Formel 1

Rätsel um Mercedes von Max Verstappen auf der Nordschleife: „Ich habe niemanden berührt“

Rätsel um Mercedes von Max Verstappen auf der Nordschleife: „Ich habe niemanden berührt“
Max Verstappen performing at ADAC Nürburgring Langstrecken-Serie on the 21th of March 2026, photographed by Gruppe C GmbH / Red Bull Content Pool NLS2: 58. Barbarossapreis, Nürburgring-Nordschleife 2026 - Foto: Gruppe C Photography // Gruppe C GmbH / Red Bull Content Pool // SI202603250269 // Usage for editorial use only //
Von A. Schenk 19. April 2026

Rückschlag für Max Verstappen beim zweiten Qualifikationsrennen der 24 Stunden am Nürburgring: Der viervoudige Weltmeister lag auf der Nordschleife mit seinem Mercedes-AMG GT3 von Verstappen Racing klar auf Siegkurs, doch ein plötzlicher Defekt am Frontsplitter beendete zur Rennmitte alle Hoffnungen auf den Triumph.

Max Verstappen teilte sich das Cockpit mit dem Österreicher Lucas Auer und lag auf Kurs für den zweiten Erfolg in Serie in der Nürburgring Langstrecken-Serie.

In seinem ersten Stint hatte er bereits einen Vorsprung von fast dreißig Sekunden herausgefahren und wirkte souverän. Während des zweiten Stints kam es jedoch zum Rückschlag. Der Frontsplitter am Mercedes brach ab, woraufhin das Winward-Team entschied, das Auto zur Reparatur an die Box zu holen.

Auer kehrte erst dreißig Minuten später auf die Strecke zurück, als eine vordere Platzierung längst außer Reichweite war.

Was genau die Ursache für den Defekt war, bleibt vorerst ein Rätsel. Verstappen selbst hatte während seines Stints kaum Anhaltspunkte, was das Problem ausgelöst haben könnte.

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„Extremes Flattern“

„In der zweiten Runde meines zweiten Stints gab es plötzlich starke Vibrationen“, berichtete Verstappen gegenüber Viaplay. „Dann fing der Splitter auf einmal an, extrem zu flattern. In diesem Moment wusste ich, dass er ab war. Das war es dann im Grunde.“

Der Fahrer gab an, keinen Kontakt mit anderen Autos gehabt zu haben. „Ich habe niemanden berührt, daher weiß ich nicht, wie es passiert ist. Wir müssen genau analysieren, was schiefgelaufen ist. Es sind noch mehr Mercedes am Start und bei denen läuft alles gut. Hoffentlich finden wir es heraus“, so Verstappen.

Winward sucht nach Erklärungen

Innerhalb der Mannschaft begann sofort die Ursachenforschung, auch wenn wenige Stunden nach dem Rennen noch keine eindeutige Antwort vorlag. Teammanager Steve Buschmann von Winward Racing bestätigte, dass der Schaden am Splitter der Grund für den vorzeitigen Boxenstopp war.

„Wir wissen noch nicht genau, was passiert ist, aber der Splitter ist beschädigt“, sagte Buschmann. „Deshalb haben wir uns entschieden, das Auto in die Garage zu holen, bevor Schlimmeres passieren konnte. Wir versuchen ihn nun zu reparieren und wollen den Rest des Rennens als Testsession nutzen.“

Beide Qualifikationsläufe auf der Nordschleife dienen als Generalprobe für das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring im Mai. Für Verstappen, der auf dem anspruchsvollen Kurs noch Erfahrung sammeln muss, ist jede Runde auf der Strecke wertvoll. Dass sein Auto über ausreichend Pace verfügt, um an der Spitze mitzumischen, steht nach diesem Sonntag jedenfalls außer Frage.

Harter Zweikampf mit Haase

Bevor der Splitter nachgab, lieferte sich Verstappen ein sehenswertes Duell mit Christopher Haase im Scherer-Phx Audi. Wie schon beim zweiten NLS-Lauf Ende März schenkten sich die beiden auf der langen Döttinger Höhe nichts.

Der Audi war auf den Geraden etwas schneller, doch Verstappen hielt dagegen und schaffte es schließlich, den Deutschen ausgangs Tiergarten zu passieren.

Der Niederländer blickt mit einem Lächeln darauf zurück. „Ich konnte meine Stints recht gut fahren, wieder ein bisschen mit Verkehr. Das war ziemlich intensiv, auch die Kämpfe gegen andere GT3-Autos. In dieser Hinsicht war alles bestens. Das Auto fühlte sich gut an, damit bin ich zufrieden“, so Verstappen.

Vorbereitung auf die 24 Stunden

Der Ausfall kam zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Das Wochenende war eigentlich darauf ausgelegt, so viele Kilometer wie möglich unter verschiedenen Bedingungen zu sammeln.

Das Samstagsrennen wurde nach einem schweren Unfall, bei dem der 66-jährige finnische Pilot Juha Miettinen verstarb, vorzeitig abgebrochen, wodurch Verstappen nur begrenzt Fahrzeit erhielt.

Dennoch hat Verstappen nicht das Gefühl, unvorbereitet in das große Rennen zu gehen. „Wir haben uns so gut wie möglich auf die 24 Stunden vorbereitet. Ich bin nur noch nicht im Dunkeln gefahren, das ist alles. Ich bin im Regen gefahren, habe Starts absolviert und bin bei trockenen Bedingungen von verschiedenen Positionen aus gestartet. Mehr kann man wohl nicht tun“, so Verstappen.

Das Team will klären, warum der Splitter nachgab, zumal andere Mercedes im Feld ohne vergleichbare Probleme unterwegs waren.

Das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring ist für den 16. und 17. Mai terminiert. Verstappen startet dort gemeinsam mit Auer, Dani Juncadella und Jules Gounon im Mercedes-AMG GT3 im Red-Bull-Design.

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