Überlebenskampf: F1-Team braucht Christian Horner dringender denn je
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