Formel 1

Montoya teilt aus: „Glaube nicht, dass er Champion wird“

Montoya teilt aus: „Glaube nicht, dass er Champion wird“
ABU DHABI, UNITED ARAB EMIRATES - DECEMBER 5: Juan Pablo Montoya during previews ahead of the F1 Grand Prix of Abu Dhabi at Yas Marina Circuit on December 5, 2024 in Abu Dhabi, United Arab Emirates. (Photo by Vince Mignott/MB Media/Getty Images)

Juan Pablo Montoya glaubt nicht an WM-Titel

Kimi Antonelli führt die Weltmeisterschaft mit neun Punkten Vorsprung vor seinem Teamkollegen George Russell an und ist damit der jüngste Fahrer der Geschichte an der Spitze der WM-Wertung.

Dennoch sind im F1-Paddock nicht alle davon überzeugt, dass dies von Dauer sein wird. Ex-Pilot Juan Pablo Montoya äußert Zweifel und behauptet, dass der junge Italiener mental noch nicht für das bereit ist, was auf ihn zukommt.

„Ich glaube nicht, dass Antonelli Weltmeister wird. In dem Moment, in dem er realisiert, dass er führt, könnte der Druck zu groß werden. Er ist sehr jung und hat so etwas noch nie zuvor erlebt“, erklärte Montoya gegenüber Casinostugan.

„Es ist einfacher, der Jäger zu sein als der Gejagte. Wenn du die Beute bist und anfängst zu verlieren, kannst du in Panik geraten und Fehler machen.“

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Lücke schließen

Wer führt, wird zur Zielscheibe, so seine These. George Russell wird in den kommenden Monaten alles daran setzen, den Rückstand aufzuholen. Russell wird von den Buchmachern nach wie vor als Favorit gehandelt und hat nach den starken Wintertests von Mercedes klargestellt, dass er fest entschlossen ist, in dieser Saison um den Titel zu kämpfen.

Dieses Duell weckt sofort Erinnerungen an Lewis Hamilton und Nico Rosberg zwischen 2014 und 2016. Zum ersten Mal seit dieser Ära hat das Team zwei Fahrer, die ernsthaft um den WM-Titel mitmischen. Das macht die Situation für den jungen Italiener zusätzlich kompliziert. Er muss nicht nur den Erwartungen der Außenwelt standhalten, sondern teilt sich die Garage auch noch mit einem Piloten, der fünf Jahre lang genau auf diese Chance gewartet hat.

Antonelli selbst räumt ein, dass Russell im Qualifying noch einen Vorteil hat. „Er findet immer noch das gewisse Extra, das mir aktuell fehlt, aber daran arbeite ich“, so der Bolognese. „Auf der anderen Seite denke ich, dass wir in Sachen Race-Pace eine sehr gute Basis haben.“

Nach seinem Sieg in Japan gab er zudem an, dass ihn die Erfahrungen aus 2025 deutlich mehr gelehrt haben als erwartet und er die Situationen auf der Strecke nun viel besser unter Kontrolle hat. Worte, die im krassen Gegensatz zur Skepsis von Montoya stehen.

Antonelli macht sich wegen des teaminternen Duells mit Russell keine Sorgen und konzentriert sich ausschließlich auf seine eigene Leistung. Mit dem Fokus auf Starts, Prozeduren und seinen Fahrstil versucht er, sich stetig zu verbessern.

Die Konkurrenz rückt näher

Mercedes hat in dieser Saison alle drei Grands Prix von der Pole-Position aus gewonnen, und der W17 scheint eine Klasse für sich zu sein. Doch genau darin liegt auch ein Risiko. Im weiteren Saisonverlauf, wenn Ferrari und McLaren näher herankommen, schmilzt der Vorsprung dahin.

Der echte Härtetest folgt während der Europa-Saison. Russell verfügt dort über wesentlich mehr Erfahrung, während Antonelli im vergangenen Jahr nach einer Änderung an der Aufhängung des Mercedes Schwierigkeiten hatte. Genau dieser Teil des Jahres wird zeigen, ob Montoyas Skepsis berechtigt ist.

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