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Reifen-Drama in Malaysia bahnt sich an: Ein Vorteil für Verstappen?

Reifen-Drama in Malaysia bahnt sich an: Ein Vorteil für Verstappen?
MELBOURNE, AUSTRALIA - MARCH 16: Max Verstappen of the Netherlands driving the (1) Oracle Red Bull Racing RB21 makes a pitstop during the F1 Grand Prix of Australia at Albert Park Grand Prix Circuit on March 16, 2025 in Melbourne, Australia. (Photo by Clive Rose/Getty Images) // Getty Images / Red Bull Content Pool // SI202503160180 // Usage for editorial use only //

Extremer Reifenverschleiss in Malaysia: Wittert Max Verstappen hier seine Chance?

Der Reifenverschleiß scheint eines der zentralen Themen beim Grand Prix von Bahrain in Malaysia zu werden. Auf dem Sepang International Circuit waren die Formel-1-Teams am Freitag mit auffallend hoher Degradation konfrontiert, weshalb das Reifenmanagement am Sonntag eine rennentscheidende Rolle spielen könnte.

Pirelli registrierte während der Trainingseinheiten einen Zeitverlust von etwa zwei bis drei Zehntelsekunden pro Runde sowohl auf dem Medium als auch auf dem Soft-Reifen. Laut Chefingenieur Simone Berra sind diese Werte vergleichbar mit der hohen Degradation, die zuvor in Barcelona gemessen wurde, was mehrere Boxenstopps nahelegt.

Für Max Verstappen rückte der Fokus auf das Reifenmanagement am Freitag deutlich in den Vordergrund. Red Bull entschied sich während des zweiten Freien Trainings dazu, einem Longrun auf der Medium-Mischung den Vorzug vor einer üblichen Qualifying-Simulation zu geben, da das Team so viele Informationen wie möglich über das Verhalten der Reifen sammeln wollte.

Am Samstag verschob sich das Bild an der Spitze leicht, als Kimi Antonelli im dritten Freien Training die Bestzeit fuhr. Verstappen landete mit 0,278 Sekunden Rückstand auf dem zweiten Platz, doch für das Rennen bleibt vor allem die Frage, welches Team die Reifen während längerer Stints am besten unter Kontrolle halten kann.

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Rauer Asphalt sorgt für zusätzliche Probleme

Der Asphalt von Sepang spielt eine wichtige Rolle beim hohen Verschleiß. Die Strecke bietet relativ wenig Grip und ist besonders abrasiv, was dazu führt, dass die Fahrer häufiger rutschen. Dabei steigen die Oberflächentemperaturen der Reifen schnell an, woraufhin der Grip weiter abnimmt und erneut mehr Bewegung im Auto entsteht.

Diese Kombination kann einen Teufelskreis auslösen. Besonders die Hinterreifen werden stark beansprucht, während die schnellen Kurven gleichzeitig den Vorderreifen viel abverlangen. Die Teams müssen daher einen Kompromiss zwischen ausreichend Speed und dem Vermeiden von Überhitzung auf beiden Achsen finden.

Die Bedingungen verschärfen dieses Problem zusätzlich. Während der Freitagstrainings stieg die Asphalttemperatur auf bis zu 54 Grad Celsius, während die Außentemperatur 38 Grad erreichte. Pirelli erwartet, dass vergleichbare Bedingungen im weiteren Verlauf des Wochenendes möglich bleiben.

Auffallenderweise erwies sich der Soft-Reifen in einigen Runs sogar als konsistenter als der Medium. Der zusätzliche Grip der weichen Mischung sorgt dafür, dass das Auto weniger rutscht, wodurch sich weniger Hitze aufbaut. Daher ist ein härterer Reifen in Sepang nicht automatisch die beste Wahl für einen langen Stint.

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Verstappen sammelte wichtige Informationen für Sonntag

Red Bull entschied sich bewusst dazu, Verstappens Programm am Freitag anzupassen. Der erwartete Regen während des zweiten Freien Trainings blieb letztlich aus, doch der Niederländer hatte seinen Longrun zu diesem Zeitpunkt bereits vorgezogen. Dadurch sammelte das Team wertvolle Daten über den Medium-Reifen.

Technikchef Pierre Waché betonte, dass Red Bull den Longrun nicht opfern wollte, da die Degradation seiner Meinung nach der wichtigste Aspekt des Wochenendes ist. Max Verstappen verpasste dadurch zwar eine repräsentative Qualifying-Simulation auf dem Soft-Reifen, gewann aber mehr Erkenntnisse über die Rennpace.

Ein zusätzlicher Unsicherheitsfaktor ist die harte C2-Mischung. Kein einziger Fahrer nutzte diese Mischung am Freitag, da die Teams ihre verfügbaren Sätze für den Sonntag aufsparen wollten. Selbst Pirelli verfügt daher noch nicht über umfassende Praxisdaten des Hard-Reifens unter den aktuellen Bedingungen.

Bei vergleichbarem Verschleiß erwartet Pirelli, dass eine Zwei-Stopp-Strategie wahrscheinlich wird, während sogar drei Stopps nicht ausgeschlossen sind. Das eröffnet strategisch verschiedene Möglichkeiten, zumal Überholen in Sepang gut machbar ist und Fahrer mit besserem Reifenmanagement ihre Stints in die Länge ziehen können.

Für Verstappen könnte genau das interessant werden. Seine Pace über eine Runde erwies sich am Samstag erneut als konkurrenzfähig, doch am Sonntag könnte das Rennen deutlich stärker durch das Reifenmanagement und strategische Entscheidungen bestimmt werden. Wer die Temperaturen am besten im Griff hat, erhält möglicherweise erheblich mehr Spielraum beim Zeitpunkt der Boxenstopps.

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