Formel 1

Paukenschlag im F1-Paddock: Max Verstappen verlässt Red Bull

Paukenschlag im F1-Paddock: Max Verstappen verlässt Red Bull
AUSTIN, TEXAS - OCTOBER 18: Sprint winner Max Verstappen of the Netherlands and Oracle Red Bull Racing looks on during the Sprint ahead of the F1 Grand Prix of United States at Circuit of The Americas on October 18, 2025 in Austin, Texas. (Photo by Mark Sutton - Formula 1/Formula 1 via Getty Images)

Wer verlässt Red Bull zuerst: Verstappen oder Lambiase? Van der Garde mit klarer Antwort

„Dann die Preisfrage: Wer verlässt Red Bull als Erster, Lambiase oder Verstappen? Ich setze mein Geld auf Max. Es ist ganz einfach; Red Bull hat den Laden nicht im Griff und Max will schlichtweg in einem Auto sitzen, mit dem er Rennen und Titel gewinnen kann. Ich denke, dass Max nach dieser Saison den nächsten Schritt machen wird“, so Van der Garde in seiner Kolumne.

Die Prognose von Van der Garde kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Red Bull Racing kaum noch dem Team gleicht, das mit Verstappen vier Weltmeisterschaften in Folge feierte.

Der Braindrain in Milton Keynes hat mittlerweile historische Ausmaße angenommen. Stardesigner Adrian Newey entschied sich im vergangenen Jahr für Aston Martin, Jonathan Wheatley wechselte zu Audi und Chefingenieur Rob Marshall wanderte zusammen mit Strategiechef Will Courtenay zu McLaren ab.

Zusätzlich kam es zum Abschied von Teamchef Christian Horner und Berater Helmut Marko, jenen beiden Männern, die über Jahre hinweg das Gesicht des Teams prägten.

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Geld als entscheidender Faktor

Letzte Woche wurde bekannt, dass nun auch Lambiase die Tür hinter sich zuzieht. Der italienische Renningenieur, der seit 2016 mit Verstappen zusammenarbeitet, wird nach Ablauf seines Vertrages im Jahr 2027 zu McLaren wechseln.

Dort übernimmt er den Posten des Chief Racing Officer unter Teamchef Andrea Stella, der die Verpflichtung von Lambiase als das i-Tüpfelchen bezeichnete.

Jos Verstappen ließ über die sozialen Medien verlauten, was seiner Meinung nach der wahre Grund für den Abschied von Lambiase ist. Als ein niederländischer Medienbericht behauptete, McLaren sei attraktiv für die besten Talente der Formel 1, reagierte der Vater des viermaligen Weltmeisters kurz und bündig, dass es McLaren schlichtweg um das große Geld ginge.

Max Verstappen selbst gab an, dass er Lambiase dazu ermutigt habe, das Angebot anzunehmen. „Ich habe natürlich eine sehr gute Beziehung zu GP“, so Verstappen. Der Niederländer erklärte vor Publikum im Theater Amsterdam, dass das finanzielle Paket und die Absicherung der Familie für Lambiase ausschlaggebend gewesen seien.

Red Bull im Panikmodus

Unterdessen versucht die neue Führung von Red Bull, den Schaden durch strukturelle Eingriffe zu begrenzen. Ben Waterhouse wurde zum Chief Performance and Design Engineer befördert und Andrea Landi tritt am 1. Juli seinen Dienst als Head of Performance an.

Ziel ist es, die Integration der verschiedenen technischen Abteilungen zu verbessern. Dass der Rennstall solche Anpassungen mitten in der laufenden Saison vornehmen muss, sagt laut Expertenmeinung viel über den aktuellen Zustand des Teams aus.

Verstappen sondiert den Markt

Der RB22 bleibt in dieser Saison hinter den Erwartungen zurück, die Teamstruktur bröckelt und die Sicherheiten, auf die sich Verstappen jahrelang verlassen konnte, sind eine nach der anderen weggefallen. Der Limburger ließ bereits früher in dieser Saison durchblicken, dass sein Leben aus mehr als nur Formule 1 besteht, was sofort Spekulationen über einen vorzeitigen Rücktritt befeuerte.

Van der Garde glaubt daran allerdings nicht. Er geht davon aus, dass Verstappen der Königsklasse vorerst erhalten bleibt. Die Frage ist seiner Meinung nach vor allem, für wen er an den Start gehen wird.

Verstappen selbst kombiniert seine F1-Karriere heutzutage mit Ausflügen auf die Nürburgring-Nordschleife, wo er in einem Mercedes AMG GT3 von Winward Racing in der NLS-Meisterschaft antritt. Am vergangenen Wochenende verpasste er den Sieg bei den 24h Qualifiers aufgrund eines gebrochenen Splitters. Van der Garde sieht zudem Le Mans und Daytona ganz oben auf der Wunschliste des Niederländers.

Der Wechsel nach dieser Saison

Es bleibt die Frage, welches Cockpit für Verstappen attraktiv genug ist. McLaren verfügt über das schnellste Auto im Feld und hat sich nun auch die Dienste von Lambiase gesichert.

Mercedes ist mit George Russell und Kimi Antonelli voll besetzt, während Aston Martin noch mindestens bis 2027 in der Krise steckt.

Van der Garde hält es simpel: Ein Fahrer vom Format eines Verstappen will gewinnen. Wenn Red Bull das nicht mehr garantieren kann, wird er die Lösung woanders suchen.

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