Formel 1

Rückschlag für Aston Martin: Update kommt vier Monate zu spät

Rückschlag für Aston Martin: Update kommt vier Monate zu spät
SILVERSTONE, ENGLAND - SEPTEMBER 10: Adrian Newey, Managing Technical Partner, Aston Martin F1 Team, & Lawrence Stroll, Owner, Aston Martin F1 Team at a press conference at Aston Martin Headquarters on September 10, 2024 in Silverstone, England. (Photo by Zak Mauger/Getty Images for Aston Martin)

Fehlstart droht: Warum Adrian Newey bei Aston Martin für 2026 einen Rückstand erwartet

Aston Martin hat beim Shakedown in Barcelona nur einen der drei möglichen Testtage genutzt. Laut dem Technischen Direktor Adrian Newey war dies vor allem auf anhaltende Verzögerungen zu Beginn des Jahres 2025 zurückzuführen.

Der Brite, der im März vergangenen Jahres beim Team in Silverstone anheuerte, erklärt, dass Aston Martin erst im April über einen einsatzbereiten Windkanal verfügte. Die meisten Konkurrenten hatten dagegen bereits im Januar mit ihren aerodynamischen Tests begonnen.

„Die Realität ist, dass wir erst Mitte April ein Modell des 2026er Autos im Windkanal hatten“, so Newey. „Die meisten unserer Rivalen waren bereits ab Januar so weit, sobald das aerodynamische Testverbot endete.“

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Viel Arbeit in kurzer Zeit

Durch diesen Rückstand von etwa vier Monaten musste Aston Martin in sehr kurzer Zeit ein enormes Pensum bewältigen. „Es war eine extrem arbeitsreiche Phase von zehn Monaten“, sagt er.

Die Formel 1 steht 2026 vor einem drastischen Umbruch. Erstmals werden sowohl das Chassis-Reglement als auch die Regeln für die Power Unit gleichzeitig grundlegend erneuert.

„Es ist ein komplett neues Reglement, eine große Herausforderung für alle Teams, aber vielleicht noch mehr für uns“, stellt Newey fest. Der AMR Technology Campus befindet sich noch im Aufbau, und das Team musste viele Strukturen gleichzeitig entwickeln.

Das Auto, das auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya seine ersten Meter absolvierte, wird laut Newey bis zum Saisonauftakt in Melbourne noch deutlich modifiziert und auch danach stetig weiterentwickelt.

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„Es ist sehr wichtig, bei der Entwicklung des AMR26 unvoreingenommen zu bleiben“, sagt er. Die vorangegangene Generation der Ground-Effect-Autos (2022-2025) war seiner Meinung nach schwierig zu fahren. „Der Aston Martin war dafür leider ein gutes Beispiel.“

Newey sieht das neue Reglement als Chance, ein Auto zu bauen, aus dem Fernando Alonso und Lance Stroll, der vor seiner zehnten Saison steht, mehr herausholen können.

Auf das markante Design des AMR26, das in Barcelona für Aufsehen sorgte, reagiert er gelassen.

„Ich betrachte meine Entwürfe nie als aggressiv. Wir folgen einfach der Richtung, die wir für richtig halten“, sagt er. „Das Design enthält sicher Merkmale, die so noch nicht versucht wurden. Ob das nun aggressiv ist? Vielleicht ja, vielleicht nein.“

Der Entwurf ist laut Newey aus einem ganzheitlichen Ansatz entstanden, bei dem das Reglement und die gewünschte Luftströmung genauestens analysiert wurden.

Dennoch bleibt ungewiss, ob Aston Martin die richtige Philosophie gewählt hat.

„Bei einem komplett neuen Reglement weiß niemand sicher, was die beste Interpretation ist. Wir auch nicht. Wir haben eine Richtung eingeschlagen und damit gearbeitet. Ob sich das als richtig erweist, wird sich zeigen.“

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