Formel 1

Nach erneuter Kritik von Max Verstappen am 2026er-Reglement: F1-Verantwortliche kündigen drastische Maßnahmen an

Nach erneuter Kritik von Max Verstappen am 2026er-Reglement: F1-Verantwortliche kündigen drastische Maßnahmen an
Red Bull driver Max Verstappen during a press conference following qualifying for the Abu Dhabi Grand Prix at the Yas Marina Circuit. Picture date: Saturday December 6, 2025. (Photo by David Davies/PA Images via Getty Images)

Max Verstappen sorgt erneut für Wirbel in der Formel 1: Weltmeister kritisiert das technische Reglement für 2026 scharf

Der viermalige Weltmeister bezeichnete das kommende Reglement als „Anti-Racing“ und zog damit nicht nur die Aufmerksamkeit der Fans, sondern auch der Sportführung auf sich. Seine Aussagen lassen neue Zweifel an seiner Zukunft im Sport aufkommen und werfen Fragen über den Kurs auf, den die Formel 1 eingeschlagen hat.

Obwohl Verstappen die kleineren Abmessungen und das geringere Gewicht der neuen Generation der F1-Boliden positiv bewertete, kritisierte er vor allem das neue Energiemanagementsystem.

Der Fokus auf die Batterienutzung und -rückgewinnung führt dazu, dass die Fahrer auf unnatürliche Weise „Liften und Coasten“ müssen, selbst bei voller Geschwindigkeit. Laut Verstappen hat dies den Fahrspaß geraubt.

„Es ähnelt der Formel E, aber auf Steroiden“, erklärte er in Bahrein.

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Interne Unruhe bei der F1-Führung nach Verstappens Aussagen

„Es hat nichts mehr damit zu tun, was die Formel 1 sein sollte.“

Zuspruch erhielt er von seinem Rivalen Lewis Hamilton, der mittlerweile für Ferrari fährt. Auch er äußerte seine Besorgnis über die Auswirkungen des Hybrid-Antriebs auf das Fahrvergnügen.

Doch nicht alle sind so negativ eingestellt. So ließ der amtierende Weltmeister Lando Norris wissen, dass er die neue Herausforderung durchaus schätzt. Mit einem Augenzwinkern deutete er sogar an, dass Verstappen besser in Rente gehen sollte, wenn er keinen Spaß mehr am Fahren habe.

Laut der deutschen Sport Bild sorgten Verstappens Aussagen am Donnerstag für unmittelbare Aufregung beim Formula One Management. Noch am selben Tag nahm ein Pressesprecher Kontakt zu Red Bull auf und bat um ein Gespräch mit Verstappen höchstpersönlich.

Der Niederländer soll sich dessen bewusst gewesen sein, dass seine Kommentare nicht überall gut ankommen würden. Der Grundtenor innerhalb des Sports: Dies hätte besser intern besprochen werden sollen.

Auch die BBC sprach mit hochrangigen F1-Quellen, die davor warnten, dass die Fahrer nicht zu voreilig urteilen sollten. Mehrere Teams hatten ihre Piloten bereits gebeten, zumindest einige Rennen abzuwarten, bevor sie sich ein endgültiges Urteil bilden. Verstappen scheint sich darum wenig geschert zu haben.

Die Aussagen in Bahrein kommen nicht von ungefähr. Verstappen flirtet schon länger mit dem Gedanken, seine Karriere nicht endlos in die Länge zu ziehen. In seiner jüngsten Dokumentation New Ground, die von Viaplay ausgestrahlt wird, ließ er durchblicken, dass er immer öfter nach Herausforderungen außerhalb der Formel 1 sucht.

„Sobald man alles erreicht hat, was man in der Formel 1 erreichen wollte, bekommt man automatisch mehr Raum, um sich nach anderen Dingen umzusehen“, sagte er.

„Ich liebe es, alle Arten von Autos zu fahren. Das macht mich glücklich.“

Verstappen sagt, er habe diesen Wunsch mit Red Bull besprochen, wo man Verständnis zeigte.

„Letztendlich will man einen glücklichen Fahrer und keinen frustrierten. Und solche Dinge halten mich glücklich.“

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