Formel 1 Mick Schumacher: „Ich hoffe, dass wir alle sicher durchkommen“ Von A. Schenk 21. Mai 2026 F1-News Formel 1 IndyCar Series Michael Schumacher Mick Schumacher Besonderer Meilenstein: Einschneidendes Rennwochenende für Mick Schumacher am Sonntag erwartet. Der 27-jährige Deutsche wird der erste deutsche Pilot seit 103 Jahren sein, der beim legendären Indianapolis 500 an den Start geht. Damit schreibt der Sohn von Michael Schumacher bereits in seiner Debütsaison in der US-amerikanischen IndyCar Series Geschichte. Schumacher startet in diesem Jahr für das Team von Bobby Rahal, Ex-Indy-500-Sieger und eine feste Größe im US-Motorsport. Für den Deutschen bedeutet das Debüt auf dem berühmten Oval von Indianapolis eine neue Herausforderung nach seinen Stationen in der Formel 1 und der World Endurance Championship. Bevor er offiziell am Rennen teilnehmen durfte, musste Mick Schumacher eine typisch amerikanische Tradition über sich ergehen lassen: Rookies beim Indy 500 müssen symbolisch eine Kuh melken. Die Atmosphäre rund um das Event hinterließ bei ihm sichtlich Eindruck. „Ich genieße all diese Traditionen. Ich habe entdeckt, wie schön Traditionen sein können“, erklärt Schumacher. Artikel geht weiter unter dem Bild. Lies auch: Belgien-GP: FIA veröffentlicht offizielle Startaufstellung nach Strafen Indy 500 weltweit für seinen einzigartigen Charakter bekannt „Beeindruckend, sehr amerikanisch, sehr viel Show“, beschreibt er seine ersten Erfahrungen in Indianapolis. Das Indy 500 ist weltweit bekannt für seine einzigartige Mischung aus Motorsport, Entertainment und nationalen Traditionen. Schumacher weiß genau, wie sich große Rennen anfühlen. In der Formel 1 startete er bereits auf ikonischen Strecken wie Monaco, während er 2024 und 2025 bei den 24 Stunden von Le Mans antrat. Nun fügt er dieser Liste auch das Indianapolis 500 hinzu. „Die Vorfreude ist riesig“, so Schumacher über seine Erwartungen an das Rennen. Sportlich verläuft seine erste IndyCar-Saison bislang wechselhaft. Technische Probleme und einige kleinere Zwischenfälle machten ihm die ersten Monate in Amerika schwer. Sein bestes Resultat ist bisher ein 17. Platz, in der Meisterschaft belegt er aktuell den 25. Rang. „Es ist eine sehr harte und anstrengende Rennserie. Für mich geht es in diesem Jahr vor allem ums Lernen“, gibt Schumacher offen zu. Der Wechsel in die IndyCar verlangt Piloten aus Europa eine große Umstellung ab. Die Rennen sind physisch extrem fordernd, während die Ovale völlig andere Fähigkeiten erfordern als klassische Rundkurse. Besonders Indianapolis gilt als eine der schwierigsten Herausforderungen im Motorsport überhaupt. Im Qualifying blitzte Schumachers Potenzial jedoch bereits auf: Er fuhr unter allen Debütanten die schnellste Zeit. Dennoch reichte dies am Ende nur für den 28. Startplatz, womit er am Sonntag aus der zehnten Startreihe ins Rennen geht. „Das ist nicht das, was wir wollten, aber wir haben verstanden, was wir tun müssen, um schneller zu sein“, sagt Schumacher. Innerhalb des Teams ist das Vertrauen in seine Entwicklung groß. Graham Rahal, Sohn von Teambesitzer Bobby Rahal, äußert sich positiv über die Zusammenarbeit. „Sein Feedback ist sehr präzise, das hilft uns enorm“, so Rahal. Auch Takuma Sato fand lobende Worte für den Deutschen. Der Japaner konnte das Indy 500 bereits zweimal gewinnen und war früher ebenfalls in der Formel 1 aktiv. „Sein Speed ist wirklich beeindruckend“, sagt Sato über Schumacher. Solche Komplimente wiegen schwer in einer Serie, in der Erfahrung auf Ovalen oft den Ausschlag gibt. Das Indianapolis 500 stellt eine völlig andere Herausforderung dar als ein Formel-1-Rennen. Die Piloten legen über 800 Kilometer bei Geschwindigkeiten von bis zu 370 km/h zurück. Das Rennen dauert über drei Stunden, was die Konzentration zur entscheidenden Komponente macht. „Es ist ein ermüdendes Rennen, auch für den Kopf“, so Schumacher. Der Vergleich mit seinem Vater Michael Schumacher bleibt dabei unvermeidlich. Interessanterweise lehnte Michael Schumacher es während seiner Karriere stets ab, in der IndyCar zu starten, da er die Rennen für zu gefährlich hielt. Mick sieht das etwas anders. „Man muss natürlich Respekt davor haben, aber die Strecken sind viel sicherer geworden als früher“, erklärt er. Dennoch bleibt das Risiko präsent. Erst kürzlich waren mehrere Fahrer in einen schweren Trainingsunfall verwickelt, in dessen Folge Alexander Rossi operiert werden musste. „Am sichersten ist man zu Hause auf der Couch, aber das macht nicht so viel Spaß. Ich freue mich auf das Rennen und hoffe, dass wir alle heil durchkommen“, sagt Schumacher. Beim Rennen trägt er zudem einen speziellen roten Helm als Hommage an seinen Vater. „Rot ist für mich eine wunderschöne Farbe. Mein Vater hat sie sehr lange getragen. Ich wollte etwas Besonderes machen und hatte das Gefühl, dass dies die richtige Entscheidung war“, sagt er. Ob Schumacher am Sonntag direkt mit einem Top-Ergebnis überraschen kann, bleibt abzuwarten. Doch allein seine Teilnahme markiert bereits einen historischen Moment für den deutschen Motorsport. Lies auch: Ferrari kassiert 10.000 Euro Geldstrafe nach Doppel-Fehler beim GP von Belgien Lies auch: FIA verhängt drastische Startplatzstrafen: Max Verstappen profitiert von Rückversetzung seiner Konkurrenten Teile den Artikel Wo möchten Sie teilen? 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