Formel 1

Paukenschlag in der Formel 1: Rennstall trennt zich von seinem Teamchef

Paukenschlag in der Formel 1: Rennstall trennt zich von seinem Teamchef
ABU DHABI, UNITED ARAB EMIRATES - DECEMBER 07: The PREMA Racing team and Rodin Motorsport team watch the action on the pitwall during the Round 14 Yas Island Sprint race of the Formula 2 Championship at Yas Marina Circuit on December 07, 2024 in Abu Dhabi, United Arab Emirates. (Photo by James Sutton - Formula 1/Formula Motorsport Limited via Getty Images)

Paukenschlag bei Aston Martin: Andy Cowell verlässt das Team im Juni 2026 laut PlanetF1.com

Der einflussreiche britische Ingenieur, der als Architekt hinter den dominanten Hybrid-Motoren von Mercedes bekannt ist, kehrte 2024 als CEO des Teams aus Silverstone in die Formel 1 zurück. Doch weniger als zwei Jahre später steht sein Abenteuer dort bereits vor dem Ende.

Cowell wurde ursprünglich als CEO und Teamchef von Aston Martin geholt. Eine klare Schlüsselposition im ambitionierten Projekt von Eigentümer Lawrence Stroll. Doch Ende 2025 änderte sich die Situation drastisch.

Adrian Newey ist seit Kurzem auch Anteilseigner des Teams und rückte selbst in die Rolle des Teamchefs auf. Cowell wurde damit zum Chief Strategy Officer degradiert – eine Funktion, die sich primär auf externe technische Partnerschaften konzentriert.

Obwohl das Team öffentlich von einer neuen Rolle sprach, die besser zu seiner Expertise passe, hat sich das Verhältnis zwischen Andy Cowell und der Aston Martin-Führung laut Insidern seitdem deutlich abgekühlt.

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Differenzen mit Newey

Die Spannungen zwischen Cowell und Newey scheinen aus grundlegend unterschiedlichen Visionen bezüglich der Teamstruktur und der technischen Ausrichtung zu resultieren. Cowell ist ein Motorenspezialist mit einem Background in Power Units und strategischer Führung.

Newey ist ein Aerodynamik-Genie und hält bei Design und technischer Entwicklung gerne selbst die Fäden in der Hand.

Ihre Rollen überschnitten sich zu wenig, um komplementär zu funktionieren. Insider deuten an, dass Neweys Einfluss als Anteilseigner ausschlaggebend für die Umstrukturierung der Führungsspitze war. Vorerst bleibt Cowell bis Juni 2026 im Amt, um seine Aufgaben in der Zusammenarbeit mit Honda, Aramco und Valvoline abzuschließen.

Dies passt in den Übergangsprozess von Aston Martin, das ab 2026 erstmals einen Werksmotor von Honda anstelle der Kundenmotoren von Mercedes einsetzen wird.

Adrian Newey räumte in einem Interview ein, dass Cowells Fähigkeiten bei der Vorbereitung auf das neue Motorenreglement wertvoll seien.

„Angesichts der Herausforderung der Power Unit für 2026 ist Andys Expertise im Bereich der Partnerschaften mit Honda und Aramco von großem Wert.“

„Er hat selbst angeboten, sich Anfang 2026 darauf zu konzentrieren.“

Zu seiner eigenen Ernennung als Teamchef sagte Newey:

„Ich wäre bei den ersten Rennen ohnehin vor Ort gewesen. Wenn ich also schon da bin, kann ich diese Rolle genauso gut ausfüllen.“

Da Cowell vor dem Abschied steht und Newey betont, dass seine wahre Leidenschaft nach wie vor dem Entwerfen von Autos gilt, ist unklar, wie lange Newey Teamchef bleiben wird.

Er scheint selbst nicht darauf erpicht zu sein, diese Rolle dauerhaft zu übernehmen. Es ist also sehr wahrscheinlich, dass Aston Martin im weiteren Verlauf des Jahres nach einem neuen Teamchef suchen muss.

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